Keine Strategie, kein Leadership, keine Manieren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Produkt. Die Erbsen können ja nix dafür.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
"When you look at a leader, is it clear to you that they know their job is to serve the people they lead and not be served by them?" Brené Brown
Bei vly gehen alle Erwartungen nur in eine Richtung, guess which.
Verbesserungsvorschläge
Dringend ein paar Bücher über gutes Leadership lesen (Brené Brown, Simon Sinek) oder einfach die Geschäftsleitung an jemanden abgeben, der/die weiß, was er/sie tut.
Und sich vll mal mit den Persönlichkeitsmerkmalen der "dark triad" beschäftigen und dabei kritisch in den Spiegel schauen.
"Good communication is a skill that's based in clarity, discipline and accountability". Brené Brown – hier fehlt alles.
Arbeitsatmosphäre
Extrem volatil. Sexistische Strukturen, die natürlich niemand so benennen würde, weil es keinem (der Männer) auffällt. Auch sehr junge und beruflich gänzlich unerfahrene Männer werden hier sehr ernst genommen und können auch als Underperformer weit kommen, vor allem, wenn sie den Geschäftsführer in seinem Gefühl bestätigen, ein echter Bigshot zu sein. Frauen (vor allem junge Frauen, wie Werkis) wird hier nicht zugehört, weil die internalisierte Misogynie das nicht zulässt.
Work-Life-Balance
War bei mir nicht gut, weil ich die meiste Zeit nach der regulären Arbeitszeit damit beschäftigt war, mich zu fragen, was zum Geier hier abgeht.
Karriere/Weiterbildung
Die einzige Weiterbildung sind Gespräche mit einem Coach, dessen Aufgabe es ist zu verhindern, dass man sofort wieder hinschmeißt. Die Probleme mit der Geschäftsführung sind ihm bestens bekannt.
Kollegenzusammenhalt
War in meinem Team wunderbar und auch nötig – sonst geht man psychisch kaputt. Trauma bonding mit Herz und ganz viel Humor.
Vorgesetztenverhalten
Ein Potpurri aus Red Flags:
Micromanagement zu einem Ausmaß, dass im Nachhinein wirklich satirisch wirkt. Die Kommunikationsskills des Geschäftsführers sind nicht vorhanden, auch wird die Meinung von heute morgen schon veraltet sein. Es wird ständig mit zweierlei Maß gemessen: man selbst soll jede noch so kleine Information immer und sofort weitergeben ("weil ich mich sonst nicht abgeholt fühle") aber bekommt selbst nichts ohne 10x nachzufragen. Zum schreien.
Absolute Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig wird man selbst nicht befähigt, welche zu treffen – es ist, als würde man im Schlamm stecken.
Nichts wird rein fachlich gesehen, es geht immer auch um die persönliche Ebene: man kann den Geschäftsführer nur enttäuschen, die Frage ist lediglich, zu welchem Ausmaß.
Arbeitsbedingungen
Das Team muss ständig psychisch umsorgt werden, weil hier jeder mental ausbrennt – logisch, wenn man täglich der Willkür von oben ausgesetzt ist.
Es brodelt allgemein hinter der Fassade, was keine Überraschung ist, wenn im Büro regiert und gewaltet wird wie früher am Hofe und eine Person alles aus dem Bauch heraus entscheidet, ohne Weitblick oder Plan.
Kommunikation
Ach je. Ganz schwierig. Ich sags mal so: ein erfolgreicher Gründer ist noch lange kein guter Geschäftsführer und selten ein inspirierender Leader. Ein bisschen Selbstreflexion goas a long way.
Gleichberechtigung
Wie gesagt: alle Heads (mit Ausnahme von mir) waren Männer (ist einfach viel leichter so!).
Interessante Aufgaben
Standart.