Frustrierend aktuell
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Möglichkeit der 50/50 Homeoffice-Regelung
- Fahrtkostenzuschuss
- einzelne engagierte Kolleginnen und Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- ständige Richtungs- und Kurswechsel
- extrem viel Druck auf Mitarbeitende in den vertrieblichen oder vertriebsnahen Abteilungen
- Aktionismus ohne nachhaltige Ursachenlösung
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte aufhören, Symptome zu verwalten, und anfangen, Ursachen zu lösen. Ständiger Aktionismus, neue Rollen und immer neue Strategien ersetzen keine funktionierenden Produkte, saubere Prozesse und realistische Ziele.
Führung muss Verantwortung übernehmen. Es braucht weniger Führungsebenen und deutlich weniger Selbstdarstellung, dafür mehr Verlässlichkeit, Entscheidungsstärke und echtes Einstehen für die Teams.
Leistung und Loyalität müssen wieder zählen. Wenn über Jahre hinweg keine Gehaltsentwicklung stattfindet, während neue Managementpositionen geschaffen werden, sendet das ein klares und frustrierendes Signal an die Mitarbeitenden.
Diversität und Gleichberechtigung dürfen kein Marketingthema sein. Grenzüberschreitende Aussagen müssen ernst genommen werden, und Vielfalt muss sich sichtbar in Führungspositionen widerspiegeln.
Solange an diesen Punkten nichts grundlegend geändert wird, bleibt die Kluft zwischen Anspruch und Realität groß.
Arbeitsatmosphäre
Schwieriges Thema. Es gibt positive Punkte, wie sehr nette Kolleg:innen, und die Möglichkeit von 50% Homeoffice. Aber der zunehmende Druck im Vertrieb bei gleichzeitig kaum vorankommender Produktentwicklung, die Missgunst einiger Vorgesetzten und fehlende Gehaltserhöhungen in den letzten Geschäftsjahren drücken die Atmosphäre sehr. Häufige Richtungswechsel und Aktionismus ohne nachhaltige Umsetzung machen das Arbeiten zusätzlich anstrengend.
Kommunikation
Ich finde, das war mal stärker, aktuell grenzt es an eine Katastrophe. Zentrale Informationskanäle oder Helpdesks werden zunehmend vernachlässigt, Änderungen von Produkten oder Verkaufsregeln kommen oft verspätet oder gar nicht an und wichtige Verkaufsunterlagen fehlen regelmäßig.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb von Teams oft sehr gut, teamübergreifend leider teilweise sehr ausbaufähig.
Work-Life-Balance
Man nimmt vielleicht etwas von der aktuellen Stimmung mit nach Hause, selten aber Überstunden - das passt wirklich.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt tolle Führungskräfte, die sich klar für ihre Teams einsetzen. Und es gibt Führungskräfte, die sich klar für sich selbst einsetzen: mit einen spürbaren Fokus auf Eigeninteressen, ohne Verantwortung zu übernehmen. Zudem unnötig viele Führungspositionen, dessen Arbeit dem scherzhaften Namen einer "Human E-Mail" sehr gerecht werden.
Interessante Aufgaben
Am Ende sieht jeder Tag gleich aus und man hört leider in den letzten Jahren immer die selben Kritikpunkte von Kunden.
Gleichberechtigung
Nach außen positioniert sich das Unternehmen modern, intern zeigt sich jedoch ein sehr konservatives Bild. Insbesondere auf Leadership-Ebene fehlt es deutlich an Diversität und Frauen in Führungspositionen (was von den Verantwortlichen in Company Meetings aber gern schöngeredet wird). Auch in Bezug auf in Bezug auf Geschlecht, ethnische oder kulturelle Zugehörigkeit und LGBTQ+-Themen habe ich persönlich schon einige grenzwertige Kommentare mithören müssen - es wird aber von den verantwortlichen Führungskräften hingenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang wirkt grundsätzlich respektvoll, Anerkennung für lange Betriebszugehörigkeiten (10/20/30 Jahre) findet allerdings nur als "Glückwunsch" in irgendeinem internen News-Post statt.
Arbeitsbedingungen
Gut: 50/50 Homeoffice-Regelung und sehr zentrales Büro mit recht modernen Räumlichkeiten
Schlecht: Die Bürotechnik ist veraltet, an vielen Arbeitsplätzen fehlen grundlegende Arbeitsutensilien.
Gehalt/Benefits
Gut: Gehalt kommt pünktlich.
Schlecht: Über Jahre hinweg gab es keine Gehaltsentwicklung ohne Beförderung, während gleichzeitig neue Management- und Director-Positionen geschaffen wurden.
Image
Mitarbeitende sprechen intern zunehmend kritisch über das Unternehmen, was vor allem an den genannten strukturellen Themen liegt.
Auch auf Kundenseite ist das Image nicht durchgehend positiv, da bekannte Kritikpunkte seit Jahren bestehen bleiben.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Vertrieb sind begrenzt und wenig transparent. Nachhaltige Entwicklung abseits von reinen Titelwechseln findet kaum statt.


