Ein Paradies für Menschen, die schon immer mal in einer Firma arbeiten wollten, die "Quiet Quitting" offen fördert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Kommunikation
-Kritikfähigkeit
-Rückgrat
Verbesserungsvorschläge
-Abteilungen verkleinern, alternativ Arbeitspensum erhöhen
-Meeting Kultur aufs schärfste in Frage stellen
-Gruppenzwang angehen.
-Internen IT-Dienstleister überdenken
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht ein unausgesprochener Zwang, ständig in irgendwelchen belanglosen Meetings herumzusitzen und mit fünf Mann die Aufgaben zu machen, die einer alleine schneller hätte erledigen können.
Baustellen-Prinzip: Einer arbeitet, vier stehen drumherum und schnacken.
Work-Life-Balance
Auf den ersten Anschein super. Vier Tage Homeoffice und flexible Terminfindung. Schaut man dann mal unter den Teppich, findet man hier ein (von mir so wahrgenommenes) Martyrium an niemals enden wollenden Meetings ohne Fachbezug und Sinnhaftigkeit, die einen den kompletten Tag gefangen nehmen.
Timeboxen werden nicht eingehalten. Nicht selten sitzt man an einem 8-Stunden-Tag 4 bis 5 Stunden in einem Meeting und verrichtet die Arbeit, die man ohne ständige Witze, Privatgespräche und anderen Quatsch in einer Stunde geschafft hätte.
Meetings, die im Kalender mit einer Stunde verplant sind, ufern auch gut und gerne mal ohne ersichtlichen Grund auf die doppelte Länge aus, nur weil die Kollegen sich untereinander von den neuesten Vorkommnissen aus ihrem Leben erzählen wollen. Ein versuchtes Herausziehen aus diesen Meetings, weit nach Ende der geplanten Dauer, wird dann mit spitzen Kommentaren oder Sarkasmus entgegengenommen.
Am Ende wird man hier meiner Meinung nach einfach durch unterschwelligen Zwang (spitze Kommentare und sarkastische Aussagen) dazu gezwungen, an Aktivitäten teilzunehmen, die einen weder privat, beruflich noch auf menschlicher Ebene weiterbringen.
Karriere/Weiterbildung
Eigener Auffassung nach nicht vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Normales Reden und Lästern. Ggf. schlimmer, wenn man dann mal länger da gewesen wäre, kann man aber natürlich nicht wissen. Daher neutral.
Vorgesetztenverhalten
Alles super easy und funny: „Kein Problem“, „klar geht das“ etc. Wenn es dann mal auch nur annähernd ernst wird, ist auf einmal alles gar nicht mehr so easy.
Wer innerhalb der Probezeit Kritik äußert, sollte bereits eine neue Stelle in der Hinterhand haben. Jene Kritik wird einem dann so ausgelegt, dass man ja „eh schon abgeschlossen habe“ und die weitergehende Fortbeschäftigung ja „keinen Sinn habe“. Auch, wenn diese Kritik nur Wochen vor Ende der Probezeit und bei bis dahin positivem Feedback zu Arbeitsergebnissen geäußert wird.
Absicherungen der Personalabteilung, die vorher eingeholt wurden, da eine Sorge in diese Richtung bestand, haben sich in meinem Fall trotz konkreter Zusicherung und mündlicher Zusage, dass oben Beschriebenes nicht passiert, als wertlos herausgestellt.
Den restlichen Ablauf kann man sich dann denken.
Arbeitsbedingungen
4er-Büros – super, wenn man dann mit fünf Kollegen in einer Abteilung ist.
Dann kann man entweder alleine im anderen Büro sitzen, oder der einzige Vorteil von Präsenz im Büro (die Kommunikation) fällt weg, weil sich die Abteilung trennt. Kurze Absprachen enden dann darin, dass Kollegen ständig aufstehen, lautstark zwischen den Räumen hin- und herpendeln und Unterhaltungen dann im Türrahmen stattfinden.
Kommunikation
Die im Bewerbungsprozess genannten Tätigkeiten wurden allesamt nach Beginn der Anstellung umgeworfen. Das Berufsfeld, für das man sich beworben hatte, war dann hinterher nicht mehr nötig, da die Aufgaben dermaßen banal waren.
Die Aufgaben, die mit viel Fantasie in die Richtung der Tätigkeitsbeschreibung gingen, waren dann leider dummerweise bereits von einem Kollegen in Anspruch genommen, der die exakt gleiche Stellenbeschreibung im fünf Mann Team hatte.
Als OPS-Engineer eingestellt, macht man ab Tag eins Aufgaben, die ein Azubi machen kann.
Nach Ende des Anstellungsverhältnisses heißt es dann: „Ja, man hätte ja nur nach Aufgaben fragen müssen, die für deine Stelle sind.“ – Nachdem genau diese Nachfrage mehrfach erfolgte. Über Monate.
Positives Feedback gab es nur bis zu dem Punkt, an dem man Kritik an der Arbeitsweise der Abteilung zurückmeldete und wahrgenommene Missstände beschrieb. Dann ist der Drops gelutscht.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist Branchenüblich.
Interessante Aufgaben
S. o. Gefühlt wird hier wegen der BaFin-Lizenz eine auf dem Papier festgelegte Untergrenze an Mitarbeitern pro Abteilung eingestellt. Die Arbeit, die anfällt, reicht vielleicht höchstens für zwei, eingestellt sind aber fünf.