Nicht so schlimm wie anderswo, aber wirklich gut halt auch nicht
Verbesserungsvorschläge
Es wäre schön, wenn die Mitarbeiter, die täglich an der Front stehen und am Kunden arbeiten, dafür von Unternehmensseite Wertschätzung bekämen. Man fühlt sich manchmal eher wie ein notwendiges Übel.
Arbeitsatmosphäre
Mit den meisten Kollegen macht die Zusammenarbeit Spaß, es darf gelacht werden.
Image
Man versucht, das eingestaubte, konservative Image etwas zu modernisieren.
Work-Life-Balance
Bedingt durch die für den Einzelhandel traumhaften Öffnungszeiten ist es im Vergleich mit anderen Geschäften ein Traum. Im Vergleich mit anderen Abteilungen im Haus schon wieder nicht mehr.
Keine Gleitzeit, keine Möglichkeit auf Homeoffice, dafür aber Samstagsarbeit und Mehrarbeit, deren Anrechnung erst sehr umständlich über einen Vorgesetzen beantragt werden und dann noch von HR gutgeschrieben werden muss. Angesammelte Überstunden abzufeiern geht nur, wenn gerade mal niemand in Urlaub ist und der Vorgesetzte einen guten Tag hat. Arbeitspläne kommen zwar direkt für 4 Monate aber oft erst kurz vor Beginn der jeweiligen Planungsperiode. Braucht man an bestimmten Tagen frei, ist man aufs Wohlwollen des Vorgesetzten angewiesen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt ein Fortbildungsportal, das leider für die Mitarbeiter im Verkauf nicht zu nutzen ist, da keine entsprechenden Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Man wird seitens der Vorgesetzten auch nicht ermutigt, sich weiterzubilden. Im Gegenteil, Eigeninteresse wird kleingeredet, Schulungen als überflüssig betitelt. Man könnte ja etwas lernen.
Aus dem Verkauf rauskommen und in eine andere Abteilung im Unternehmen zu kommen ist quasi unmöglich. Dementsprechend sind die Karrierechancen auch eher mau.
Gehalt/Benefits
Tarifgehalt, ist im Einzelhandel halt leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Aber dann auch keinen Cent mehr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es fällt täglich so viel Verpackungsmüll an, der locker zu zwei Dritteln eingespart werden könnte.
Kollegenzusammenhalt
In letzter Zeit herrscht viel Neid und Missgunst in der Abteilung. Einzelne Personen vergönnen anderen eine Beförderung und verbreiten deshalb schlechte Stimmung im Team.
Manche Kollegen, die schon sehr lange dabei sind, nehmen sich Freiheiten heraus, die anderen nicht zugestanden werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Für die älteren Kollegen sicherlich gut. Es wird Rücksicht genommen auf körperliche Einschränkungen.
Für die jüngeren Kollegen hingegen nicht so, denn die alten dürfen sich viele Dinge erlauben, für die die jungen direkt Ärger bekämen.
Vorgesetztenverhalten
Wenn der Vorgesetzte dich mag, hast du Glück und kriegst alles, was du willst. Wenn nicht, hast du Pech und keine Chance.
Generell verdienen die Führungskräfte nicht unbedingt diesen Titel. Hier wurde nach Geschmack und Gefallen ausgewählt, nicht danach, wer die nötigen Fähigkeiten hat. Eine Vorgesetzte, die über ihre Mitarbeiter lästert und ihre Launen an ihnen auslässt braucht eigentlich niemand.
Arbeitsbedingungen
Komplett veraltete Hardware, teilweise kaputtes Inventar, dass solange irgendwie repariert wird, bis es buchstäblich auseinanderfällt.
Kommunikation
Es gibt einen monatlichen Brief vom Geschäftsführer, in dem kurz der vergangene Monat Revue passieren gelassen wird und auf den aktuellen Monat/die Zukunft geblickt wird. Ist ganz nett, bringt für die tägliche Arbeit aber keinen Mehrwert.
Oft muss man relevanten Infos hinterherlaufen und sie sich zusammensuchen, da Dinge entschieden werden, ohne diejenigen zu informieren, die betroffen sind.
Interessante Aufgaben
Es ist Einzelhandel. Klamottenfalten ist nicht sonderlich interessant und anspruchsvoll.


