Die vitronet Gruppe war mal offener & moderner Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die emotionale Trennung wird einem sehr leicht gemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auch das Offboarding gehört mit zur Firmenkultur, in meinem Fall verlief dies allerdings mehr als mangelhaft, obwohl die Motivation bis zum letzten Tag hoch war. Während Kollegen mit ähnlicher Betriebszugehörigkeit wertschätzend und mit Blumen verabschiedet wurden, zeigte sich hier erneut der klare Nasenfaktor im Umgang.
Verbesserungsvorschläge
Mein zentraler Verbesserungsvorschlag wäre, die Geschäftsführung kritisch zu hinterfragen. Veränderungen sollten von oben angestoßen werden, da viele Probleme ihre Wurzeln in der Führungsebene haben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist seit dem Investoren Wechsel leider sehr belastend geworden und stark verbesserungswürdig. Es herrscht oft eine angespannte Stimmung, mangelnde Wertschätzung und wenig offener Austausch. Das wirkt sich negativ auf Motivation und Zusammenarbeit aus.
Image
Das Image des Unternehmens ist nachhaltig beschädigt und steht vor großen Herausforderungen. Vertrauen und Glaubwürdigkeit wurden in der Vergangenheit stark beeinträchtigt, sodass eine Erholung aktuell kaum realistisch erscheint.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance gerät immer mehr unter Druck. Zu wenige Mitarbeitende müssen eine viel zu hohen Workload stemmen, der durch die fehlende Struktur und unklare Abläufe zusätzlich unnötig erhöht wird. Das sorgt schnell für Überlastung & Stress.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden komplett gestrichen. Eine persönliche und fachliche Entwicklung wird hier nicht mehr gefördert, was langfristig demotivierend wirkt.
Kollegenzusammenhalt
Durch die wiederholten Kündigungswellen ist der Zusammenhalt im Team stark geschwächt worden. Viele Kolleg:innen fühlen sich verunsichert, und der Teamgeist sowie die Motivation haben deutlich nachgelassen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten in den letzten Monaten war leider absolut inakzeptabel. Entscheidungen wurden unnötig hinausgezögert, was den Arbeitsalltag stark belastet hat. Persönliche Launen und eine gleichgültige Haltung gegenüber den Mitarbeitenden prägten das Verhalten, teilweise herrschte regelrechte Ignoranz.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist solide und die Büros sind gepflegt. Allerdings steht seit Jahren ein Umzug im Raum, der ständig über den Flurfunk kommuniziert wird, ohne verbindliche Aussagen. Nun soll der Umzug zeitnah stattfinden – leider gehen damit wichtige Benefits wie die Hundefreundlichkeit verloren, was für viele Mitarbeitende einen echten Nachteil darstellt.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen hat sich deutlich verschlechtert, seit das gesamte Kommunikationsorgan im Laufe des Jahres entlassen wurde. Informationen werden kaum noch transparent geteilt, was zu Verunsicherung und Missverständnissen führt. Auch die wieder eingeführte Anwesenheitspflicht von 3 Tagen wird die Kommunikation nicht fördern.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltssystem ist leider absolut vom Nasenfaktor abhängig. Wer über Personalvermittlung oder ein Beraterteam kam und gut verhandelte, konnte deutlich mehr verdienen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird hier leider nicht gelebt. Männliche Kollegen wurden oft für Banalitäten übermäßig gelobt, während queer feindliche Äußerungen von der Geschäftsführung toleriert und billigend in Kauf genommen wurden.
Interessante Aufgaben
Die spannenden und herausfordernden Aufgaben sind komplett weggefallen, da das gesamte Projektgeschäft gestoppt wurde. Statt Fortschritt zu fördern, ging es nur noch darum, das absolute Minimum zu verwalten. Kreativität und Weiterentwicklung blieben dadurch komplett auf der Strecke.

