Neue Führung, weniger Perspektiven
Gut am Arbeitgeber finde ich
* Gutes Produkt
* Gutes Büro mit guten Arbeitsbedingungen
* Nettes Kollegium
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Stärkere Top Down und fehlerorientierte Kultur nach GF Wechsel
* Niedrige Gehälter
* Schlechte Entwicklungsmöglichkeiten
* Kein gutes Image im Weinmarkt
Verbesserungsvorschläge
* Bessere Gehälter zahlen
* Rückbesinnung auf die Kultur, die Vicampo unter den Gründern erfolgreich gemacht hat
Arbeitsatmosphäre
Gute Arbeitsatmosphäre und fairer Umgang miteinander.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist in der Regel gewährleistet. In gewissen Projektphasen kann es zu Überstunden kommen. Wenn neue Bereiche / Produkte aufgesetzt wurden, wurden diese mE sehr spät durch ein festes Team besetzt, so dass es hier häufig zu Doppelbelastung kam
Karriere/Weiterbildung
Mit der Verlangsamung des Unternehmenswachstums gingen auch die früher vorhandenen Entwicklungsmöglichkeiten zunehmend verloren. In der Scale-up-Phase war es noch möglich, schnell Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen, doch diese Chancen nahmen mit der Zeit deutlich ab. Zwar gab es weiterhin Onlinetrainigns sowie Weiterbildungen im Bereich Wein, doch weiterführende persönliche oder fachliche Entwicklungsperspektiven waren begrenzt.
Kollegenzusammenhalt
In der Regel ordentlicher Zusammenhalt. Zwischen den Abteilungen war gewisses Silodenken zu beobachten.
Vorgesetztenverhalten
Nach dem Wechsel in der Geschäftsführung hat sich das Arbeitsumfeld aus meiner Sicht spürbar verändert: Während unter den Gründern eine strukturierte, teamorientierte Arbeitsweise mit klaren Zielen und abgestimmten Projekten vorherrschte, nahm mit der neuen Führung zunehmend ein autoritärer Führungsstil Einzug. Entscheidungen wurden häufig zentralisiert getroffen, ohne die Teams ausreichend einzubeziehen. Auch die zuvor gelebte Vertrauenskultur wich zunehmend einem Klima der Kontrolle und der individuellen Verantwortungszuweisung.
Besonders kritisch empfand ich den Umgang mit Problemen: Es entstand der Eindruck, dass es wichtiger war, eine Person verantwortlich zu machen, als gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Teilweise wurden Kolleg:innen - auch ich selbst - für Versäumnisse verantwortlich gemacht, auf die wir bereits im Vorfeld hingewiesen hatten, ohne dass entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden.
Zudem wurden mir gegenüber Zusagen nicht immer eingehalten, und vereinbarte Unterstützungsmaßnahmen blieben teilweise aus. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der neuen Geschäftsführung ein positiver Außenauftritt wichtiger war als eine konstruktive Zusammenarbeit
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind gut. Das IT-Equipment ist auf dem aktuellen Stand. Die Arbeitsplätze sind gut ausgestattet.
Kommunikation
Vicampo bemüht sich um eine gute Kommunikation, entweder durch spezielle Formate oder Meetings, via E-Mail oder durch die Führungsebene. Das funktioniert in der Regel ganz ok und besser als in der Vergangenheit, aber manchmal ist der Flurfunk schneller als die offizielle E-Mail und sorgt für Unsicherheit und manchmal ist die Kommunikation -warum auch immer - inkosistent.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist stark unter dem Marktschnitt. Auch für ein Scale Up welches bereits seit über 10 Jahren im Markt ist, sind die Gehälter vergleichsweise niedrig. In anderen Unternehmen ähnlicher Größe erhält man für weniger Verantwortung und Arbeit ein wesentlich kompetitiveres Paket
Interessante Aufgaben
Mit dem nachlassenden Wachstum verschob sich der inhaltliche Fokus zunehmend: Statt spannender Aufgaben rund um Expansion, neue Geschäftsfelder oder innovative Kanäle rückten zunehmend Bestandspflege und Risikominimierung in den Vordergrund. Dadurch nahm die strategische und kreative Gestaltungsfreiheit spürbar ab.
