Traurige Entwicklung
Verbesserungsvorschläge
Seid offener für die wenigen ehrlichen und konstruktiven Kritiken, die euch noch erreichen. Passt besser auf, auf eure zuverlässigen, fleißigen, ambitionierten und treuen Mitarbeiter. Nehmt ernst, was in Schräglage geraten ist und arbeitet ernsthaft an der Verbesserung der Kultur. Macht nicht nur schicke Aushänge.
Entwickelt nur solche Projekte, die auch zuende gebracht werden und lebt sie auch. Seid nahbar, menschlich und fortschrittlich im Umgang mit allen, dann kann es eine Chance geben, wieder zu der Firma zu werden, deren guten Ruf es einmal gab.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre schwindet seit einigen Jahren merklich standort- und abteilungsübergreifend. Überall hört man von unterschiedlichsten Kollegen die gleichen Defizite und Unzufriedenheiten über das normale Maß an typischen Nörgeleien, die es überall gibt, hinaus.
Mitarbeiter trauen sich nicht oder haben resigniert, für ihre Belange einzustehen. Einige fürchten Eskalation bei Offenheit zum direkten Vorgesetzten. Angst, Unsicherheit und Frustration sind schlechte Voraussetzungen des Betriebsklimas.
Kommunikation
Es werden immer mehr bahnbrechende und wunderschön formulierte neue Projekte angepriesen, von denen man den Eindruck hat, dass am Ende keiner so recht weiß, diese auch konsequent zu verfolgen und umzusetzen. Frei nach dem Motto "erstmal anfangen und schauen, ob es passt". Einige Zeit später, wenn es eben nicht mehr passt oder genug Arbeitsstunden verschwendet wurden, schlafen diese Projekte still wieder ein. Manche davon klangen tatsächlich auch anfangs vielversprechend, nur leider wurde hierbei eben nichts umgesetzt, was nachhaltig vorangetrieben hätte. Das trägt nicht gerade zu Glaubwürdigkeit bei und ernstzunehmender Strategie. Kommuniziert wird das fleißig bis es eben zu den anderen Projektleichen in der Versenkung verschwindet.
Kollegenzusammenhalt
Das ist wohl wie in vielen Firmen abhängig von Menschentypen und Abteilungen. Ich habe schon weniger Teamgeist unter Kollegen gesehen.
Work-Life-Balance
Die Regelungen werden unterschiedlich ausgelegt. Es kommt auf Vitamin B an, wenn man über die "für alle geltende Regelung" hinaus Sonderbehandlung möchte.
Für mich ist die allgemeingültige Regelung von mobilem Arbeiten absolut akzeptabel. Nur die Gleichberechtigung fehlt hier gänzlich!
Vorgesetztenverhalten
Das absolute Hauptproblem in meinen Augen ist das Führungsproblem, welches sich durch alle Werke zieht. Fehlende Sozialkompetenz, Arroganz, mangelnde Fachkenntnis von Vorgesetzten, mangelnde oder völlig fehlende Führungskenntnisse, Umgang mit Mitarbeitern mitunter völlig respektlos und unpassend, abteilungsweise kein Verständnis von Weiterentwicklung und Förderung hoch motivierter und ambitionierter Mitarbeiter. Abteilungsweise absolute Kontrolle einhergehend mit Mikromanagement allererster Güte. Mangelndes Verständnis von strategischem Denken. Selbstreflektion mangelhaft, dafür Selbstverherrlichung ausgeprägt. Lästereien, Flurfunk, einander schlecht reden lautstark auf dem Hof über Mitarbeiter und andere Führungskräfte.
Es gibt leider viel zu wenige und dennoch Ausnahmen, in der Masse können sie jedoch den Schnitt nicht ausgleichen.
Interessante Aufgaben
STAUFF hat trotz der schwindenden positiven Eigenschaften spannende Arbeitsfelder, gute Produkte, unterschiedlichste Themenfelder und Bereiche, die ohne die Begleiterscheinungen wirklich attraktiv sind.
Gleichberechtigung
Man hat oft den Eindruck, dass Erfolg einfacher zu erzielen ist, wenn man männlichen Geschlechts ist. Hier gibt es einige wenige Ausnahmen.
Zu Ausnahmen von Regelungen gilt das Nasenprinzip oder die Beziehungen zur Managementetage oder zur HR.
Arbeitsbedingungen
Es kommt auch hier auf die Führungskraft an, wie man ausgestattet wird. Es gibt stark überholungsbedürftige Arbeitsplätze und hypermoderne. Je nachdem wieviel Sinn der Abteilungsleiter darin sieht.
Image
Man brüstet sich gern nach außen als Top Arbeitgeber, ignoriert jedoch gerne die lauter werdenden Stimmen, die sich entweder bereits abgewendet haben oder auf dem Weg dahin sind und innerlich bereits gekündigt haben.
Zur Auswertung der Mitarbeiterbefragung gibt es ein schönes neues Projekt, das auf fast zwei Jahre ausgelegt ist seit die Befragung stattgefunden hat. Vielleicht vergessen es bis dahin die Mitarbeiter und man kann zur Tagesordnung übergehen.
Karriere/Weiterbildung
Es wird diesem Thema bis auf wenige Ausnahmen keine Bedeutung beigemessen. Viele Vorgesetzte erachten Weiterbildung für Mitarbeiter als Arbeitsausfall, den es zu vermeiden gilt oder Budget, für das es sich nicht beim Management zu kämpfen lohnt oder schlicht weil Vorgesetzte denken, es reicht, was an Kompetenz vorhanden ist und ignoriert, dass die Welt sich weiterentwickelt und man ins Hintertreffen gelangen könnte wenn man nicht mit der Zeit geht.


