Schlimme Ausbildungszeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich das Fehlen einer professionellen und neutralen Führungskultur. Anstatt eines unterstützenden Lernklimas herrschte ein toxisches Umfeld, in dem Mobbing unter Mitschülern durch Lehrkräfte ignoriert, bagatellisiert oder durch eine einseitige Parteiergreifung sogar aktiv gefördert wurde. Lehrkräfte ließen sich in soziale Klassendynamiken einbinden und diskreditierten Auszubildende vor der gesamten Klasse. Subjektive, negative Vorab-Einschätzungen über Auszubildende wurden an Praxisstellen weitergegeben, was ein unvoreingenommenes Lernen von Beginn an unmöglich machte. Beschwerden über Mobbing und Schikanen – selbst innerhalb des Wohnheims – wurden vom Betriebsrat und der Schulleitung nicht ernst genommen, sondern mit Ignoranz oder Druck beantwortet.
Individuelle Bedürfnisse (wie bei Neurodivergenz) wurden nicht als Vielfalt wahrgenommen, sondern als Anlass für Ausgrenzung und Bloßstellung genutzt, nach dem Motto: "Wir respektieren dich nicht, wenn du anders bist." Im nächsten Unterrichtsthema wurde dann paradoxerweise betont, wie wichtig Vielfalt sei und auf die besonderen Bedürfnisse andersartiger Menschen Rücksicht zu nehmen.
Verbesserungsvorschläge
Die Schule sollte dringend an einer wertschätzenden und psychisch gesunden Lernkultur arbeiten. Pflege ist ein Beruf, der hohe Empathie erfordert – dies kann man jedoch nur leisten, wenn man selbst in einem Umfeld ausgebildet wird, das Respekt und psychische Gesundheit fördert. Ein negatives Klima belastet nicht nur die Auszubildenden, sondern wirkt sich langfristig negativ auf die spätere Qualität der Patientenversorgung aus. Lehrkräfte sollten hier als Vorbilder fungieren und für Inklusion statt Ausgrenzung stehen.
Die Ausbilder
Vorgesetzte handelten bei Konflikten nicht neutral, sondern ergriffen einseitig Partei. Sachliche Anliegen wurden abgewertet oder ignoriert, und die Kommunikation mit Praxisstellen war von subjektiven Vorurteilen statt von professioneller Begleitung geprägt.
Spaßfaktor
Die Atmosphäre gestaltete dies schwierig.
Es kam sogar so weit, dass meine Klassenlehrerin ankündigte, das Thema Mobbing (durch einen Psychologielehrer) als Unterrichtsthema zu besprechen, um mich vor der Klasse implizit anzugreifen, indem mir fälschlicherweise vorgeworfen wurde, ich sei die Ursache für Mobbing-Konflikte, obwohl ich dort der Außenseiter durch Mobbing wurde.
Respekt
Respektvoller Umgang beginnt bei der Schulleitung und den Lehrkräften – dieser war für mich hier nicht spürbar. Anstatt als neutrale Vorbilder zu agieren, wurden Auszubildende vor der Klasse verspottet oder bei externen Stellen durch subjektive Vorurteile diskreditiert. Eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe fand nicht statt; Kritik wurde abwertend geäußert, persönliche Anliegen wurden ignoriert oder als Belastung abgetan.
Arbeitsatmosphäre
Das Lern- und Arbeitsklima war durch Mobbing-Tendenzen belastet. Als Auszubildende erlebte ich eine mangelnde Inklusionsbereitschaft bei neurodivergenten Persönlichkeiten. Das Umfeld war von Ausgrenzung und einer Stimmung geprägt, in der sich Mitschüler und Lehrkräfte gegenseitig in abwertendem Verhalten bestätigten.


