Würde nie wieder dort arbeiten wollen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern (was eigentlich so normal sein sollte, dass man es nicht extra erwähnen muss)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vieles, siehe die einzelnen Punkte.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Gehalt, mehr Urlaubstage, mehr Authentizität, sich nicht immer hinter dem Stempel "Start up" verstecken.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs war die Arbeitsatmosphäre gut. Mit der Zeit wurde jedoch immer mehr Druck auf die Mitarbeiter*innen aufgebaut. Es ging nur noch um Zahlen. Mitarbeiter*innen wurden vor allen bloß gestellt und miteinander verglichen, um Konkurrenz zu schüren. Da der Zusammenhalt im Team jedoch sehr gut war, ging die Maßnahme nach hinten los.
Image
Nach außen versucht sich das Unternehmen als modern, hipp und sozial darzustellen. Alles leider nur Schein statt Sein. Die Instagram Seite ist einfach nur unauthentisch und entspricht nicht der Realität.
Work-Life-Balance
Eher schwierig. Es gab nicht wirklich flexible Arbeitszeiten bei einer Vollzeitstelle in meiner Abteilung, während und nach Corona aber wenigstens die Möglichkeit auf Homeoffice
Karriere/Weiterbildung
In meiner Abteilung war es nicht möglich in irgendeiner Weise Karriere zu machen. In mehreren Jahren gab es genau eine Weiterbildung für die man Urlaubstage nehmen musste, wenn man daran teilnehmen wollte.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist am unteren Ende angesiedelt und wird auch trotz sehr guter Leistung über Jahre kaum erhöht. Jede Gehaltsverhandlung ist ein Kampf und es wird versucht die Mitarbeiter*innen mit lächerlichen Angeboten abzuspeisen. Auch Urlaubstage sind nicht konkurrenzfähig und wirklich ganz am unteren Ende des Möglichen angesiedelt. Es wird sich immer damit herausgeredet, dass es ein Start up sei, was es schon lange nicht mehr ist. Die Obersten machen sich auf Kosten der Angestellten die Taschen voll. Wenn Angestellte darauf hinweisen, dass sie sich mit dem schlechten Gehalt nicht mal eine Wohnung in Mainz zur Miete leisten können, wird Ihnen von Vorgesetzten vorgeschlagen, doch in eine andere Stadt zu ziehen und dann eine Stunde zur Arbeit zu pendeln und eine Stunde wieder zurück. Das sagt schon alles.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist ein Fremdwort. Es geht nur um Profit. Ein Sozialbewusstein gibt es auch nicht. In der Firma herrscht eine 2-Klassen-Gesellschaft. Die oberste Klasse bildet das Büro und die unterste Klasse bildet das Lager plus zum Teil der Kundenservice. Auf das Lager und den Kundenservice wird herabgeschaut, was sich auch deutlich beim Lohn zeigt. Lächerlich, wenn man bedenkt, dass es ohne das Lager, welches die Bestellungen bearbeitet und versendet, keinen Profit geben würde.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Team war der Zusammenhalt unglaublich gut. Das war auch ein großer Pluspunkt, der viele dazu bewegt hat, trotz der vielen negativen Punkte, nicht schon früher zu kündigen.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt fast keine älteren Kolleg*innen. Jeder ab 30 Jahren kann sich nicht mehr leisten für Vicampo zu arbeiten, wenn er sich finanziell etwas aufbauen möchte und nicht mehr in einer WG leben möchte.
Vorgesetztenverhalten
Teils gut, teils schlecht. Die Kommunikation ausgehend von den Vorgesetzten war nicht immer gut. Es wurde oft stupide nach Schema F agiert, was wahrscheinlich irgendwann mal in einem drittklassigen Buch für Führungskräfte nachgelesen wurde.
Trotzdem gab es auch einen Vorgesetzten, der sich bemüht hat und auch auf die Mitarbeiter*innen eingegangen ist. Das gilt aber auch nur für einen der Vorgesetzten
Arbeitsbedingungen
Waren durchschnittlich. Nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Abteilungen war leider eher schlecht. Viele relevante Änderungen oder Infos kamen oftmals verspätet oder gar nicht an. Auch wurden Teams, die von Änderungen betroffen waren, nicht mit in den Entscheidungsprozess einbezogen.
Gleichberechtigung
Es gab keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Alle wurden gleich behandelt und auch gleich bezahlt.
Interessante Aufgaben
Es gab kaum Abwechslung. Alle Aufgaben, die wenigstens ein wenig Abwechslung versprachen, wurden von der Teamleitung erledigt. Den "normalen" Mitarbeiter*innen wurde das nicht zugetraut oder man wollte sie bewusst klein halten, um für so ein kleines Team mehrere Teamleiter*innen zu rechtfertigen.
