Spannendes Unternehmen, leider wenig Wertschätzung und ausbaufähige Führungskompetenz
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Tolle Produkte
- Starke Markenidentität
Verbesserungsvorschläge
- Klare und verlässliche Kommunikationsstrukturen etablieren, sodass Mitarbeitende zeitnah und transparent informiert werden
- Führungskräfte gezielt in Mitarbeiterführung und konstruktivem Feedback schulen, um ein motivierendes und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu fördern
- Flexiblere Home-Office-Regelungen ermöglichen, um zeitgemäße Arbeitsmodelle zu unterstützen und Mitarbeitenden mehr Autonomie zu bieten
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt gut. Regelmäßige gemeinsame Mittagessen, Musikhören im Büro, gute Zusammenarbeit. Bei unvorhergesehenen Verzögerungen in der Planung wurde es allerdings manchmal stressig.
Image
Das Unternehmen vermittelt den Eindruck, ein modernes und junges Unternehmen sein zu wollen. Für mich persönlich wirkten jedoch die Strukturen und Prozesse eher traditionell und konservativ.
Kollegenzusammenhalt
Tolles Team mit dem ich super zusammenarbeiten und auch viel lachen konnte.
Vorgesetztenverhalten
Für mich persönlich war die Kommunikation ambivalent – manchmal wirkte sie kumpelhaft und dialogorientiert, dann wieder kritisch und nicht auf Augenhöhe.
Ich habe Wertschätzung zu Beginn selten erlebt und musste sie aktiv einfordern. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass meine Leistung häufig eher auf Defizite hin bewertet wurde. Das war für mich weder wertschätzend noch motivierend.
Die Erwartungshaltung an meine Einarbeitung habe ich als sehr hoch empfunden – es wirkte auf mich so, als sollte man innerhalb weniger Wochen bereits alles beherrschen. Persönlich hätte ich mir mehr Zeit zum Ankommen gewünscht.
In Sachen Effizienz war meine Beobachtung, dass in vielen Fällen Geschwindigkeit wichtiger war als Gründlichkeit, was für mich nicht immer mit einer hohen Arbeitsqualität vereinbar war. Ich habe die Zeitvorgaben für Projekte oft als ambitioniert wahrgenommen und hatte das Gefühl, dass nicht immer realistisch eingeschätzt wurde, wie lange man für bestimmte Aufgaben braucht.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist gut, man bekommt alles, was man zum Arbeiten braucht. Aus meiner Sicht sind lediglich zwei Tage Homeoffice im Monat nicht mehr zeitgemäß. Ich persönlich habe nicht den Eindruck gewonnen, dass die Begrenzung auf zwei Tage Homeoffice mit der Kommunikation vor Ort oder möglichen gesundheitlichen Risiken zusammenhängt. Vielmehr wirkte es auf mich wie eine Frage des mangelnden Vertrauens.
Kommunikation
Innerhalb des Teams empfand ich die Kommunikation als gut, vor allem durch den direkten Austausch im Büro.
Meiner Erfahrung nach gab es in Einzelfällen eine gewisse Zurückhaltung beim Teilen von Informationen, was für mich den Eindruck von ‚Silodenken‘ erweckte.
Ich habe die Kommunikation der Führungskraft hauptsächlich über Zurufe an der Bürotür oder über Teams erlebt. Eine zeitnahe Antwort auf eigene Fragen in Teams war oft nicht gegeben – manchmal dauerte es Stunden oder Tage.
Zu Beginn meiner Tätigkeit erlebte ich spontane Feedbackgespräche, für die mich die Führungskraft ohne Vorankündigung an der Bürotür zu sich rief, sodass mein Team das mitbekam. Ich hätte mir hier mehr Diskretion gewünscht und die Möglichkeit, mich vorzubereiten. Für mich persönlich fühlte sich die Kritik nicht immer sachlich an, was ich als sehr unangenehm empfunden habe. Später gab es für solche Gespräche immerhin vorab einen Termin.
Interessante Aufgaben
Auf jeden Fall. Das Unternehmen entwickelt sich ständig weiter, man bekommt vielseitige Aufgaben mit viel Eigenverantwortung. Ich habe meine Aufgaben immer als abwechslungsreich und spannend wahrgenommen, auch wenn gelegentlich ganz schön viel auf meinem Schreibtisch lag.