Gute Rahmenbedingungen, aber problematische Zusammenarbeit: Gatekeeping, Verzögerungen und respektloser Ton
Verbesserungsvorschläge
Klare Teamregeln für respektvolle Kommunikation und Zusammenarbeit (auch mit Externen)
Verbindliche Prozesse für Wissensdokumentation und Informationsweitergabe (kein „Gatekeeping“)
Strukturierte Onboarding-/Supportprozesse statt personenabhängiger Unterstützung
Führungskräfte stärker befähigen, Konflikte früh zu erkennen und aktiv zu moderieren
Feedbackkultur: sachlich, konkret und unter vier Augen statt öffentlich
Arbeitsatmosphäre
Ich war grundsätzlich motiviert und habe mit hoher Arbeitsmoral gearbeitet. Leider wurde mein Gesamteindruck von der Firma stark durch die Zusammenarbeit im direkten IT-Umfeld geprägt.
Zu Beginn trat ein sehr erfahrener Kollege aus Commerzban freundlich und unterstützend auf. Mit der Zeit zeigte sich jedoch aus meiner Sicht ein anderes Bild: Die Kommunikation wurde zunehmend aggressiv bzw. herablassend – insbesondere gegenüber Mitarbeitenden auf niedrigeren Ebenen, jüngeren Kolleg:innen sowie externen Partnern. Feedback war oft wenig konstruktiv, und Aussagen („wir machen X“) passten nicht immer zu den späteren Handlungen.
Ich habe über Wochen hinweg sehr zuverlässig an meinem zugewiesenen Thema gearbeitet und zusätzlich eine wichtige Veränderung/Optimierung für das IT-Team organisatorisch vorangetrieben. Gleichzeitig hatte ich häufig den Eindruck, dass notwendige Unterstützung bewusst verzögert wurde: Der Kollege verwies regelmäßig auf extreme Auslastung, Hilfe wurde angekündigt, kam aber oft nicht oder erst sehr spät. Auch wichtige Informationen wurden aus meiner Sicht nicht transparent geteilt, was die Zusammenarbeit erschwerte und unnötige Reibungsverluste erzeugte.
Work-Life-Balance
Wichtig: Ich glaube nicht, dass die gesamte Firma „schlecht“ funktioniert. Mein Eindruck ist eher, dass es in diesem kleineren IT-Bereich deutliche Schwächen in Teamkultur, Wissensaustausch und Führung/Moderation gab.
Kollegenzusammenhalt
Ein weiteres Problem war für mich die fehlende fachliche Steuerung durch die direkte Führung. Meine Vorgesetzte wirkte grundsätzlich fair, hatte jedoch aus meiner Sicht nicht genug Einblick in die Fachdomäne, um die Situation wirksam zu moderieren. Dadurch entstand der Eindruck, dass eine einzelne Person sehr viel Einfluss auf Entscheidungen hatte – bis hin zur Entscheidung über meinen Verbleib nach der Probezeit. Am Ende wurde ich nach der Probezeit aus dem Unternehmen entfernt. Das war für mich menschlich und professionell sehr belastend – so schlecht habe ich mich in einem Job selten gefühlt, obwohl Einsatzbereitschaft und Verlässlichkeit für mich zentral sind.
Kommunikation
Besonders schwierig wurde es, nachdem deutlich wurde, dass ich Aufgaben und Abstimmungen eigenständig vorantreiben kann und nicht von dieser Person abhängig bin. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Kooperationsbereitschaft spürbar ab, und die Informationslage wurde aus meiner Sicht noch intransparenter.