Gut am Arbeitgeber finde ich
Den leckeren Kaffee, direkt vom Automaten auf der Fläche, welchen wir uns jeder Zeit und in verschiedenen Geschmacksrichtungen selbst ziehen konnten.
Außerdem konnten wir nicht nur Wasser sondern uns auch an den Getränkepacks bedienen mit den Geschmackssorten:
- Apfel, Orange und Traube.
Es gibt ein modernes Zeiterfassungssystem.
Es ist eine lichtdurchflutete Filiale.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Ware pro Quadratmeter wird nicht beachtet, dadurch hatten wir in der Filiale kaum Warenvolumen.
- Zu viele Prospekte, welche die Ware in der Filiale nicht deckten.
- Führungskräfte untereinander wurden von der Bezirksleitung geduzt und die Verkäufer wurden gesiezt.
- Die Richtlinie von Walbusch, macht sich jeder so wie es gerade passt, d.h.: Ware wird auch schon mal vor 15 Uhr ausgepackt oder auf einen Samstag, wird dann auch mal der Warenumbau im vorderen Eingangsbereich durchgeführt - auch mit dem Wissen des Vorgesetzten/Führungskraft.
- Bezirksleitung sollte für die Mitarbeiter im Verkauf, greifbarer sein sowie Interesse an ihnen zeigen.
- Das es Führungskräfte gibt, meiner Meinung und Erfahrung nach, die lieber gute Mitarbeiter opfern, als zu Ihren eigenen Fehlern und Defiziten zu stehen.
Verbesserungsvorschläge
- Sich mehr mit den Verkäufern Vorort austauschen und über das was die Verkäufer, jeder Tag erleben und erfahren, was die Kunden wirklich wollen und die Kunden auch richtig wütend macht... austauschen uuuuuuuund UMSETZEN!
- Sich nicht so auf viele Prospekte fokussieren, wenn die Ware doch noch gar nicht in der Filiale zu kaufen ist.
- Die Geschäftsführung sollte für sechs Monate mit auf der Verkaufsfläche, als Verkäufer, tätig sein. Dann werden viele Probleme sichtbar.
- "UndercoverBoss" sein. Dann wird sich auch was verändern.
- Raus aus Ihrer "Wir sind soooo perfekt"-Blase. Nein, seid Ihr alle nicht!!
Ohne die Verkäufer Vorort, gäbe es keine Buchhaltung, keine Sortimentsabteilung, keine Finanzbuchhaltung und auch keinen Einkauf!
- Diese Themen in den Fokus nehmen:
+ Toxische Führungskräfte/Kollegen
+ Was ist "Gaslighting- Methode"?
+ Mobbing während der Arbeit und wann beginnt es?
+ Mangelnde Leader/Führungskompetenz
+ Höhere Führungsinstanzen, welche mangelnde Führungskompetenz befürworten
+ nicht nur von den jungen/neuen Mitarbeitern einfordern, dass sie ein modernes Umsatzdenken entwickeln, sondern auch von denjenigen die nur noch drei/fünf/sechs Jahre vor der Rente stehen.
Arbeitsatmosphäre
Vor den Kunden war ich immer gut gelaunt und fröhlich.
Als der Kunden raus war, war ich nur noch angespannt, da es für bestimmte Kolleginnen nur wichtig war, wer, welchen Kunden mit welchem dicken Bon (Umsatz pro Bon) verlassen hat. Wer als erstes, im Tagesgeschäft den ersten Bon gemacht hat und wer sich wie verhält.
Hinter meinem Rücken wurde getuschelt, das auch sehr laut stark, sodass ich es extra hören musste. Was mir auch zugesetzt hat, war das ständige negative meckern oder sich aufregen über belangloses, wie:
- Die Musik ist zu laut/ zu französisch...
- Die Klimaanlage ist zu heiß/ kalt...
- Das Wetter ist schlecht...
- Dies/Das wurde, im Tagesgeschäft, falsche gemacht...
- Die Kollektion ist uninteressant, nicht ansprechend...usw.
- Es sind kaum Kunden in der Stadt/ im Laden...
Ständig - jeden Tag, lagen diese Sätze in meinen Ohren und das zerrt an meinen Nerven, auch als optimistischer Mensch.
Eine gute Arbeitsatmosphäre basiert nicht darauf, das ich vor der Arbeit mit Magenschmerzen und unwohl sein hingehe, eine an haltende innere Anspannung verspüre, um gewappnet zu sein für die nächsten Lästerangriffe oder negative Äußerungen.
Image
Nach außen ganz toll, jedoch intern bröckelt das Fundament.
Das was ich bei Walbusch in der Filiale in Oldenburg erlebt und erfahren habe, hat mich dazu veranlasst, dem Einzelhandel als Fachkraft nach 20 Jahren, den Rücken zu kehren!
Prinzipiell kann ich weder Walbusch noch den Einzelhandel an sich, als Arbeitgeber empfehlen!
Und das liegt ganz klar am menschlichen Umgang, miteinander und untereinander sowie Fehlverhalten von Vorgesetzten/ Führungskräften und Managern.
Work-Life-Balance
Im Einzelhandel kommt es drauf an, in welchem Öffnungszeitenmodell man arbeitet.
Hier hatte ich Glück, jedoch wurden intern extreme Minusstunden als etwas normales angesehen und die Chancen für mich daraus zu kommen, waren sehr gering, vor allem als Vollzeitkraft.
Es wurde mir nicht möglich gemacht, Plusstunden aufzubauen, um diese als Freizeitgenuss abzubummeln.
So etwas habe ich, im Einzelhandel, noch nie erlebt!
Karriere/Weiterbildung
Es gab E-Learning, wenn es mir mal mein Vorgesetzter erlaubt hat.
Wenn ich im E-Learning zu schnell war, war es überhaupt nicht richtig und es wurde schweigend mir verweigert, bis ich es in der Anwesenheit der Bezirksleitung erneut angefragt und darum gedrängt habe.
Konnte ich als Vollzeitkraft mit Fachwerdegang, als Filialleitung Karriere machen?
Tja, das wurde mir nie richtig beantwortet.
Gehalt/Benefits
Hast du eine Ausbildung und kannst nachweisen, das du auch Berufserfahrung im Einzelhandel gesammelt hast... bekommst man hier ein gutes monatliches Gehalt bzw. Stundenlohn/brutto sowie Sonderzahlung, ein Mal im Jahr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Geburtstag kauft das Unternehmen, einen Gutschein der "Aktion Mensch". Was schön ist.
Umwelt:
Plastik und Pappe wird getrennt.
Kollegenzusammenhalt
Jeder gegen jeden!
Nach außen, war alles immer tipp top, auch als Verkaufsleiter oder Bezirksleiter zu Besuch kamen. Sonst, existiert ein Zusammenhalt nicht!!
Ein einfaches Beispiel:
Es wurde sich darüber aufgeregt, wenn ich mich mehr mit einer Kollegin verstanden habe (reden, lachen, Witze machen), als mit der anderen.
Wir mussten auf Distanz gehen, um es dieser einen Kollegin rechtzumachen. Das war eine sehr große "RedFlag" für mich - eine von vielen. Die Teamdynamik war, für mich, hier sehr toxisch und krankmachend.
In dieser (toxischen) Intensivität, habe ich es noch nie im Einzelhandel kennengelernt.
Dies war auch einer der vielen Gründe, wieso ich bei Walbusch gekündigt habe.
Umgang mit älteren Kollegen
Ganz empfindliches Thema.
Hier kommt es drauf an, wie sehr sich ein Vorgesetzter/ Führungskraft anhängig(!) macht, von seinen älteren Mitarbeiterinnen!
Jedes Alter war erwünscht, daher der eine Stern.
Wie ich es kennenlernen dürfte hat, meiner Meinung nach, mein Vorgesetzter/ Führungskraft sich viel zu abhängig gemacht von der ehemaligen älteren Kollegin.
Nicht nur von Ihrem Waren/Fachwissen her sondern auch von Ihrer starken Meinung/dominanten Auftreten - auch über andere Kolleginnen, wie mich.
Dadurch hat er es versäumt, sich in wichtigen Situationen, seine eigene Meinung zu erschaffen und danach zu handeln oder auch über sich selbst als Führungskraft hinaus zu wachsen!
Vorgesetztenverhalten
Da ist seeeeehr viel Luft nach oben!
Ich habe das Vorgesetzten/ Führungsverhalten mit Bezirksleitung (BL) und das Vorgesetzten/ Führungsverhalten ohne Bezirksleitung kennengelernt.
Das mit BL:
- freundlich, offen, nett, stets kommunikativ, präsent, positiv - nach Walbuschvorgaben.
Das ohne BL:
- überwiegend nur im Büro sitzend, kam nur mal raus um die (Umsatz)Lage zu checken oder sich zur Pause abzumelden.
- hat sein Ding gemacht, als wäre es sein Laden.
Vorteil: wer sich gut mit Ihm stellte, bekam einen Samstag mehr frei oder musste nicht hinter abgesprochenen Sichten, welche er dann doch noch ohne jede Ankündigung getauscht hatte, hinterherlaufen - wie es bei mir der Fall war.
Schön, wäre es auch gewesen wenn es, respektbehandelte kurze Mitarbeitergespräche, gegeben hätte. Seinen diese auch nur 20 min lang - vor allem in den ersten drei Monaten.
Mir fehlte, bei meinem Vorgesetzten/Führungskraft, ganz klar das "Leader"- Verhalten!
Arbeitsbedingungen
Es ist eine moderne Filiale, in der ich arbeiten konnte. Sie ist optisch sehr schön, sauber und strukturiert.
Morgens, war es wichtig kurz durch zu saugen, sonst war auch zwei Mal die Woche eine nette Reinigungskraft Vorort.
Es gibt vom Gebäude her, keine lärmstörenden Reize.
Kommunikation
Es wurde ja kommuniziert, nur nicht über wichtige Informationen im Arbeitsalltag.
Einmal im Monat wurde eine E-Mail vom Geschäftsführer an alle Filialen versenden und diese war nüchtern, klar und wenig optimistisch.
Letzten Endes geht es auch um viel Geld, was im Einzelhandel, von den Verkäufern erwirtschaftet werden muss! Sodass das Unternehmen wirtschaftlich bleibt. Und die Zahlen sprechen nun mal für sich.
Ebenso wurde von den Bezirksleitern ein mal die Woche eine Mail versendet mit positiven Verkaufsansätzen, die unterschwellig ganz klar die Richtung der Zahlen angaben und wie ich als Mitarbeiterin meine Verkaufsstrategie oder meine Neukundenstatistik noch mehr verbessern konnte. So, hier ist die Kommunikation. Daher der eine Stern.
In der Filiale direkt, gab es kaum vorhandene Kommunikation;
selten wurden, professionelle Mitarbeitermeetings vom Filialleiter durchgeführt. Wer "Meeting-Angst" hat - kein Problem: es gab sie kaum.
Was mir auch fehlte, war ein gemeinschaftlicher, kurzer Austausch (ca. 10min.) mit allen wichtigen "W- Fragen".
Dies um zusetzten war, meinem Filialleiter einfach nicht möglich.
Gleichberechtigung
Wer gut mit dem Vorgesetzten konnte, hatte bessere Chancen.
Diejenigen mussten nicht, hinter wunschfreien Tagen hinterherlaufen oder konnten schneller Ihre Minusstunden abbauen. Jedoch hat das mit dem Wort "Gleichberechtigung in diesem Sinne, nichts zu tun.
Irgendwann habe ich für mich gemerkt, das ich mit meinen inneren Werten und meiner positiven Weltanschauung, nicht bei Walbusch in Oldenburg (Oldenb.) rein passe.
Auch Frauen, haben die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und männliche Berater waren auch willkommen.
Interessante Aufgaben
Was ist im Einzelhandel interessant?
Bei Walbusch gibt es:
- die Onlinebestellungsbearbeitung
- die Retourenbearbeitung
Was es in anderen Betrieben nicht gibt. Das ist Fakt!
Daher zwei Sterne.
Für mich, als Fachkraft mit Ausbildung, war die Beratung das Schönste im Einzelhandel!
Mit den Kunden konnte ich lachen, Spaß haben, ein nettes Gespräch halten und schöne Momente entstehen lassen.
Jedoch ist dies mein Mindset und das hat mit den Aufgaben im Einzelhandel einfach nichts zu tun.
Mir war immer eine akkurate Lagerhaltung/pflege, Warenpräsentation wichtig. Das Zusammenlegen und die dadurch entstandene korrekte Falttechnik sowie Ordnung, waren für mich von wichtiger Bedeutung und eine tolle Aufgabe - neben der Beratung (Warenverständnis).
Wer das nicht toll findet und darin seine Aufgabe nicht sieht, ist im Einzelhandel fehl am Platz.