Gute Ansätze, aber extrem viel Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die internen Trainings und Schulungen sind gut organisiert und machen wirklich Spaß. Der Kollegenzusammenhalt ist stark, man unterstützt sich gegenseitig und arbeitet meist auf Augenhöhe. Wer leistungsorientiert arbeitet und sich in einem klar strukturierten Umfeld wohlfühlt, findet hier stabile Prozesse und klare Ziele. Außerdem wird gute Performance anerkannt und kann sich finanziell lohnen. Für Berufseinsteiger, die Karriere machen und sich entwickeln wollen ein tolles Umfeld.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Strukturen sind sehr starr und lassen wenig Raum für Eigeninitiative oder individuelle Arbeitsweisen. Kommunikation erfolgt meist top-down, und eigene Ideen werden selten wirklich umgesetzt. Flexibilität - gerade für Mitarbeitende mit Familie - ist kaum vorhanden. Zudem wechseln die Führungsebenen regelmäßig, was für Unruhe und fehlende Kontinuität sorgt. Das niedrige Fixgehalt steht im Gegensatz zum hohen Anspruch und vermittelt wenig Wertschätzung.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen, Eigenverantwortung und Flexibilität würden die Motivation und Leistung im Team deutlich steigern. Starre Strukturen sollten überdacht und individuelle Stärken stärker gefördert werden, anstatt alle über denselben Prozess zu führen.
Wenn das Unternehmen langfristig wertvolle Mitarbeitende halten möchte, sollte es mehr Kontinuität im Management schaffen. Ein vollständiger Führungswechsel alle zwei bis drei Jahre sorgt für Unruhe, widersprüchliche Strategien und hemmt nachhaltige Entwicklung. Mehr Stabilität in der Führung und eine klare, authentische Kommunikation würden das Vertrauen und die Identifikation mit dem Unternehmen deutlich stärken. Langfristig wäre es hilfreich, Zielvorgaben realistisch zu gestalten und bei internen Wechseln stärker an bisherigen Erfolgen anzuknüpfen, um Motivation und Entwicklungschancen zu fördern.
Arbeitsatmosphäre
Nach außen wird oft betont, wie „sales driven“ und dynamisch die Kultur ist in der Realität wirkt vieles jedoch stark reglementiert. Strukturen sind sehr starr, Abläufe werden zentral vorgegeben, und individuelle Arbeitsweisen sind kaum erwünscht. Jeder soll zur gleichen Zeit das Gleiche tun -Kreativität, Eigenverantwortung oder Unternehmergeist bleiben dabei schnell auf der Strecke.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen sehr professionell und hinterlässt bei Bewerbenden einen positiven Eindruck. Bei Kund:innen ist das Bild hingegen eher neutral bis negativ. Der Grund dafür liegt vermutlich in der stark vertriebsorientierten Arbeitsweise - tägliche Kaltakquise ist Pflicht, unabhängig von bereits erreichten Zielen. Auf Dauer wirkt das nach außen eher aufdringlich und kann sowohl Kund:innen als auch Kandidat:innen ermüden.
Work-Life-Balance
Im Management ist eine ausgewogene Work-Life-Balance kaum vorhanden. Hohe Präsenzzeiten, starre Arbeitsabläufe und die Erwartung, jederzeit verfügbar zu sein, machen es besonders für Mitarbeitende mit Familie schwierig, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen. Flexibilität gibt es nur begrenzt und scheint oft von der jeweiligen Position oder dem Verhältnis zur Führungsebene abzuhängen. Mit mehr Vertrauen ließe sich hier einiges verbessern.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind vorhanden - die internen Trainings sind gut aufgebaut, praxisnah und machen auch Spaß. Karriere kann man grundsätzlich machen, wenn man seine Ziele kontinuierlich erreicht. Diese werden jedoch regelmäßig angehoben, was den Druck deutlich erhöht. Wechselt man intern den Bereich, beginnen die Zielvorgaben meist wieder bei null, unabhängig von bisherigen Erfolgen. Das verlängert den Weg zur nächsten Karrierestufe, wird aber als normal angesehen.
Gehalt/Benefits
Das Fixgehalt ist im Branchenvergleich eher unterdurchschnittlich, dafür ist das Provisionsmodell sehr attraktiv. Wer stark performt, kann hier wirklich gutes Geld verdienen. Dennoch empfinde ich das niedrige Fixgehalt als ein Zeichen mangelnder Wertschätzung, da es die Leistung erst rückwirkend belohnt und nicht das kontinuierliche Engagement widerspiegelt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Bewertung, da es nicht vorhanden ist.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt viele talentierte Mitarbeitende, die zwar nicht immer optimal gefördert werden, aber trotzdem füreinander da sind. Der Zusammenhalt ist stark, man hilft sich gegenseitig - Ellenbogenmentalität gibt es hier kaum.
Umgang mit älteren Kollegen
Es handelt sich um eine junge Unternehmenskultur mit einem jungen Durchschnittsalter. Ältere Kollegen gibt es nicht wirklich.
Vorgesetztenverhalten
Wer dauerhaft performt und das Unternehmen aktiv unterstützt, kann ein sehr angenehmes Arbeitsleben haben. Leistung wird wahrgenommen und in gewissem Maße auch honoriert. Sobald die Ergebnisse jedoch nicht den Erwartungen entsprechen oder man eigene Ansichten einbringt, wird schnell wieder stärker gelenkt und kontrolliert. Eigenständigkeit ist also möglich - aber nur, solange sie den vorgegebenen Zielen entspricht. Leider wird nach außen immer kommuniziert, dass jeder gleich behandelt wird. Hinter verschlossenen Türen sieht das ganze aber zum Teil anders aus. Dies betrifft unter anderem Beförderungsziele, Flexibilität und Performance.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt sehr starr. Das technische Setup ist ausreichend. Beim Dresscode gibt es kaum Flexibilität: Anzugpflicht in Grau oder Blau, immer mit Hemd, unabhängig von Wetter oder Situation. Moderne und praxisnahe Arbeitsbedingungen würden hier einen großen Unterschied machen.
Kommunikation
Kommunikation findet überwiegend top-down statt. Es wird erwartet, dass man die Vorgaben von oben unterstützt, auch wenn man anderer Meinung ist. Eigene Ideen oder Feedback aus dem Team werden zwar angehört, aber selten wirklich umgesetzt.
Nach außen entsteht der Eindruck, dass alle Mitarbeitenden gleichbehandelt werden - intern zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Hinter verschlossenen Türen werden individuelle Absprachen getroffen, die nicht für alle gelten. Das führt mitunter zu Intransparenz und einem Gefühl von Ungleichbehandlung.
Gleichberechtigung
Weder negativ noch positiv ausgefallen.
Interessante Aufgaben
Es handelt sich um einen klassischen Sales-Job mit allen typischen Aufgabenbereichen. Dazu gehören Marktaufbau, Kaltakquise, Kundenbetreuung sowie die Durchführung von Terminen und Verhandlungen. Der Fokus liegt klar auf Umsatz und Zielerreichung, was für vertriebsaffine Persönlichkeiten spannend sein kann.
