Toxische Kultur statt Teamgeist – hier zählt nur Druck von oben
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
ch habe den Eindruck gewonnen, dass bei der Besetzung von Führungspositionen nicht immer fachliche und soziale Kompetenzen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig entsteht aus meiner Sicht zu wenig Transparenz darüber, nach welchen Kriterien qualifizierte interne Mitarbeitende berücksichtigt werden.
Den Umgang mit Konflikten – insbesondere bei Mobbing-Vorwürfen – habe ich als unzureichend erlebt. Betroffene fühlen sich häufig nicht ausreichend geschützt oder unterstützt.
Besonders kritisch empfinde ich den Umgang mit Vielfalt und Religionszugehörigkeit. In meiner Wahrnehmung wird nicht jede religiöse Identität gleichermaßen respektiert, was für ein modernes Arbeitsumfeld problematisch ist.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungskultur habe ich als überwiegend hierarchisch, kontrollierend und wenig empathisch erlebt. Unterstützung und Förderung treten aus meiner Sicht hinter Machtdemonstration und Kontrolle zurück.
Der Umgang mit Diversität – insbesondere in Bezug auf religiöse Hintergründe – wirkte auf mich nicht durchgehend respektvoll, was das Vertrauen in ein inklusives Arbeitsumfeld erheblich beeinträchtigt.
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsatmosphäre? Eher Dauerüberwachung mit Druckbeschallung
Kommunikation
Eine offene und ehrliche Kommunikation habe ich hier nicht erlebt. Wichtige Informationen wurden häufig hinter dem Rücken besprochen, direkte Gespräche vermieden und stattdessen über Teams geklärt – was Misstrauen eher verstärkt als abbaut.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team wirkt oberflächlich. Hinter dem Rücken der Führung wird Kritik geäußert, aber sobald konkrete Schritte nötig wären, um etwas zu verändern, ziehen sich viele zurück. Verlässlichkeit unter Kollegen habe ich kaum erlebt.
Work-Life-Balance
Die propagierte Work-Life-Balance steht für mich im Widerspruch zum Arbeitsalltag. Homeoffice wird zwar angeboten, geht jedoch mit permanenter Kontrolle und strengen Vorgaben einher – selbst private Abwesenheiten müssen dokumentiert werden. Spielraum oder Verständnis für Ausnahmesituationen habe ich kaum wahrgenommen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich als wenig unterstützend und teils abwertend empfunden. Kritik wird aus meiner Sicht nicht konstruktiv aufgenommen, sondern eher als Angriff verstanden. Wer sich weiterentwickeln möchte, stößt häufig auf Widerstand statt Förderung.
Wertschätzung für Mehrarbeit habe ich kaum erlebt – stattdessen herrscht ein starkes Kontrollgefühl und wenig Vertrauen. Diversität und unterschiedliche Hintergründe wirkten auf mich nicht selbstverständlich respektiert, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben empfand ich als wenig abwechslungsreich und stark standardisiert. Eigenständiges Arbeiten oder neue Impulse sind kaum vorgesehen, da klare Vorgaben bestehen, wie Aufgaben zu bearbeiten sind. Zudem hatte ich häufig das Gefühl, mit meinen Ideen oder Einschätzungen nicht ernst genommen zu werden.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung habe ich im Arbeitsalltag nicht durchgehend wahrgenommen. Unterschiede in Einsatz und Verantwortung spiegeln sich aus meiner Sicht nicht immer in Anerkennung oder Bewertung wider.
Das Verhältnis zur Führungskraft empfand ich als wenig kollegial – Hierarchien werden stark betont, und ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe kam für mich zu kurz.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich als sehr belastend empfunden. Es herrscht ein starkes Kontrollgefühl, und organisatorische Abläufe – wie beispielsweise Eintragungen in Schichtpläne trotz fester Arbeitszeiten – wirkten auf mich wenig transparent. Aufgaben werden aus meiner Sicht häufig kurzfristig zugewiesen, ohne vorherige Abstimmung oder Erklärung. Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar kommuniziert worden, was zusätzlich für Unsicherheit sorgt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Nachhaltigkeit wird nach außen stark betont, im Arbeitsalltag konnte ich davon jedoch wenig erkennen. Trotz moderner technischer Möglichkeiten werden viele Unterlagen weiterhin ausgedruckt und papierbasiert verarbeitet, selbst wenn eine digitale Archivierung möglich wäre. Für mich steht das im Widerspruch zu dem kommunizierten Umweltbewusstsein.
Gehalt/Sozialleistungen
Gehaltlich habe ich mich trotz Loyalität und interner Ausbildung nicht angemessen wertgeschätzt gefühlt. Weiterbildungen werden aus meiner Sicht nicht immer entsprechend anerkannt, selbst wenn sie fachlich gleichwertig erscheinen.
Auch bei internen Positionswechseln mit höherer Gehaltsstufe erfolgt die Anpassung nach meinem Eindruck verzögert, sodass Verantwortung und Vergütung nicht zeitgleich zusammenpassen.
Karriere/Weiterbildung
Das Thema Karriereentwicklung wird stark kommuniziert, in der Praxis habe ich jedoch wenig echte Unterstützung erlebt. Insbesondere bei langjähriger Betriebszugehörigkeit scheint die gewünschte Weiterentwicklung häufig auf bankinterne, sehr eng definierte Wege beschränkt zu sein.
Interne Bewerbungsprozesse wirkten auf mich nicht immer transparent oder nachvollziehbar. Anforderungen erscheinen teils erst im Nachhinein klar formuliert, was die Planung erschwert. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass persönliche Netzwerke eine größere Rolle spielen als offiziell kommuniziert wird.

