Je mehr ich drüber nachdenke, desto schlimmer wird es
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Ergebnisbeteiligungsmodell
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wo soll ich da nur anfangen... am Besten die Bewertung lesen!
Verbesserungsvorschläge
Endlich die gesamte Belegschaft fair vergüten!
Endlich Benefits schaffen, welche einen Großteil der Belegschaft zu Gute kommen.
Man sollte mal seine Führungskräfte und das Ausbildungsprogramm überdenken.
Arbeitsatmosphäre
Die einzigen, die die Arbeitsatmosphäre positiv beeinflussen, sind die direkten Kollegen. Die Firma trägt da selbst relativ wenig zu bei. Zu den Vorgesetzten komme ich später.
Kommunikation
Informiert werde ich meistens nur, wenn es bereits zu spät ist. Der Flurfunk ist das einzige, was mir hilft. Glücklicherweise bin ich auf relativ wenig Informationen von außen angewiesen. Ansonsten kommuniziert das Unternehmen ihre "Gesundheit" relativ ausreichend.
Kollegenzusammenhalt
Jeder ist sich selbst der nächste. Am Ende denken die meisten, dass sie es besser können, wollen es aber nie machen. Gemeckert wird erst nachher. Außerdem hat man einmal einen Stempel bekommen wie "War Student", oder "Ist der Neue" oder "Hat mal das gemacht", wird man diesen Stempel nie wieder los. Wer seine öffentliche Wahrnehmung ändern will, muss eigentlich gehen.
Work-Life-Balance
Gleitzeit von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr und 80% Home Office Quote sind da recht stabil. Vorsicht beim HO, dies muss man extra beantragen.
Vorgesetztenverhalten
Intransparent und unpassend. Selbst wenn man über sehr viele Monate hinweg mit dem gleichen für einen wichtigen Thema ankommt und das Gespräch sucht, wird man jedes Mal auf später vertröstet und potentiell sogar belehrt. Irgendwann, wenn man penetrant genug war, wird einem vielleicht mal zugehört. Aber selbst dann bekommt man über den Prozess keinerlei Informationen bis das Ergebnis da ist. Es wird nur über einen geredet, nicht mit einem. Und selbst dann werden viele Informationen, welche man selbst angesprochen hat und relevant sind, gar nicht weitergetragen, sodass man am Ende gar nicht weiß, was die überhaupt beredet haben. Und das zieht sich über sämtliche Führungsebenen konsequent durch. Kompetenz, Transparenz und Menschlichkeit sind anscheinend keine Maßstäbe an welcher eine Führungskraft gemessen wird.
Interessante Aufgaben
KI spült Veränderung rein. Noch ist es interessantes, weil ich mir auch selber neues gesucht habe. Mittelfristig werden die "interessanten" Aufgaben aber verschwinden, sodass es repititiv wird. Jedenfalls sehe ich hier nicht die Perspektive.
Gleichberechtigung
Die Führungsebene ist eher ein Männerclub, auch wenn hier die Frauen aufgeholt haben. Auszubildene und Studenten werden definitiv benachteiligt (Beispiel: Ergebnisbeteiligung).
Umgang mit älteren Kollegen
Von dem, was ich weiß, wird zwar bei älteren Kollegen geschätzt, dass sie noch für einen Arbeiten. Da hört die Wertschätzung aber auf. Jedenfalls auch Führungsebene. Auf gleicher Ebene sieht es vermutlich besser aus.
Arbeitsbedingungen
Selbst als die Büroräume neu gestaltet wurden, hing man technisch noch immer einige Jahre hinterher. Keine adäquaten Bildschirme, gerade für den IT-Bereich, kaputte Halterungen, welche man mit Tassen und Papierstapeln stützen muss, kaputte Tische, welche schon seit über einem Jahr nicht repariert wurden. Definitiv Nachholbedarf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt oder gab mal einen Umweltbeauftragten im Haus, von welchem man aber nichts hört oder mitbekommt. Von Solarstrom weiß ich nichts. Immerhin ist man beim Kaffee auf eine lokale Manufaktur gewechselt, auch wenn die Mitarbeiter jetzt 30% mehr für ihren Kaffee ausgeben dürfen.
Gehalt/Benefits
Vorstand sagt, man zahlt nach Tätigkeit. Führungskraft sagt, man zahlt nach Verantwortung. Also gleiche Tätigkeit + gleiche Verantwortung = gleiches Gehalt? M̀itnichten! Selbst das Entgelttransparenzgesetz hilft da nicht. Eine Tarifgruppe Unterschied wird anscheinend toleriert, selbst wenn man sich nachweislich weiterentwickelt hat und in Tätigkeit/Verantwortung gleich oder über den Kollegen. Einmal im Gehaltsroulette verloren, kommt man da auch nicht mehr raus.
Benefits schaffen keinen Mehrwert. Jeder Benefit ist darauf ausgelegt, dass sie vielleicht 2% der Belegschaft realistisch erreichen. Aber wenn man genug solcher Benefits einführt, dann sollte ja für jeden was dabei sein? Nein. Es gibt quasi keinen, wegen welchen man sich für die VHV entscheiden sollte.
Image
Von draußen wird hauptsächlich das Gehalt als positiv wahrgenommen. Das sagt schon alles.
Karriere/Weiterbildung
Im Bereich Führung oder Projektverantwortung gibt es durchaus Möglichkeiten. Wer aber einfach gut in seinem Job ist und dort noch besser werden will, der hat Pech gehabt.

