Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv finde ich besonders den guten Zusammenhalt unter den Kollegen und die gegenseitige Unterstützung. Mit der direkten Teamleitung komme ich gut zurecht. Bei Urlaub und privaten Terminen zeigt sich die Firma entgegenkommend, wenn man Wünsche frühzeitig anspricht. Die Arbeitszeiten sind gut planbar. Auch die Rücksicht auf ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte sowie vorhandene Benefits und Maßnahmen zum Umweltschutz finde ich gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mich stören vor allem die mangelhafte Kommunikation, unklare Zuständigkeiten und fehlende Verbesserungen trotz wiederholt angesprochener Probleme. Informationen kommen oft unvollständig oder widersprüchlich an, auch zu Benefits. Auf manchen Führungsebenen fehlen mir Wertschätzung, ein respektvoller Umgang und eine glaubwürdige Vorbildfunktion. Regeln werden aus meiner Sicht nicht für alle gleich angewendet.
In der Fertigung belasten teilweise veraltete, störanfällige Maschinen, umständliche Spannmethoden und die starke Sommerhitze. Die Arbeit ist häufig eintönig und kräftezehrend, die Erholung kommt für mich zu kurz. Zudem empfinde ich die Grundvergütung angesichts der Anforderungen als zu niedrig. Berufserfahrung, Leistung und zusätzliche Qualifikationen sollten stärker berücksichtigt werden. Bei Aufstieg und Weiterbildung sehe ich zu wenig Perspektiven.
Verbesserungsvorschläge
Die wichtigsten Verbesserungen wären für mich eine verlässliche Kommunikation, klare Zuständigkeiten und ein respektvoller Umgang auf allen Führungsebenen. Informationen und Absprachen sollten vollständig bei den Beschäftigten ankommen. Benefits und ihre Voraussetzungen müssen allen verständlich erklärt werden. Führungskräfte sollten Regeln selbst vorleben, gute Arbeit anerkennen und Beschäftigte fair behandeln.
In der Fertigung wünsche ich mir gezielte Investitionen in zuverlässige Maschinen, moderne Spannvorrichtungen und ergonomische Arbeitsabläufe. Dazu gehören wirksame Maßnahmen gegen die Sommerhitze und eine Arbeitsorganisation, die Belastung und Erholung stärker berücksichtigt.
Auch eine angemessenere Grundvergütung, die Erfahrung, Leistung und Verantwortung besser berücksichtigt, sowie nachvollziehbare Aufstiegswege und gezielte Weiterbildung würden viel verbessern. Vorhandene Qualifikationen sollten stärker genutzt werden. Entscheidend ist, dass auf angesprochene Probleme konkrete Maßnahmen und erkennbare Verbesserungen folgen. Der gute Kollegenzusammenhalt und die Rücksicht auf gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte sollten dabei erhalten bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich als angespannt. Auch im Umgang mit anderen Beschäftigten ist für mich häufig Unzufriedenheit spürbar. Probleme werden zwar angesprochen, erkennbare Verbesserungen bleiben aus meiner Sicht aber oft aus. Dadurch entsteht das Gefühl, dass viel geredet wird, sich im Alltag jedoch wenig verändert.
Wertschätzung für die geleistete Arbeit spüre ich kaum. Zudem habe ich den Eindruck, dass nicht für alle dieselben Regeln gelten. Von Führungskräften wünsche ich mir, dass sie die Erwartungen an die Beschäftigten selbst vorleben, auch beim Thema Sicherheit. Hier fehlt mir teilweise die Vorbildfunktion.
Der Umgangston von Vorgesetzten ist aus meiner Sicht nicht immer respektvoll und auf Augenhöhe. Dazu kommen zeitweise Arbeitsdruck und das Gefühl, dass den Beschäftigten zu wenig Vertrauen entgegengebracht wird. Die starke Hitze in der Halle im Sommer belastet zusätzlich. Wirksame Maßnahmen dagegen nehme ich bislang nicht ausreichend wahr.
Mehr Fairness, ehrliche Anerkennung, ein respektvoller Umgang und sichtbare Verbesserungen bei bekannten Problemen würden die Stimmung deutlich verbessern.
Image
Das Image empfinde ich als durchwachsen. Außenstehende sehen Vogelsang häufig als guten Arbeitgeber, während ich intern von vielen Kollegen seit Längerem Unzufriedenheit mitbekomme. Es gibt aber auch zufriedene Beschäftigte. Die positive Außendarstellung passt aus meiner Sicht nur teilweise zum Arbeitsalltag, etwa bei beworbenen Benefits und deren Kommunikation. Ich arbeite grundsätzlich noch gerne hier, würde bei einem vergleichbaren Angebot mit besserer Bezahlung und unbefristetem Vertrag aber einen Wechsel erwägen.
Work-Life-Balance
Bei privaten Terminen und Urlaub erlebe ich die Firma als entgegenkommend, wenn man seine Wünsche frühzeitig anspricht. Die Arbeitszeiten sind gut planbar, und aktuell fallen keine Überstunden an. Nach Feierabend kann ich meistens auch abschalten.
Trotzdem empfinde ich meinen Arbeitsalltag als kräftezehrend. Unter der Woche bleiben mir wenig Zeit und Energie für Familie und Freizeit. Auch nach dem Wochenende fühle ich mich häufig nicht ausreichend erholt, um wieder fit in die neue Woche zu starten. Die organisatorische Vereinbarkeit funktioniert für mich insgesamt gut, die tatsächliche Erholung kommt jedoch zu kurz.
Karriere/Weiterbildung
Bei Karriere und Weiterbildung sehe ich wenig spürbare Möglichkeiten. Auch bei Kollegen nehme ich kaum Entwicklungsperspektiven wahr. Zusätzliche Qualifikationen führen nach meiner Beobachtung nicht unbedingt zu anspruchsvolleren Aufgaben oder Aufstiegschancen. Ich wünsche mir, dass vorhandenes Wissen stärker genutzt und die berufliche Entwicklung gezielter gefördert wird.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarif des Metallhandwerks. Gemessen an den Anforderungen in der CNC-Fertigung, der Verantwortung und der körperlichen Belastung empfinde ich das Gehalt als zu niedrig. Aus meiner Sicht passen der industrielle Anspruch des Unternehmens und die Vergütung nicht ausreichend zusammen.
Berufserfahrung, zuverlässig gute Arbeit und Einsatzbereitschaft sollten sich stärker im Gehalt widerspiegeln. Schichtzulagen und kleinere zusätzliche Zahlungen verbessern den Verdienst zwar, ersetzen für mich aber kein angemessenes Grundgehalt. Insgesamt sehe ich bei der Bezahlung deutlichen Verbesserungsbedarf. Positiv sind die vorhandenen Zusatzangebote, beispielsweise ein Vorteilsportal mit Rabatten für verschiedene Shops, Technik, Mobilfunkverträge und Reisen sowie Ticket Plus. Allerdings werden diese Angebote aus meiner Sicht nicht ausreichend bekannt gemacht, sodass nicht alle Beschäftigten davon wissen und sie nutzen können.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umweltbewusstsein erlebe ich insgesamt positiv. Müll wird getrennt, und mit Spänen, Öl und Kühlschmierstoffen wird nach meiner Beobachtung ordentlich umgegangen. Auch beim Materialverbrauch und Energiesparen wird aufgepasst: Maschinen werden abgestellt, die Beleuchtung schaltet automatisch ab und die Druckluft wird am Wochenende abgeschaltet. Undichte Stellen werden repariert.
Auf den Hallendächern gibt es Photovoltaikanlagen sowie einen großen Stromspeicher. Soweit mir bekannt ist, ist die vollständige Inbetriebnahme allerdings noch nicht abgeschlossen. Bei der Sauberkeit sehe ich Verbesserungspotenzial.
Positiv finde ich außerdem die Rücksicht auf ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte. Weiteres soziales Engagement kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist aus meiner Sicht sehr gut. Wir verstehen uns, helfen uns gegenseitig und finden gemeinsam Lösungen, wenn Unterstützung gebraucht wird. Der Umgang untereinander ist respektvoll, ohne Streit oder Anschreien. Auch gemeinsames Grillen oder ein Bier nach Feierabend gehören mal dazu. Das Miteinander passt und ist für mich ein klarer Pluspunkt.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren und gesundheitlich eingeschränkten Kollegen erlebe ich positiv. Nach meiner Beobachtung wird darauf geachtet, körperliche Belastungen zu berücksichtigen und passende Aufgaben zu finden. Wenn Unterstützung benötigt und angesprochen wird, werden praktische Lösungen ermöglicht, beispielsweise ein Firmenfahrrad für längere Wege auf dem Gelände. Hier wird aus meiner Sicht Rücksicht genommen.
Vorgesetztenverhalten
Mit der direkten Teamleitung komme ich gut zurecht. Mein negatives Bild vom Vorgesetztenverhalten betrifft vor allem die darüberliegende Führungsebene. Hier empfinde ich den Umgangston häufig als herablassend und wenig respektvoll. Wertschätzung und ein Austausch auf Augenhöhe fehlen mir.
Zudem werden aus meiner Sicht Regeln eingefordert, die selbst nicht konsequent vorgelebt werden. Das schwächt die Glaubwürdigkeit und die Vorbildfunktion, auch beim Thema Sicherheit. Ich wünsche mir eine faire Behandlung, klare Absprachen und Führungskräfte, die die eigenen Erwartungen auch selbst erfüllen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen empfinde ich als sehr unterschiedlich. Es gibt moderne CNC-Technik, gleichzeitig wird teilweise mit alten, störanfälligen Maschinen und aus meiner Sicht überholten Spannmethoden gearbeitet. Besonders im Fräsbereich fehlen mir zeitgemäße Vorrichtungen, die das Aufspannen erleichtern und körperliche Belastungen reduzieren.
Teilweise werden Maschinen für Aufgaben eingesetzt, für die sie aus meiner Sicht nur bedingt geeignet sind. Investitionen sind zwar sichtbar, kommen aber nach meinem Eindruck nicht ausreichend dort an, wo sie den Arbeitsalltag spürbar verbessern würden. Zwischen moderner Ausstattung und umständlicher, körperlich anstrengender Arbeit besteht dadurch eine große Lücke.
Zusätzlich belastet die starke Hitze in der Halle im Sommer. Insgesamt wünsche ich mir eine gezieltere Modernisierung, zuverlässigere Maschinen und mehr Augenmerk auf ergonomisches Arbeiten.
Kommunikation
Die Kommunikation empfinde ich als großes Problem im Unternehmen, auch über die eigene Abteilung hinaus. Es reden viele mit, aber häufig fehlt eine klare Abstimmung darüber, wer zuständig ist und welche Informationen verbindlich sind.Wichtige Informationen werden teilweise gar nicht, unvollständig oder zu spät weitergegeben. Manchmal wirkt es wie stille Post: Beim nächsten kommt etwas anderes an als ursprünglich besprochen. Das führt zu Missverständnissen und vermeidbaren Fehlern, weil den Beschäftigten die richtigen Informationen fehlen oder widersprüchliche Aussagen gemacht werden. Eine nachhaltige Verbesserung nehme ich bislang nicht wahr. Klare Zuständigkeiten, abgestimmte Anweisungen und eine zuverlässige Weitergabe von Informationen würden den Arbeitsalltag deutlich erleichtern. Benefits wie das Vorteilsportal oder Ticket Plus sind nicht allen bekannt. Trotz Werbung in Stellenanzeigen wird Ticket Plus laut mehreren Kollegen auch in deren Vorstellungsgesprächen nicht erwähnt. Bei späterer Nachfrage heißt es, das hätte vor Vertragsabschluss vereinbart werden müssen. Hier fehlen klare Informationen zu Angeboten und Voraussetzungen.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung ist mir bislang nichts Negatives aufgefallen. Soweit ich es in meinem Arbeitsalltag beurteilen kann, empfinde ich den Umgang als fair.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind durch die Serienfertigung überwiegend wiederkehrend und auf Dauer eher eintönig. Unterschiedliche Maschinen und Bauteile bringen gelegentlich etwas Abwechslung und können interessant sein. Im Kern ähneln sich die Abläufe aber stark, sodass ich die Arbeit insgesamt als wenig abwechslungsreich empfinde.