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Vincentz 
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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Zwischen Herzlichkeit und Härte – ein Unternehmen im Wandel

3,9
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Hannover gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kollegiale und hilfsbereite Menschen, soziales Engagement und ehrliche Fürsorge in Notsituationen, gute Benefits (Getränke, Obst, Firmenevents, Homeoffice-Regelung), Weiterbildungsmöglichkeiten

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Starker wirtschaftlicher Druck, hohe Arbeitsbelastung und teils fehlende, teils überflüssige Struktur (wobei an letzterem stark gearbeitet wird). Stimmungsschwankungen durch Umstrukturierungen, teilweise inkonsistente Führungskultur.

Verbesserungsvorschläge

Klare Kommunikation des aktuellen und langfristigen strategischen Zieles durch die Geschäftsführung. Eine monetäre Summe ist dabei für mich authentischer, als eine Mission, die unterschiedlich verstanden werden kann.

Arbeitsatmosphäre

Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren stark verändert, mit nennenswerten strukturellen Anpassungen. Diese Entwicklungen waren/sind spürbar herausfordernd. Gleichzeitig gibt es viele engagierte Menschen, die versuchen, das Beste daraus zu machen.

Im Alltag herrscht grundsätzlich ein freundlicher Umgang. Viele Kolleginnen und Kollegen sind hilfsbereit und herzlich. Durch die Umstrukturierungen und personellen Abgänge in der letzten Zeit war die Stimmung aber spürbar gedrückt. Für mich stellte es sich so dar, dass viele sich Sorgen machen.

Ich habe zugleich die Unternehmenskultur als zwiegespalten erlebt. Einerseits wird viel Wert auf Offenheit, Kollegialität und Teamgeist gelegt. Andererseits ist - wie überall - das finanzielle Ergebnis am Ende des Tages entscheidend. Zwischen der Vorgabe von Eigenverantwortung aller Mitarbeitenden und den tatsächlichen Strukturen entsteht manchmal ein Spannungsfeld, das belastend wirken kann.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber und relevanter Partner. Die wirtschaftlichen Herausforderungen und Personalveränderungen blieben in meiner Wahrnehmung aber auch außerhalb nicht mehr unbemerkt.

Work-Life-Balance

Das Homeoffice an Montagen und Freitagen ist ein Pluspunkt. Gleichzeitig hat der steigende Arbeitsdruck in manchen Phasen das Gleichgewicht spürbar beeinträchtigt. Es gibt eine Zeiterfassung, jedoch nicht für Führungskräfte.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt viele Weiterbildungsangebote und Freiräume, um Neues zu lernen, z. B. Themenwochen. Das bisherige Weiterbildungsbudget empfand ich als top.

Eine echte, geplante Karriere-Entwicklung habe ich jedoch nicht wahrgenommen. Eine klarere strategische Ausrichtung, welche Kompetenzen langfristig relevant sind, oder eine gewisse Personalentwicklung wäre hilfreich - ohne in Vorgaben zu verfallen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt kam immer pünktlich. Teilweise galt ein Tarifvertrag.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Thema Nachhaltigkeit/CO2-Belastung wird zunehmend ernst genommen. Mülltrennung ist Standard. Besonders positiv finde ich das soziale Engagement der Geschäftsführung – sowohl intern bei Hilfsaktionen als auch extern bei sozialen Projekten.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt ist eine der größten Stärken. In schwierigen Situationen haben sich viele gegenseitig unterstützt. Diese menschliche Seite hat für mich den Unterschied gemacht.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleginnen und Kollegen werden geschätzt und als erfahrene Ansprechpartner wahrgenommen. Ich habe eher selten negativen Umgang erlebt. Das Weiterbildungsbudget sehe ich hier als größten Pluspunkt: auch die Älteren können damit "up to date" bleiben, ohne sich für Weiterbildung rechtfertigen zu müssen.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Manche Vorgesetzte waren offen, kommunikativ und lösungsorientiert. Andere wirkten auf mich auf ihre eigenen Ziele fokussiert. Und ich habe immer mal wieder die Übernahme von Verantwortung bei schwierigen Themen vermisst.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind grundsätzlich okay, in manchen Fällen gefühlt eher "voll". Es gibt kostenlos Obst, Kaffee, Wasser. Dazu kommen vom Betriebsrat eingekaufte Suppen, im Sommer kommt auf dessen Bestellung manchmal sogar der Eiswagen. Auch kleine Aufmerksamkeiten wie ein Schokonikolaus führen zu einem Lächeln. Diensthandys waren bestimmten Rollen vorbehalten. Private Hundemitnahme ins Büro wurde geduldet. Die Parkplatzsituation war teilweise angespannt.

Kommunikation

Die Kommunikation erfolgt meist über Teams-Mitteilungen oder Mitarbeiterversammlungen. In Phasen mit vielen negativen Nachrichten fühlte ich mich eher informiert als eingebunden. Trotz Duz-Kultur und grundsätzlich toller Zugänglichkeit zur Geschäftsführung gibt es durchaus eine definierte und gelebte Hierarchie.

Gleichberechtigung

Ich habe keine Diskriminierung erlebt. Frauen sind auch in Führungspositionen vertreten, verschiedene Lebensentwürfe und Orientierungen werden akzeptiert. Vielfalt wird insgesamt selbstverständlich gelebt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten.

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Arbeitgeber-Kommentar

Stefanie BurkhardtPersonalleitung

Liebe:r Bewertende:r! Ich muss bzw. eigentlich MÖCHTE ich an dieser Stelle sagen, dass ich mich für dieses von mir als ausßerordentlich durchdachte, ehrliche, anspruchsvolle und in meinen Augen gewollt realistische Feedback bedanken möchte. Viel Text, in dem viel Wahrheit steckt. Wir sind ein Unternehmen voller hilfsbereiter, engagierter Kolleg:innen mit Herz, das sich in einer Transformation befindet und in dem aktuell nicht immer alles flutscht und leicht von der Hand geht. Dass Transformation Sorge bereitet, kann ich nachvollziehen. Dass Transformation sein MUSS, um veränderten Marktbedingungen gerecht zu werden, ist denke ich auch nachvollziehbar. Manchmal ist der Weg zu einem Ziel steinig, aber wert gegangen zu werden. Wichtig finde ich, dass der Austausch und die Offenheit im Unternehmen da ist und bleibt, zwischen allen Kollegen und allen Hierarchien. Nur wenn man Sorgen, Bedenken, Fragen, Anregungen, Wünsche ... offen be- und anspricht, kann man sie auflösen bzw. gemeinsam angehen. Und man fühlt sich nicht allein. Wir bleiben weiterhin herzlich, hilfsbereit, sozial und offen, da bin ich sehr optimistisch. Liebe Grüße, Stefanie Burkhardt, Personalleitung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.