Als Mitarbeitender überwiegt die Enttäuschung und der Frust !
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt zahlreiche Benefits, die durchaus positiv zu werten sind. Auch die Möglichkeit der Gleitzeit ist gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben. Es ist einfach so, dass ich die Gestalterbank als Arbeitgeber keinem guten Freund empfehlen kann. Dafür liegt zu viel im Argen und ich sehe hier mittelfristig auch keine Wende, ganz im Gegenteil. Alles in allem ist die Gestalterbank nur ein Schatten von dem, was sie ausgibt zu sein.
Verbesserungsvorschläge
Faire und transparente Gehaltspolitik. Ein faires Tantiemesystem, welches Einsatz wieder lohnenswert macht. Ein offener Austausch mit den Vorgesetzten, auf Augenhöhe und nicht von oben herab. Man sollte sich auf seine Stärken konzentrieren und nicht versuchen, alle Bereiche gleichzeitig bespielen zu können. Mut, Kritik anzunehmen und zu akzeptieren.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist nur vordergründig harmonisch, in Summe schauen die meisten Mitarbeitenden nur nach sich selbst. Richtiger Zusammenhalt sieht anders aus. Gerade die nicht ganz gelungene kulturelle Fusion zwischen SBH und der Ortenau zieht sich wie ein roter Faden durch die Bank. Es ist nicht so, dass alle an einem Strang ziehen !
Kommunikation
Welche Kommunikation ? Man erfährt doch mehr via Flurfunk, als von der direkten Führungskraft. Es ist offensichtlich, dass unter den Mitarbeitenden ein völlig unterschiedliches Informationsniveau besteht. Konkrete Rückfragen bleiben meist unbeantwortet, mitunter hat man auch das Gefühl, dass man nicht die Wahrheit gesagt bekommt. Inwieweit dies dem Schutze der Organisation dient kann ich nicht beurteilen. Es gibt einem aber das Gefühl, überhaupt nicht wahrgenommen zu werden.
Kollegenzusammenhalt
Naja, es bestehen sicher lose Freundschaften zwischen manchen Kollegen. Aber ein richtiger Zusammenhalt, ein "Brennen" für das Ganze, besteht definitiv nicht. Auch wenn man dies nach außen hin gerne so kommunizieren mag.
Work-Life-Balance
Danke für die Möglichkeit der Gleitzeit, die manches erleichtert. So kann man auch mal einen Zahnarzttermin wahrnehmen und die Stunden dann später nachholen. Aber eigentlich, sind wir mal ehrlich, ist das in der heutigen Zeit doch selbstverständlich und geht mit Familie manchmal gar nicht anders ?
Vorgesetztenverhalten
Sorry, aber hier kann ich nur mit gutem Willen noch zwei Punkte geben. Vorgesetzte verhalten sich überheblich und nicht auf Augenhöhe, so meine bisherigen Erfahrungen. Eigene Vorschläge und Ideen bleiben ungehört und werden in Entscheidungsprozesse nicht eingebunden (warum eigentlich ?). Es fehlt absolut an Empathie und man bekommt zwangsläufig den Eindruck, dass es nur noch darum geht, dass man selber als Vorgesetzter in positivem Licht dasteht. Es werden zahlreiche Investitionen in die Führungsebene getätigt, der Erfolg ist hier doch mehr als fraglich und für mich nicht zu sehen. Ich empfinde auch nicht, dass die Vorgesetzten untereinander an einem Strang ziehen oder sich den Erfolg gegenseitig gönnen !
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es in jeder Bank, die Frage ist nur, wie man hier unterstützt und gefördert wird. In vielen Bereichen der Bank gibt es keine Unterstützung, man steht gänzlich alleine da. Und man lernt daraus, dass man es dann einfach sein lässt und verschenkt so Potenziale, die den Erfolg der Bank positiv beeinflussen könnten.
Arbeitsbedingungen
Insgesamt zufrieden, wenngleich Großraumbüros beim täglichen Arbeiten eher störend sind. Warum packt man immer mehr Leute in ein und dasselbe Büro ??
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nicht genau beurteilen, aber es gibt manche Projekte, die sich dem Thema annehmen.
Gehalt/Benefits
Hier kann ich leider nur einen Stern vergeben. Im Austausch mit Kollegen zeigt sich immer mehr, dass gestandene Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung innerhalb der Bank benachteiligt werden, Mitarbeiter von extern aber offenbar Narrenfreiheit haben. Besonders erschreckend und absolut nicht zeitgemäß ist die Tatsache, dass es keine Tantieme gibt. Gerade im Vertrieb wirkt dies wie eine Bremse, was absolut schade ist. Es kann doch nicht im Interesse der Bank sein, dass Leistung nicht monetär gewürdigt wird. Meines Wissens wurde diese Regelung im Zuge der Fusion mit der Ortenau intern so umgesetzt.
Image
Wir stellen uns gern besser dar, als wir tatsächlich von außen wahrgenommen werden. Wir sollten erst einmal die Kleinigkeiten zur Zufriedenheit der Kunden erledigen, als fortlaufend größere Paläste zu errichten und neue Fusionen anzustreben. Von einigen Kunden bekomme ich die Rückmeldung, dass wir eine Art Hybris an den Tag legen, die unseren genossenschaftlichen Grundgedanken torpediert und mittlerweile negative Effekte mit sich bringt. Weniger ist manchmal mehr.
Karriere/Weiterbildung
Azubis werden mitunter gefördert. Man hat auch das Gefühl, dass man eher Karriere macht, wenn man nicht aneckt und möglichst zu allem Ja und Amen sagt. Schade, weil unterschiedliche Meinungen ein Unternehmen doch weiter bringen können ?


