Bloß nicht!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitgeber kalkuliert mit dem Verschleiß seiner Mitarbeiter. Wer nach spätestens zwei Jahren kündigt (länger bleiben Mitarbeiter für gewöhnlich nicht), wird durch einen (billigen!) Praktikanten ersetzt, der dann wieder genau so lange bleibt, bis er das Spiel durchschaut hat.
Verbesserungsvorschläge
Führung ist mehr als das Verbreiten von Angst. Mitarbeiter sind keine Zitrusfrüchte, die man so lange auspresst, bis nur noch der (ver)bitter(t)e Kern übrig ist.
Arbeitsatmosphäre
Nach außen betont locker, nach innen extrem angespannt. Angst und ständiger Druck herrschen vor.
Image
Diese Agentur ist in Deutschland gänzlich unbekannt.
Work-Life-Balance
Entweder Work oder Life. Beides geht hier leider nicht.
Karriere/Weiterbildung
Es existiert eine Unzahl an Phantasiekarrierestufen, die einen konstanten Aufstieg vorgaukeln sollen, aber weder mit mehr Geld noch mit anspruchsvolleren Aufgaben einhergehen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist extrem niedrig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die üblichen CSR-Projekte...
Kollegenzusammenhalt
Schicksalsgemeinschaft. Wir da unten gegen die da oben. Offene Kommunikation und flache Hierarchien werden gepredigt, aber in keinster Weise gelebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Wer bis 45 den Absprung nicht geschafft hat, ist offenbar sehr leidensfähig.
Vorgesetztenverhalten
Eine Führungskultur existiert quasi nicht. Vorgesetzte kaschieren ihre Ahnungslosigkeit in Sachen Mitarbeiterführung durch Druck oder einen unzeitgemäßen Top-Down-Stil.
Arbeitsbedingungen
Extrem viel Arbeit bei extrem wenig Geld zu allenfalls auf dem Papier vorhandenen Aufstiegsmöglichkeiten.
Kommunikation
Es findet keine offene Kommunikation statt. Entscheidungen werden in Hinterzimmern gefällt, die Betroffenen anschließend vor vollendete Tatsachen gestellt.
Gleichberechtigung
Eine Agentur mit einer derart hohen Personalfluktuation kann sich eine Ungleichbehandlung ihrer Mitarbeiter schlicht nicht erlauben.
Interessante Aufgaben
Wer das beständige Wiederkäuen ewig gleicher "key messages" in austauschbaren Pressemitteilungen, die ohnehin niemand liest, erfüllend findet...

