Toxisch toxisch und .... toxisch
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der enorme Unterschied zwischen Selbstbild und Realität. Vor allem in Deutschland ist das Unternehmen kaum bekannt – präsentiert sich aber, als wäre es Branchenprimus.
Warum ich das Unternehmen verlassen habe:
Letztlich habe ich für mich die Entscheidung getroffen, das Unternehmen zu verlassen – nicht wegen einzelner Herausforderungen, sondern wegen einer sich über Monate zuspitzenden Gesamtsituation.
Der ständige Leistungsdruck ohne echte Anerkennung, der respektlose Umgang mit Mitarbeitenden und das konsequente Ignorieren konstruktiver Kritik haben ein Arbeitsumfeld geschaffen, das auf Dauer nicht tragbar war.
Was besonders schwer wog: Versprechen, die im Bewerbungsprozess gemacht wurden, wurden nicht eingehalten. Statt Offenheit und Fairness herrschten Kontrolle, Intransparenz und eine Kultur der Schuldzuweisung.
Der Hauptverantwortliche für diese Entwicklung ist nach meiner Erfahrung der Director, dessen Verhalten und Führungsstil maßgeblich zu einer toxischen Atmosphäre beigetragen haben.
Fehler wurden nicht eingestanden, Kritik wurde abgewiegelt oder als Angriff verstanden – anstelle von echter Weiterentwicklung entstand so Stillstand und Frustration.
Verbesserungsvorschläge
Statt an immer neuen Regeln zu feilen, wäre es sinnvoller, wirklich auf die Menschen zu hören, die tagtäglich das operative Geschäft stemmen. Eine gesunde Unternehmenskultur lässt sich nicht verordnen – sie entsteht durch Vertrauen, echte Mitgestaltung und gutes Leadership. Besonders in der Führung sollten kritische Rollen überdacht werden – ein Neuanfang an der Spitze könnte hier den entscheidenden Unterschied machen.
Tipp an Kolleg:innen
Sprecht Missstände offen an – auch wenn es unbequem ist. Solange Probleme nur hinter vorgehaltener Hand besprochen werden, bleibt alles beim Alten.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsumfeld ist stark von Druck geprägt. Anstelle von Vertrauen in unternehmerisches Denken dominiert ein enges Korsett aus Zielvorgaben. Die tägliche Arbeit fühlt sich häufig wie eine Fließbandarbeit am Telefon an – von Eigenverantwortung keine Spur.
Image
Das Unternehmen gibt sich nach außen gerne modern und visionär – intern sieht die Realität jedoch oft anders aus. Besonders in Deutschland ist das Image angeschlagen, was sich auch in einer sehr hohen Fluktuation widerspiegelt. Viele Neueinstellungen verlassen das Unternehmen innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder.
Work-Life-Balance
Formal gesehen ist sie vorhanden – vor allem, weil kaum jemand bereit ist, über das Mindestmaß hinaus zu arbeiten. Das hat weniger mit gesundem Gleichgewicht zu tun als mit fehlender Motivation und Wertschätzung.
Kollegenzusammenhalt
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen halten die Kolleginnen und Kollegen weitgehend zusammen. Viele wissen um die Defizite im Unternehmen und begegnen sich deshalb mit einer gewissen Solidarität – was allerdings eher ein Überlebensmechanismus als ein Zeichen gesunder Kultur ist.
Vorgesetztenverhalten
Einzelne Teamleads machen ihren Job mit viel Einsatz und Herzblut – doch leider ist das nicht der Standard. Einige Führungskräfte wirken eher wie Notlösungen statt wie gezielte Besetzungen. In der Führungsebene herrscht teilweise ein Stil, der an autoritäre Zeiten erinnert – besonders bei einem bestimmten Director, dessen Umgangston und Verhalten weder inspirierend noch teamfördernd ist.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkt auf den ersten Blick vorhanden, ist aber häufig einseitig und von intransparenten Entscheidungen geprägt. Insbesondere aus der Führungsetage kommen häufig überraschende Maßnahmen, die wenig nachvollziehbar erscheinen. Eine konstruktive Feedbackkultur sucht man meist vergeblich.
Gleichberechtigung
Es wirkt, als gäbe es innerhalb der Organisation eine Zweiklassengesellschaft. Mitarbeiter:innen an bestimmten Standorten oder in bestimmten Ländern erhalten spürbar mehr Benefits als andere – was bei vielen zu Unmut führt.
Insbesondere die beiden Niederländer, die sich hier eine goldene Nase verdienen und keiner weiß warum
