Motivation leidet unter Schutz von Low Performern & Langwierige Umstrukturierung sorgen für Verunsicherung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit ist abwechslungsreich, mit spannenden Projekten auf lokaler und globaler Ebene. Eigeninitiative wird geschätzt, und die Work-Life-Balance ist hervorragend Urlaub und Feierabend werden respektiert. Außerdem herrscht in vielen Teams ein tolles Miteinander, und die Vorgesetzten sind offen, respektvoll und kommunikativ.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die anhaltenden und häufigen Umstrukturierungen sorgen für Unsicherheit und fehlende Klarheit über zukünftige Rollen. Zudem werden Low Performer oft zu sehr geschützt, was auf Kosten der engagierten Mitarbeitenden geht. Auch bei der digitalen Weiterentwicklung und im Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen besteht noch Verbesserungspotenzial.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte bei Umstrukturierungen stärker auf Transparenz und Kommunikation achten und sicherstellen, dass Mitarbeitende gezielt in Teams eingesetzt werden, in denen sie ihre Stärken entfalten können. Zudem wäre es wichtig, klare Konsequenzen bei dauerhaft niedriger Leistung zu ziehen, um engagierte Kolleginnen und Kollegen zu entlasten. Eine konsequentere Leistungs- und Feedbackkultur würde die Motivation und Fairness im Team deutlich stärken.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich herrscht in vielen Teams ein guter Zusammenhalt, und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen funktioniert in Teilen sehr gut. Besonders positiv sind einige engagierten Kollegen, die mit hoher Motivation und Leistungsbereitschaft arbeiten und viele Teams tragen
Allerdings gibt es in vielen Team ein deutliches Ungleichgewicht: Einige Mitarbeitende leisten konstant auf einem sehr hohen Niveau, während andere dauerhaft abwesend oder kaum präsent sind und dennoch keine Konsequenzen erfahren. Diese fehlende Balance führt zu Überlastung bei den leistungsstarken Teammitgliedern und drückt spürbar auf die Stimmung. Leider greift das Management hier nicht ein, sondern lässt die Situation laufen. Vor einigen Jahren wurde noch deutlich konsequenter und fairer mit solchen Ungleichgewichten umgegangen, was die Atmosphäre damals deutlich besser machte.
Image
Das Unternehmen genießt ein grundsätzlich gutes Image, sowohl bei Ärzten als auch im Markt. Aktuell bleibt abzuwarten, wie sich die laufende Umstrukturierung auswirkt. Bislang ist die Wahrnehmung positiv und das Unternehmen wird als verlässlicher Partner gesehen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist wirklich gut und hat sich über die Jahre hinweg kaum verändert im positiven Sinne. Natürlich gibt es Phasen, in denen es etwas stressiger wird, aber insgesamt wird die private Zeit sehr geschätzt und respektiert. Im Urlaub kann ich meinen Laptop und mein Handy wirklich beiseitelegen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen oder erreichbar sein zu müssen. Auch mein Feierabend wird respektiert, sodass ich Zeit mit meinen Kindern verbringen kann, ohne dass die Arbeit in mein Privatleben hineinwirkt. Das ist etwas, das man heutzutage nicht mehr bei vielen Arbeitgebern findet, und ich weiß das sehr zu schätzen.
Karriere/Weiterbildung
Wer Eigeninitiative zeigt und sich selbst um seine Entwicklung kümmert, hat gute Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Es gibt durchaus Chancen, spannende Aufgaben zu übernehmen – man muss sie allerdings aktiv einfordern und sich dafür einsetzen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt im soliden Mittelfeld für die Pharma-Branche es könnte an einigen Stellen jedoch etwas wettbewerbsfähiger sein. Die Sozialleistungen sind insgesamt in Ordnung, aber es gibt durchaus Potenzial nach oben. Bonus Sttruktur wurde leider zum Nachteil der Mitarbeiter geändert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hierzu kann ich leider nichts sagen, da nicht wirklich etwas dazu kommuniziert wird.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt im Unternehmen viele wirklich großartige Kollegen sowie Teams, die hervorragend zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. In diesen Bereichen spürt man echten Teamgeist, Engagement und Hilfsbereitschaft, was die Arbeit sehr angenehm macht.
Allerdings hat sich in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel vollzogen. Vor allem im vergangenen Jahr wurden neue Mitarbeitende eingestellt, die durch fehlendes Engagement oder häufige Abwesenheit auffallen. Das führt dazu, dass engagierte Kollegen die zusätzliche Arbeit auffangen müssen mit dem frustrierenden Gefühl, dass Leistung eher bestraft als anerkannt wird. Besonders schwierig ist, dass solche Situationen bekannt sind, aber keine Konsequenzen folgen.
Hinzu kommt, dass durch die wiederholten Umstrukturierungen einige langjährige Mitarbeitende plötzlich in völlig neue Teams versetzt wurden, in denen sie weder fachlich noch persönlich richtig aufgehoben sind. Diese Entscheidungen scheinen oft wenig durchdacht zu sein und führen zu Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und zusätzlicher Verwirrung innerhalb der Teams.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich respektvoll, und es wird viel Wert darauf gelegt, sie zu schützen und zu unterstützen. Je nach Perspektive kann das allerdings positiv oder auch problematisch gesehen werden. Besonders im Außendienst fällt auf, dass einige ältere Mitarbeitende Schwierigkeiten mit digitalen Arbeitsmitteln wie iPads, Laptops oder Smartphones haben. Eigentlich sollte die Arbeit zunehmend digitaler werden, doch hier besteht oft eine deutliche Lücke in der Anwendung und im technischen Verständnis.
Leider werden diese Defizite selten konsequent angesprochen oder begleitet, sondern eher toleriert während gleichzeitig von den Teams erwartet wird, dass die digitalen Prozesse reibungslos funktionieren.
Vorgesetztenverhalten
Im Allgemeinen ist das Vorgesetztenverhalten wirklich sehr gut. Die meisten Führungskräfte pflegen ein offenes, respektvolles Miteinander und kommunizieren auf Augenhöhe sowohl innerhalb der eigenen Teams als auch teamübergreifend. Dieses vertrauensvolle Verhältnis macht die Zusammenarbeit angenehm und schafft ein positives Arbeitsumfeld.
Allerdings gibt es einen Punkt, der dringend stärker beachtet werden sollte: das konsequente Handeln gegenüber Low Performern. Hier fehlt es aktuell an klaren Entscheidungen. Mitarbeitende, die dauerhaft kaum Leistung bringen oder Verantwortung vermeiden, belasten die engagierten Teammitglieder und wirken sich negativ auf die Motivation aus. Natürlich ist es schwierig, solche Themen offen anzusprechen, doch genau das zeichnet gute Führung aus neben Unterstützung auch den Mut zu haben, im Sinne des Teams und der Firma klare Grenzen zu ziehen. Das würde ich mir in Zukunft deutlich mehr wünschen.
Arbeitsbedingungen
Schönes Büro, man hat immer einen Platz kann aber auch im Home Office arbeiten. Nur gibt es oft Probleme mit der Klimaanlage.
Kommunikation
Die Kommunikation ist aktuell etwas schwierig, da sich das Unternehmen erneut in einer Umstrukturierung befindet. Unsere Chefin macht in dieser Situation wirklich einen sehr guten Job man merkt deutlich, dass sie alle Informationen, die sie erhält, transparent weitergibt. Sie kann natürlich nichts dafür, dass ihr selbst nicht mehr mitgeteilt wird. Für die Mitarbeitenden ist die Situation dennoch belastend, da es in den letzten Jahren bereits mehrere Umstrukturierungen gegeben hat. Das sorgt für große Unsicherheit und das Gefühl, nicht zu wissen, wie es mit dem eigenen Arbeitsplatz weitergeht.
Gleichberechtigung
Auf den unteren Ebenen ist Gleichberechtigung wirklich spürbar angekommen hier wird unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft sehr respektvoll und auf Augenhöhe miteinander gearbeitet. Wenn man jedoch in die höheren Führungsebenen blickt, zeigt sich nach wie vor ein eher klassisches Bild, bei dem Männer deutlich stärker vertreten sind sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass das Unternehmen im Vergleich zu vielen anderen Firmen bereits weiter ist und Diversity insgesamt ernst genommen wird. Egal ob es um Geschlecht, Alter, Religion oder kulturellen Hintergrund geht das Bewusstsein für Vielfalt ist vorhanden, und es bewegt sich in eine gute Richtung.
Interessante Aufgaben
Es gibt wirklich viele spannende und vielseitige Projekte sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene. Wer Eigeninitiative zeigt, kann hier richtig viel bewegen und eigene Ideen einbringen. Eigenständiges Arbeiten und Engagement werden wahrgenommen und auch belohnt, was die Arbeit sehr abwechslungsreich und erfüllend macht. Besonders schön ist, dass dieser tolle Spirit und die Begeisterung für neue Themen trotz aller Veränderungen erhalten geblieben sind. Ich hoffe sehr, dass das auch nach der aktuellen Umstrukturierung so bleibt und wir unseren großartigen Vifor Spirit bewahren können.