Es war einmal ein Wirtschaftswunder, das nannte sich Volkswagen, mittlerweile ist es leider nur noch traurig
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist vor allem durch die einzelnen Abteilungen gesichert, allerdings nur, wenn sich die Arbeitskultur der Abteilung auch entfalten kann. In den letzten Jahren wurde diese Kultur wiederholt mit Füßen durch Management und Vorstand getreten und viele unbegründete und negative Einschnitte durchgeführt, in der Vorstellung, es mal wieder besser zu wissen.
Image
Seit der Aufkündigung der Beschäftigungssicherung und den vielen auch hausgemachten Problemen leidet das Image stark
Work-Life-Balance
Grundsätzlich durch Betriebsrat sehr gute Work-Life-Balance. Immer wieder gerne von Außenstehenden torpediert, wobei auch der Vorstand hier gut mitmischt und sich negativ über diese Balance äußert.
Karriere/Weiterbildung
Siehe Gehalt / Sozialleistungen, die Karriereentwicklungsmöglichkeiten sind vorerst auf Eis gelegt.
Gehalt/Benefits
Aktuell verdient man noch mit sehr gut im Vergleich zum Rest der Wirtschaft. Aber der Freeze in der Gehaltsentwicklung und das komplett neue Gehaltssystem das eingeführt werden soll und sich wahrscheinlich deutlich schlechter darstellen wird als das aktuelle werden in Zukunft eine Überprüfung des Status zulassen müssen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr Schein als Sein. Viele schöne Präsentationen und das ein oder andere Prestigeobjekt, im Alltag wird aber nicht so stark drauf geachtet wie nach außen beworben.
Kollegenzusammenhalt
In meiner Abteilung galt bis zuletzt das äußere abzuschirmen und sich auf das eigene Team zu konzentrieren. Dadurch war der Zusammenhalt gegen das größere Übel von oben sehr gut, allerdings ging damit auch die abteilungsweite Kultur flöten und es entstanden zunehmend Silos.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden zur Altersteilzeit teilweise gedrängt, ansonsten wird auch mit älteren Kollegen gut umgegangen
Vorgesetztenverhalten
Mal Hü, Mal Hott, je nachdem wen man anspricht. Eine gemeinsam starke Linie wird selten geboten, oft sind selbst die Vorgesetzten ahnungslos. Führungsstärke ist selten zu erkennen, die einen ziehen sich zurück, die anderen schlagen über die Bresche. Wenn man Glück hat, hat man einen wohlwollenden Vorgesetzten, meist ist es jedoch schwieriger geworden
Arbeitsbedingungen
War mal besser, aktuell muss man fürchten, im nächsten Monat ohne Projekt dazustehen, weil plötzlich entschieden wird, dass es keinen Sinn mehr macht oder die Kosten zu hoch seien, oder woanders genutzt werden könnten. Überprüfungen der MA ziehen an, sowohl auf dem Gelände als auch im Projekt
Kommunikation
Sehr schlecht, aber ich habe mir sagen lassen, dass in Konzernen vergleichbarer Größe es nicht besser ist. Dies sollte aber nie der Maßstab sein, gerade mit einem sehr großen Betriebsrat könnte man hier deutlich deutlich mehr erwarten. Informationen kommen zu spät, Flurfunk nimmt Überhand auch aufgrund von Unwissenheit der Vorgesetzten. Im Management weiß die rechte Hand nicht was die linke tut und Machtkämpfe werden auch durch Verbreitung von Gerüchten ausgetragen.
Gleichberechtigung
Wird gelebt, allerdings hinter der Hand nicht überall. Viel plakatives werben, aber manchmal krankt es im Alltag.
Interessante Aufgaben
Waren mal da, bevor das Geld plötzlich gefehlt hat, weil keins mehr aus der Cash-Cow China kam. Als das Geld noch da war gab es viele interessante Projekte, allerdings auch ständige Doppel- oder Dreifachentwicklungen, da jeder Abteilung ihr Ding wollte. Jetzt ist es genau andersrum, Projekte die von den Mitarbeitenden und ersten Führungsriege als wirklich sinnvoll angesehen werden, werden fallen gelassen, während andere Entwicklungen, die mittlerweile to-big-to-fail sind irgendwie weitergerettet werrden. Dabei findet oftmals nicht die nötige Differenzierung statt zwischen wirklich gewinnbringendem Projekt und Projekt das nur existiert, weil die Herrschaften sich Ihren Bonus / Platz sichern wollen in der aktuellen Lage.