Silo-Denken, in meinen Augen rückschrittliche Unternehmenskultur und hohe Fluktuation.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nach der Trennung blickt man positiv nach vorne und nicht mehr zurück.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umgang mit Mitarbeitenden, sowohl auf fachlicher wie auch zwischenmenschlicher Ebene.
Sehr hohe Fluktuation.
Fehlende Mitarbeitermotivation und keine Signale, dies ändern zu wollen.
Kein One Company-Gedanke etabliert.
Verbesserungsvorschläge
Fluktuation aktiv entgegenwirken, Beständigkeit in der Führung erreichen.
Mitarbeitende wertschätzen, Verbesserungsvorschläge von internen Fachleuten annehmen, statt auf externe Berater zu setzen.
Frühzeitige, offene, transparente und ehrliche Kommunikation.
Zentralisierung von shared services und Bündelung bei den Fachleuten in den Zentralbereichen.
Exit-Prozess entwickeln und implementieren.
Arbeitsatmosphäre
Kaum Wertschätzung, Motivation musste bei mir intrinsisch erfolgen bzw. war mit dem Gehalt abgegolten. Erfolge werden nicht ausreichend gemeinsam gefeiert.
Image
Es wurde vieles aufgebaut, ohne Marketing- und Kommunikationsbereich verwässert die Marke jedoch stark, jede Tochtergesellschaft arbeitet für sich, wenig Identifikation mit der Gruppe.
Work-Life-Balance
Leistungsdruck sehr hoch unter schwierigen Arbeits- und Marktbedingungen.
Vereinbarkeit Beruf und Familie wird meines Wissens nicht aktiv gefördert.
Urlaub kann flexibel und auch kurzfristig genommen werden, Anrufe und Mails waren bei mir in dieser Zeit aber nicht unüblich.
Nach meiner Erfahrung wurden Überstunden in der Holding nicht systematisch erfasst.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Branchenbedingt schwierig, die wenigen Möglichkeiten zur positiven Veränderung werden nicht ausgeschöpft. Nach meinem Eindruck hatten ESG-Initiativen wenig Unterstützung in der Gruppe.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein paar interne Standard-Schulungen (bspw. MS Office), externe Fort- und Weiterbildung wurde zurückgefahren, das eigene Bauhelden-Programm ist ebenfalls von der Website verschwunden.
Kollegenzusammenhalt
Ist durchaus vorhanden in einigen Gesellschaften oder Teams, aufgrund der hohen Fluktuation jedoch schwierig zu entwickeln. Unternehmen bietet kaum Formate/ Angebote für Teambuilding welche mir bekannt waren, es liegt allein an den Führungskräften und Mitarbeitenden.
Vorgesetztenverhalten
Individuell unterschiedlich, in den Tochtergesellschaften gibt es einige positive Beispiele. Viele wirklich gute Führungskräfte haben das Unternehmen zwischenzeitlich verlassen.
Arbeitsbedingungen
In der Holding teilw. keine klimatisierten Räumlichkeiten, Zugang nicht barrierefrei, IT-Equipment entspricht dem üblichen Standard (aber auch nicht weniger, IT macht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, einen guten Job), die Treppenaufgänge und Sanitärräume wirkten auf mich veraltet.
Kommunikation
Kommunikationsbereich wurde meines Wissen nach komplett abgebaut, da hierfür keine Notwendigkeit gesehen wurde. Intranet wird kaum genutzt. Wenn Information, dann per Rundmail.
Gehalt/Benefits
Ich war fair bezahlt, Bonus war vom Unternehmenserfolg abhängig, keine individuelle leistungsbezogene Zielvereinbarung.
Betr. Altersvorsorge-Programm gut.
Edenred-Karte.
Gleichberechtigung
Absolut teamabhängig und kein geförderter Bestandteil der Unternehmenskultur, wie in vielen anderen Unternehmen. Zahl der weiblichen Führungskräfte im Missverhältnis zu männlichen Kollegen, was vermutlich auch branchenbedingt ist.
Interessante Aufgaben
Kaum Entscheidungsgewalt in den Abteilungen, das meiste läuft Top-Down oder wurde mit dem Investor im Vorfeld entschieden. Reine Abarbeitung von Plänen mit wenig Gestaltungsmöglichkeiten.

