Ein sozial geprägtes Familienunternehmen im Wandel der neuen Konzernstruktur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das das Unternehmen durch den Konzern unabhängig von den Banken ist und somit die Mutter als Geldgeber hat. Wäre es nicht so gekommen wäre Engel vermutlich in der gleichen Situation wie der Marktbegleiter aus Herford aktuell.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Konzernstruktur, wie auch Arbeitsprozesse, Systemumgebungen, Vorgaben an Verhaltensmustern der Mitarbeiter und Einführung komplett neuer Kulturen unter allen Umständen auf ein Großhandelsunternehmen mit 100 Mitarbeitern über zu stülpen.
Verbesserungsvorschläge
Die Mitarbeiter anhören, die neuen Teamleiter ordentlich schulen und fördern. Es ist immer eine Herausforderung, wenn der Kollege oder die Kollegin neue Vorgesetzte sind. Nicht jeder ist automatisch ein High-Performer.
Arbeitsatmosphäre
War die letzten Jahre deutlich besser. Aktuell hat man manchmal das Gefühl um das Überleben des Unternehmens zu kämpfen und das gegen 1000 Windmühlen. Das frustet und Erfolge sind nur selten minimal zu spüren.
Image
Das Image des über 75 Jahre alten Familienbetriebes hat in den letzten Jahren durch diverse Wechsels in der Führungsstruktur und Personal-Restrukturierung deutlich gelitten.
Es war aber auch nicht allen Geschäftskunden oder umliegenden Interessenten aus Wirtschaft und Region bewusst, dass das Unternehmen seit 2021 Teil eines Konzerns ist.
Work-Life-Balance
Es gibt Gleitzeit und Kernarbeitszeiten. Home-Office wurde über Corona eingeführt, dann an die Konzernregeln angepasst. Zuletzt aber aufgrund fehlendem Vertrauen wieder komplett ausgesetzt.
Karriere/Weiterbildung
Durch Einsparungen aufgrund schlechter Konjunktur und interner Fehlentscheidung würden die Weiterbildungen erstmal nach hinten gestellt. Interne Aufstiegsmöglichkeiten für bestehendes Personal wurde nur aufgrund der Konzernstruktur geschaffen.
Gehalt/Benefits
Von der Gehaltsstruktur ist das Unternehmen im Vergleich zu anderen Großhandelsbetrieben in der Umgebung absolut fair, weiterhin werden viele Benefits angeboten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt eine PV-Anlage seit mehreren Jahren und ein Umweltzertifikat. Auch die Mülltrennung wird weitestgehend gefördert.
Auch nach außen hin wurden früher viele Bemühungen unternommen das Sozialbewusstsein zu fördern, was aber aktuell deutlich zurück gegangen ist.
Kollegenzusammenhalt
Viele kennen sich seit 20+ Jahren und haben die besten Zeiten miterlebt. Bei denen wenigen, die noch da sind, ist der Zusammenhalt top. Ansonsten viele neue im Team, auch Quereinsteiger, die die Geschichte nicht kennen und somit auch dahingehend nachtragend sind.
Umgang mit älteren Kollegen
Zuletzt leider nicht ordnungsmäß. Aufgrund schlechter Ergebnisse hat man sich mit allen möglichen Mitteln von den älteren Semestern auf mehr oder weniger unschöne Weise getrennt.
Natürlich verständlich bei wirtschaftlicher Schieflage, unpopuläre Entscheidungen zu treffen...aber es geht immer auch im das "wie"...
Vorgesetztenverhalten
Viele sind mittlerweile Fahnen im Wind. Da war früher deutlich mehr Rückgrat vorhanden.
Arbeitsbedingungen
Die Systemumgebung, die vom Konzern vorgegeben wurde, ist prinzipiell gut, jedoch auch auf Konzern und auf verarbeitende Prozesse ausgelegt. Für ein schnelles, agiles Großhandelsunternehmen für C-Teile leider in der Praxis überladen und umständlich, was zu deutlich längeren Arbeitsabfolgen und ergo längeren Kundenrückmeldungen führt. Die seit 4 Jahren versprochen Synergieeffekte sind leider weitestgehend ausgeblieben...das war aber leider auch absehbar von denjenigen, die sich mit der Materie auskennen.
Kommunikation
Die Kommunikation, insbesondere bei Schieflage, funktioniert proaktiv von ganz oben top. Leider nicht sehr motivierend und wenig Mut machend. Innerhalb der Abteilungen durch die Wechsel der Abteilungsleiter mehr oder weniger gut.
Gleichberechtigung
Absolut fair in meinen Augen, weiterhin gab es in den letzten Jahren einige Frauen in Entscheider Positionen. Allerdings wurde das auch durch die vielen Geschäftsführerwechsel zum Teil wieder zurück gestuft.
Interessante Aufgaben
Gerade im Vertrieb sind die Aufgaben vielfältig, da man Arbeiten für nahezu alle anderen Abteilungen mit erledigen darf. Buchhaltung, Logistik, Verwaltung, Einkauf.
Und man wundert sich ganz oben, warum die eigentlichen Kernaufgaben, nämlich verkaufen (proaktiv) auf der Strecke bleiben und Kunden ewig auf Rückmeldungen warten müssen.