Aufgefressen vom eigenen Mutterkonzern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wie schon erwähnt finde ich das Thema Reifen super interessant und Abwechslungsreich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aktuell muss ich hier besonders hervorheben, dass am falschen Ende gespart werden soll. Freiwerdende Stellen werden nicht mehr besetzt - Mitarbeiter geht in Rente, stelle soll unbesetzt bleiben. Heißt im Klartext, die Arbeit bleibt bei den anderen liegen - sofern genug Leute da sind. Klar ist die Wirtschaftliche Lage angespannt, aber Stellen an der Front zu Streichen bzw. zu parken ist der Anfang vom Ende. Und wer fängt es auf? Leute wie ich, die den Job seit über 20 Jahren machen und einfach auch das nötige Pflichtbewusstsein haben. Diese werden nämlich immer seltener. Ich persönlich werden aufgrund dieser Entscheidung wohl auch die Segel streichen - aber am Ende Interessierts Conti-Trade nicht, denn Fachwissen, Eigeninitiative und Identifikation mit dem AG sind nicht mehr gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Fangt an, von der Basis aus zu denken. Viele Betriebe haben sehr gutes Personal, die genau wissen, wo der Hase läuft. Vertraut auf die Betriebe - die meisten wissen sehr genau, was geändert werden sollte. Kümmert Euch um die wirklich guten Leute, die Vergölst seit Jahrzehnten die Stange halten.
Arbeitsatmosphäre
Leider wird die Atmosphäre immer schlechter - bezogen auf das Miteinander Zentrale --> Außenorganisation.
Image
Das Image steht und fällt mit der Motivation der Mitarbeiter in der Außenorganisation. Im Moment wohl eher fällt ....
Work-Life-Balance
Grenzwertig - 40Stunden Vertag, hochgerechnet aufs Jahr kommt man aber trotzdem auf mindestens 42-45 Stunden (wohlwollend gerechnet). Abgesehen von den 50 Stunden Wochen in den Saisonzeiten.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man nicht grade zur Conti Trade wechselt, sind die Chancen eher gering.
Gehalt/Benefits
Es mag sein, dass die Gehälter von einigen als gut angesehen werden. Aber auch hier - ich mache den Job seit 20 Jahren. Nach 3 Jahren hat man die 3. Stufe im Tarif erreicht, dann passiert nichts mehr. Funktionszulage bleibt einfach so wie sie ist, selbst nach Weiterbildungen und noch mehr Verantwortung. Man darf gerne mehr Leisten, aber man sollte nicht erwarten, dass es finanziell honoriert wird.
Kollegenzusammenhalt
Im Betrieb selbst ist das noch OK, wenn auch auf niedrigem Niveau. Aber das resultiert natürlich auch aus den Entscheidungen der Conti-Trade. Am Ende muss man nämlich zusehen, wie man am besten klar kommt.
Vorgesetztenverhalten
Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. Und genau das wird in der Conti-Trade Muttergesellschaft gelebt. Entscheidungen werden immer absurder, Die zwischengeschalteten "Pseudo-Stellen" wie Gebiets- oder Regional-Leiter haben auch nix mehr zu melden bzw. drücken die Entscheidungen einfach durch nach unten. Bloß nicht den Mund aufmachen....
Arbeitsbedingungen
Naja, wie soll man hier gut oder schlecht definieren. Betriebsausstattung ist nicht wirklich Up to Date, EDV Systeme sind so instabil wie ein Eisbrocken im Wasserkocher. Wenn man etwas verbessern möchte - am besten selbst initiieren, denn Zentralseitig rennt man vor die Wand.
Kommunikation
Auch hier wird es immer schlecht. Man bekommt per Email nur noch Entscheidungen vorgesetzt, da dann ohne jede Diskussion umgesetzt werden sollen. Sinnvoll oder nicht. Man drückt es runter in die Fachbetriebe, die dann keinen mehr unter sich haben. Von Unten nach Oben sind konstruktive Kritiken nicht erwünscht.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich ist der Reifenhandel super interessant. Ich mache das jetzt seit über 20 Jahren. Leider hat hier aber auch der Rotstift Einzug erhalten, denn gerade im Vertrieb findet man kaum noch wirkliche Fachleute für Reifen. Schulungen sind auf ein Minimum reduziert und es wird nur noch Wert auf den Autoservice gelegt. Wichtig ja, aber Vergölst/Conti sollte dringend überlegen wo sie herkommen.


