Teilweise noch zu gut bewertet
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider gar nichts mehr
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe Image
Verbesserungsvorschläge
Update:
Da Kununu keinen direkten offenen Dialog unter einer Bewertung ermöglicht, möchte ich hier auf einige Punkte aus der Stellungnahme des Arbeitgebers eingehen.
Die wöchentlichen Diskussionsrunden habe ich persönlich häufig weniger als offene Auseinandersetzung mit bestehenden Problemen wahrgenommen, sondern eher als Präsentation dessen, was gut lief und welche neuen Kunden gewonnen wurden.
Gleichzeitig gab es aus meiner Sicht bereits zahlreiche laufende Projekte und technische Themen, die noch nicht abgeschlossen waren und erhebliche Ressourcen gebunden haben. Wenn dann weitere Kunden und Projekte hinzukamen, entstand bei mir regelmäßig der Eindruck, dass Wachstum wichtiger war als die Frage, ob die vorhandenen Mitarbeiter die bereits bestehenden Aufgaben überhaupt noch vernünftig bewältigen konnten.
Erfolge wurden aus meiner Wahrnehmung gerne ausführlich präsentiert. Bei Problemen hatte ich deutlich seltener das Gefühl, dass daraus nachhaltige Veränderungen entstanden.
Auch beim Thema Kritik unterscheiden sich meine Erfahrungen von der Darstellung des Arbeitgebers. Es wurde zwar betont, dass Kritik erwünscht sei und lösungsorientiert gearbeitet werde. In der Praxis hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, meine Aussagen gegenüber Führungskräften sehr genau abwägen zu müssen. Probleme wurden angehört und häufig wurde zugesagt, man werde sich darum kümmern. Sichtbare Veränderungen habe ich daraus persönlich allerdings nur selten erlebt.
Irgendwann führte das bei mir weniger zu Angst vor Kritik als vielmehr zu der Frage, welchen Sinn es überhaupt noch hat, bestimmte Themen erneut anzusprechen.
Ein weiterer Punkt ist die Zeiterfassung und Arbeitszeit. Grundsätzlich halte ich eine saubere Zeiterfassung für vollkommen richtig. Problematisch wurde es für mich dort, wo zusätzlicher Einsatz gefühlt zur Erwartung wurde. Gerade zu Beginn habe ich deutlich mehr Energie und Zeit investiert. Nach mehreren aus meiner Sicht nicht eingehaltenen Zusagen änderte sich meine Einstellung irgendwann verständlicherweise zu: Ich erfülle meine vereinbarte Arbeitszeit und mache anschließend Feierabend.
Dass dies teilweise bereits als fehlendes Engagement wahrgenommen wurde, fand ich bemerkenswert. Acht Stunden vertraglich vereinbarte Arbeit sollten meiner Meinung nach nicht erst durch zusätzliche Aufopferungsbereitschaft zu einer akzeptablen Arbeitsleistung werden.
Beim Thema Workload wurde mir unter anderem eine Fortbildung zum Zeitmanagement empfohlen. Das mag grundsätzlich sinnvoll sein, traf aus meiner Sicht aber nicht den Kern des Problems. Es gab zeitweise schlicht mehr parallele Tickets und Aufträge, als vernünftig gleichzeitig abgearbeitet werden konnten.
Man kann Aufgaben priorisieren – dadurch werden es allerdings nicht weniger.
Die Folgen waren aus meiner Sicht sowohl für die Qualität gegenüber den Kunden als auch für die eigene Belastbarkeit spürbar. Hier hätte ich mir eher eine realistische Betrachtung der vorhandenen Kapazitäten gewünscht als den Hinweis, die persönliche Organisation zu optimieren.
Auch beim Thema Weiterentwicklung und Zertifizierungen sehe ich Verbesserungspotenzial. Interne Schulungen sind grundsätzlich sinnvoll. Weniger sinnvoll finde ich es jedoch, wenn Mitarbeiter Themen an Kollegen vermitteln sollen, in die sie sich selbst erst kurzfristig eingearbeitet haben.
Ich habe selbst Schulungen gehalten, für die ich mir einen erheblichen Teil des Wissens zuvor innerhalb kurzer Zeit durch eigene Recherche aneignen musste. Umgekehrt habe ich Vergleichbares auch als Teilnehmer erlebt.
Das kann bei einzelnen Themen funktionieren. Eine strukturierte fachliche Weiterbildung durch erfahrene Ansprechpartner, Hersteller oder externe Schulungen ersetzt es aus meiner Sicht jedoch nicht.
Mein grundsätzlicher Verbesserungsvorschlag wäre daher relativ einfach: Kritik nicht nur anhören, sondern sichtbar etwas daraus machen, vorhandene Kapazitäten realistisch berücksichtigen und Weiterbildung tatsächlich als Weiterbildung behandeln.
Viele der angesprochenen Probleme waren aus meiner Sicht nicht unbekannt. Genau deshalb war es umso frustrierender, wenn sie über längere Zeit bestehen blieben.
Arbeitsatmosphäre
Update vom 14.09.2026:
Mittlerweile wurde auch diese Bewertung anwaltlich beanstandet. Dabei wurde unter anderem angezweifelt, dass ich überhaupt bei dem Unternehmen beschäftigt gewesen sei. Kununu fordert mich daher nun auf, mein damaliges Beschäftigungsverhältnis nachzuweisen und einzelne Aussagen zu belegen bzw. anzupassen.
Den Beschäftigungsnachweis kann ich problemlos erbringen. Die betroffenen Formulierungen habe ich entsprechend präzisiert. Dass auf eine kritische Arbeitgeberbewertung auf diesem Weg reagiert wird, darf jeder Leser für sich selbst einordnen.
In Anwesenheit von Führungskräften hatte ich persönlich häufig das Gefühl, meine Aussagen stärker abwägen zu müssen. Dadurch empfand ich die Gesprächsatmosphäre teilweise als angespannt und wenig offen.
Kommunikation
Es wird offiziell viel Wert auf Kommunikation gelegt. Nur kann man kein einziges Wort für voll nehmen da nach absehbarer Zeit wieder alles vergessen wurde.
Kollegenzusammenhalt
Nur, aber auch wirklich nur in der eigenen Abteilung exklusive dem nicht führenden Personal.
Work-Life-Balance
Anscheinend vorhanden, hat nur niemand was von mitbekommen.
Den Umgang mit zusätzlichem Arbeitseinsatz habe ich persönlich als wenig zufriedenstellend empfunden. Gerade nach längeren Arbeitstagen hätte ich mir aus meiner Sicht einen transparenteren und angemesseneren Umgang mit dem zusätzlichen Einsatz gewünscht.
Vorgesetztenverhalten
Absolut größter Kritikpunkt von allen.
Ich glaube ich kann erst mal alle verbesserungswürdigen Punkte von der Vorgängern unterstreichen.
Ich habe während meiner Zeit im Unternehmen Situationen erlebt, in denen die Kommunikation gegenüber Kunden aus meiner Sicht nicht transparent genug war.
Auch den Umgang einiger Mitarbeiter untereinander habe ich teilweise als sehr konfliktbelastet empfunden. Den Umgang mit Fehlern und Problemen habe ich teilweise als einseitig empfunden. Mir persönlich fehlte in solchen Situationen teilweise eine stärkere selbstkritische Betrachtung auf allen Ebenen des Unternehmens.
Bei einigen personellen Entscheidungen entstand bei mir persönlich der Eindruck, dass teilweise gezielt nach Gründen gesucht wurde, um eine weitere Zusammenarbeit zu beenden. Dies ist meine persönliche Wahrnehmung der damaligen Situationen.
Interessante Aufgaben
Ich habe persönlich Situationen erlebt, in denen ich Projekte in bereits schwierigem Zustand übernommen habe und die spätere Verantwortung für Probleme aus meiner Sicht dennoch stark bei mir gesucht wurde. Das habe ich als sehr frustrierend empfunden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsmittel sind gut.
Das Büro befindet sich im Dachgeschoss. Die hohen Temperaturen in den Büroräumen waren während meiner Beschäftigung wiederholt ein Thema. Aus meiner Sicht wurde hierfür keine ausreichende technische Lösung geschaffen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Firmenfahrzeuge: Diesel (Seat Leon), ein einzelner Sportwagen.
Gehalt/Benefits
Mit meiner persönlichen Gehaltsentwicklung und der Kommunikation darüber war ich rückblickend unzufrieden. Ich hätte mir hier deutlich mehr Transparenz, Verbindlichkeit und nachvollziehbare Perspektiven gewünscht.
Image
Die personelle Situation habe ich während meiner Beschäftigung als wenig konstant empfunden. Für mich entstand dadurch teilweise wenig Kontinuität innerhalb des Arbeitsumfelds. Anscheinend versteht niemand, der auch verantwortlich ist, warum die Leute alle weg möchten. Ist aber auch ein Geheimnis.
Während meiner Beschäftigungszeit entstand bei mir teilweise der Eindruck, dass Arbeitsbelastung, Verantwortung und Vergütung innerhalb des Unternehmens sehr unterschiedlich verteilt waren. Gerade bei hoher eigener Auslastung führte dies bei mir teilweise zu Unverständnis hinsichtlich der internen Aufgaben- und Rollenverteilung.
Wichtig: Schuld sind immer die Mitarbeiter. Die einzigen die zusammenhalten und noch irgendwas tun um alles am laufen zu halten sind die Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Beim Thema Weiterbildung hätte ich mir persönlich deutlich mehr aktive Unterstützung durch den Arbeitgeber gewünscht. Aus meiner Sicht war hier viel Eigeninitiative notwendig, weshalb ich die Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung insgesamt als ausbaufähig empfunden habe.
Wenn man dann doch eine Schulung bekommen hat, aufgrund eines Kundenprojekts, um die man nicht herumkam wurde darüber diskutiert ob man die Arbeitszeiten nur teilweise anrechnet, da ja in dieser Zeit keine aktive abgerechnet werden konnte.