Starres Unternehmen mit ungenutztem Potenzial, wenigen Entwicklungsmöglichkeiten und einem altmodischen Führungsstil.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine ursprüngliche Kununu-Bewertung stammt aus dem Jahr 2021.
Ich durfte diese nun bereits viermal überarbeiten. Das Unternehmen behauptete im März, April und Juni 2026, dass Teile meiner Bewertung unwahr seien. 5 Jahre nach der Veröffentlichung der ursprünglichen Version.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter, mehr Wertschätzung - sowohl sozialer als auch finanzieller Natur.
Arbeitsatmosphäre
Im Großen und Ganzen angenehm. In vielen Abteilungen wurden jedoch immer wieder die gleichen Themen kritisiert, ohne Aussicht auf Veränderung.
Image
Das Unternehmen war mir vorher nicht bekannt und der Bekanntheitsgrad ist immer noch relativ niedrig.
Work-Life-Balance
Das Thema "Work-Life-Balance" sorgte unter Kollegen für viel Gesprächsstoff, mit dem
stets gleichen Grundtenor. Der Arbeitgeber hat keinerlei Interesse an der persönlichen Situation der einzelnen Arbeitnehmer gezeigt. Gern gesehen wurde es, wenn die Interessen der Firma über den persönlichen Belangen, z.B. bei Urlaubswünschen, stehen. Überstunden wurden stets begrüßt. Auf die Präsenzkultur im Büro wurde großen Wert gelegt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird kaum gefördert, ist aber auch nicht wirklich gewünscht, da es Vertrauen voraussetzt, in Arbeitnehmer zu investieren. Aufstiegschancen sind dadurch nur äußerst begrenzt vorhanden, da das Abgeben von Verantwortung offenbar sehr schwer fällt.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter wurden klein gehalten, wo es nur ging. An dieser Stelle wird das Potenzial zum Sparen in vollen Zügen ausgenutzt! Daraus resultierte zeitweise eine hohe Unstetigkeit bei den Mitarbeitern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Rahmen der Möglichkeiten. Versandhandel ist eben nur bedingt umweltfreundlich... Soziales Engagement ist nicht ersichtlich gewesen.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kollegen haben sehr gut zusammengearbeitet. Einige Kollegen jedoch haben sich nicht als Teil eines Teams gesehen und waren dementsprechend "Feedback-resistent".
Umgang mit älteren Kollegen
Einige ältere Kollegen gab es, die waren auch schon länger an Bord. Viele neue Kollegen waren jedoch sehr jung und noch Berufsanfänger, was vermutlich auch mit den gezahlten Gehältern zusammenhängt.
Vorgesetztenverhalten
Klassische Top-Down-Führung: Mitarbeiter wurden fast nie in
Entscheidungen einbezogen. Entscheidungen wurden nicht begründet oder nur widerwillig erklärt. In Konfliktfällen wurde mehrfach unbeholfen bis unangebracht reagiert - aus Mangel an sozialen Kompetenzen und Führungsqualitäten.
Fast jedes Feedback und jeder Verbesserungsvorschlag wurde vom Vorgesetzten als persönlicher Angriff auf seine bisherigen Entscheidungen/Prozesse angesehen. So kann keine Veränderung und kein Fortschritt stattfinden. Sehr schade.
Keinerlei Vertrauen gegenüber der eigenen Arbeitnehmer vorhanden: Arbeitszeiten und Homeoffice-Regelungen erinnern eher an eine Behörde als ein junges Unternehmen.
Arbeitsbedingungen
Soweit recht gute Arbeitsbedingungen, was die Ausstattung angeht. Der Wunsch nach neuem/moderneren Equipment musste aber gut begründet sein. An der Anzahl an Lizenzen für bestimmte Programme wurde gern gespart, so dass diese oft "geteilt" werden mussten.
Kommunikation
Ich hätte mehr Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen erwartet. Nur sehr sporadische Informationen von der Führungsebene an das gesamte Unternehmen. Und selbst innerhalb einer Abteilung wurde sehr selektiv und zeitverzögert informiert. Das lässt wenig Teamgeist entstehen, wenn man nicht informiert ist und nicht teilhaben darf.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gab es nur offiziell. Das Verhalten gegenüber Teilzeitkräften und Eltern, insbesondere Müttern, empfand ich persönlich als nicht zeitgemäß.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren zunächst interessant. Neue, andere Aufgaben wurden nur verteilt, wenn die Situation es erforderte. Als Weiterentwicklung und persönliche Entfaltung wurden diese notwendigen Tätigkeiten dann "verkauft".