Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken- Teil 2 oder Mehr Peitsche als Zuckerbrot
Gut am Arbeitgeber finde ich
Während der Coronazeit war es wirklich schön hier zu arbeiten. Die Zahlen waren gut, damit der Druck von Würth nicht gegeben und man konnte vernünftig arbeiten. Am Erfolg wurden die Mitarbeiter großzügig beteiligt.
Außerdem wurde vorbildlich dafür gesorgt, dass es von Unternehmensseite keine Spaltung zwischen der Belegschaft gab. Einen großen Dank an die ehemalige Personalleiterin!
Die Kantine mit frisch gekochtem Essen ist ebenfalls super. Danke an das Küchenteam!
1 Tag Homeoffice nach Beendigung der Probezeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die letzten Jahre ab 2023 eigentlich alles. Wenn die Zahlen nicht stimmen, steigt der Druck und es ist egal welche Menge an Arbeit der einzelne Mitarbeiter zu erledigen hat.
****Nie ist es gut genug, wirklich nie! ****
Das Telemarketing, also das aktive Anrufen von ehemaligen Kunden und möglichen neuen Kunden ist ein fixer Bestandteil. Eine Vollzeitkraft mit 40 Std./Wo. muss pro Woche 8 Std. aktiv Kunden anrufen. D.h. ein Knopf muss gedrückt werden, damit die Zeit startet und beendet wird. Dazu Aufgaben im ERP-System, die ein unglaubliches Geklicke erfordern. Warum? Damit alles transparent ist und man kontrolliert werden kann. Callcenter olé!
Es ist zu viel, es ist zu sinnfrei.
WASI könnte gut sein, aber Würth steht dahinter und lässt keinen Spielraum. In schlechten wirtschaftlichen Zeiten gibt es keine Motivation. Es fühlt sich als Vertriebler so an, als ob man am Boden liegt und noch drauf gehauen wird.
Es gab und gibt noch gute Leute, aber es werden weniger.
Dort herrscht eine Stimmung der Angst, etwas falsch zu machen.
Jeder, der sich hier bewirbt, sollte beim Probetag ausführlich mit mehreren Mitarbeitern offen sprechen und sich den Hausrahmentarifvertrag zeigen lassen. Leistungsbeurteilungen klingt mit Prämie verlockend, aber man ist z.B. auch "Schuld", wenn ein Kunde insolvent wird und man ihn in der Kundenbilanz verliert. Wow!
Verbesserungsvorschläge
Nehmt die Mitarbeiter ernst! Manche faule Frucht ist dabei, aber die meisten wissen was sie tun und könnten durch echtes Interesse an Ideen motiviert werden. ABER: das passiert nicht, egal wie viele Workshops, Befragungen usw. gemacht werden.
Arbeitsatmosphäre
Druck, Kontrolle und Versprechungen, die nicht gehalten werden sind an der Tagesordnung.
Kommunikation
Der Flurfunk ist prima, sonst fehlen die wirklichen Infos, die man für den Kunden braucht, bzw. kommen viel zu spät. Z.B. interne Probleme, die zu extremen Lieferzeitverlängerungen führen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt der Kollegen ist extrem gut. Man hält zusammen, um zu überleben.
Work-Life-Balance
Es gab mal die Möglichkeit ganze Gleitzeittage zu nehmen- eine tolle Sache. Weil irgendwer im Homeoffice plötzlich Massen an Überstunden gemacht hat, wurde es für alle gestrichen. Statt persönlicher Gespräche und Konsequenzen gibt es besser die Kollektivstrafe.
Vorgesetztenverhalten
Kommt auf den Vorgesetzten an. Die ehemalige Vertriebsleiterin und Personalchefin waren 6 Sterne wert!
Interessante Aufgaben
Alles wird irgendwann Routine, war ok.
Gleichberechtigung
Auf Führungsebene haben es Frauen extrem schwer, sonst ok.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich denke ok.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen top- mit Solaranlage auf dem Dach. Aber auf dem Hof und um das Geländer herum flogen über Wochen Plastikschnipsel von blauen Regenschutzhüllen der Paletten, die auf dem Parkplatz gelagert wurden.
Gehalt/Benefits
Handel, gehört zu Würth. Wer pariert und im Hamsterrad immer noch einen Gang höher schaltet, der kann ganz gut klar kommen.
Karriere/Weiterbildung
Nicht gegeben.

