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Bewertung

Für eine Bank in Ordnung, für alle anderen, insbesondere die, die einen modernen Führungsstil erwarten, nicht gut

2,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Volksbank Karlsruhe in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Zwischen den Kollegen ist die Atmosphäre (außer Personalabteilung und teilweise Führungskräfte) nett. Man kann immer freundlich anrufen, bekommt Hilfe und alle arbeiten konstruktiv miteinander.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich glaube, das wird deutlich. Eine Anmerkung noch: Wenn man als Führungskraft spricht wie ein Politiker/Minister, um ja keine Aussage zu treffen, die angreifbar ist, dann ist das verehrend und unauthentisch.

Verbesserungsvorschläge

Entscheidungen begründen. Der Vorstand sitzt (mit seinen Beratern) im stillen Kämmerchen und grübelt, was man wie der Belegschaft verkauft. Anstatt offen und transparent die Begründung und die Hintergründe von Entscheidungen zu kommunizieren, reiht sich Floskel nach Floskel von regionaler Stärke über Zusammenhalt und weitere Floskeln. Die Mitarbeitenden haben Angst, was in Zukunft passiert, gerade beim Stichwort Trade Republic, und der Vorstand macht für uns den Eindruck, als würde er es entweder ignorieren oder als hätte er selbst keine Idee, wie wir da rauskommen. Ich bin besorgt um meinen Arbeitsplatz und bin damit nicht allein. Dazu wird aber alle paar Monate mal ein Bereich umstrukturiert. Alles dauert so ewig. Egal ob kleine Veränderung oder Innovation. Und der Vorstand sollte sich auch einfach mal entschuldigen können, wenn was schiefgegangen ist, auch wenn sie vielleicht nicht persönlich Schuld waren. Zum Beispiel auch mal für was Kleines wie die Mitarbeiter-bekommen-keinen-Kaffee-mehr-Aktion oder sowas. „Wir haben die Emotionalität des Themas unterschätzt" hat nichts mit Wertschätzung zu tun.

Arbeitsatmosphäre

Größter Kritikpunkt: Führung. Viele Wechsel in bestimmten Bereichen. Man könnte meinen das könnte an Führung liegen. Je nach Bereich oder Abteilung gibt es tolle Vorgesetze die gezwungenermaßen Dinge vertreten (müssen) die sie selbst nicht gut finden. Dann gibt es wieder solche die durch Mikro-Management, einer "impulsiven" Ader (freundlich formuliert) auffallen, oder schlicht keine Kompetenz im (eigenen) Fachgebiet haben.
Generell herrscht ein stark hierarchisches Denken. Entscheidungen sind etwas für Führungskräfte und die (zahlreichen) Berater, genauso wie Feedback und Informationen, oder die zahlreichen Strategie- oder Führungskräftetagungen. Ergebnisse von Workshops, Projekten etc. werden grundsätzlich nicht veröffentlicht und auch nicht im Ansatz ausreichend kommuniziert. Vor der Fusion war das noch ganz anders, und man hatte Vertrauen in den Vorstand, und das Gefühl, informiert zu werden.
Kritische Stimmen/Fragen werden öffentlich eingefordert (Transparente und offene Kultur etc.), aber man hat den Eindruck, dass nicht verstanden wird, dass die hohe Frequenz in der Führungskräfte "durchgewechselt" werden allen bewusst macht wie der Hase wirklich läuft.

Gleichberechtigung

Stark männlich geprägte Kultur, Karriere als Frau mit Kindern sehe ich als eher unrealistisch. Da gibt es erste Fortschritte, aber im Vergleich zu anderen Unternehmen noch ein langer Weg.
Da die Bank zu großen Teilen aus älteren Kollegen besteht, gibt es hier auch keine Diskriminierung. Oder ich habe zumindest persönlich noch keine erlebt.

Arbeitsbedingungen

Banken arbeiten grundsätzlich mit veralteter Software. Und zwar in einem Maß, das man sich als Mitarbeiter aus anderen Unternehmen kaum vorstellen kann. Das Hauptprogramm versprüht den Charme von Windows 2000 (Keine Übertreibung!) und ist entsprechend intuitiv zu bedienen. Kurz zum Vergleich: Die genossenschaftliche Finanzgruppe ist aktuell immer noch dabei, Microsoft Teams einzuführen.
Programme sind teilweise älter als große Teile der Belegschaft. Die jungen und neuen Kollegen sind dementsprechend teilweise geschockt.
Andererseits ist das bei allen Banken so, also da gibt es keinen großen Unterschied.
KI kommt ganz, ganz langsam. Aber auch hier, nach Rücksprache mit meinem Bekanntenkreis, viel langsamer als in anderen Branchen. Die Digitalisierung hinkt insgesamt hinterher. Prozesse sind papierbasiert und schwerfällig.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt in der Finanzbranche ist gut, da muss man nicht drum herumreden. Im Vergleich zu anderen Banken ist es hier eher im unteren Drittel.
Image ist bei Kunden (vor allem aufgrund der furchtbaren Kommunikation und intransparenten Entscheidungen) schlecht. Siehe Google-Bewertungen der einzelnen Standorte.
Karriere kann man machen, wenn man sich bei den richtigen Personen gut anstellt. Ich habe nicht den Eindruck, dass bei irgendeiner Beförderung oder Personalentscheidung objektiv gehandelt wird. Budget für Weiterbildung etc. gibt es auch nur über (positiven) persönlichen Kontakt mit der eigenen Führungskraft.


Kommunikation

Kollegenzusammenhalt

Work-Life-Balance

Vorgesetztenverhalten

Interessante Aufgaben

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Image

Karriere/Weiterbildung

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Arbeitgeber-Kommentar

Tristan Neumann, HR Referent Recruiting
Tristan NeumannHR Referent Recruiting

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese ausführliche Bewertung genommen haben. Auch wenn Ihre Rückmeldung kritisch ausfällt, sehen wir dies als Zeichen dafür, dass Ihnen die Entwicklung unserer Bank am Herzen liegt. Dafür danken wir Ihnen.

Besonders die von Ihnen angesprochenen Themen Führung, Kommunikation und Transparenz beschäftigen uns intensiv. Wir arbeiten aktuell daran, ein gemeinsames Führungsverständnis über die gesamte Bank hinweg zu etablieren. Uns ist bewusst, dass wir hier noch nicht überall dort sind, wo wir sein möchten. Gleichzeitig befinden wir uns in einer tiefgreifenden Transformationsphase. Veränderungen dieser Größenordnung brauchen Zeit. Dass es dabei an der einen oder anderen Stelle noch haken könne, sei nicht ausgeschlossen.

Wichtig ist uns dabei auch: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat über Workshops, Dialogformate und weitere Beteiligungsmöglichkeiten dauerhaft die Chance, sich aktiv einzubringen und die Zukunft unserer Bank mitzugestalten. Wir sind überzeugt, dass gute Veränderungen nur gemeinsam gelingen können.

Auch Ihre Rückmeldung zur Personalabteilung nehmen wir ernst. Wenn Sie Gespräche oder Rückmeldungen als nicht wertschätzend oder unangenehm erlebt haben, bedauern wir das. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang sollte unabhängig von der jeweiligen Situation selbstverständlich sein

Melden Sie sich gerne bei uns unter: tristan.neumann@vbpur.de.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.