16 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
16 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


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16 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Man wird hier für eine Senior-Stelle von einem Junior-Entwickler mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung interviewt. Das spiegelt sich leider auch eins zu eins in der Tiefe des Gesprächs wider: Tiefgehendes Konzeptwissen war vollkommen egal, solange man die exakten Namen von Testing-Frameworks auswendig aufsagen konnte.
Besonders "beeindruckend" war das praxisferne Codebeispiel: Ich sollte eine fünfzeilige, vom Versandland abhängige Versandkostenberechnung per Dependency Injection in eine eigene Klasse auslagern. Dass man diese triviale Logik mit einem simplen Mapping auf eine einzige Zeile Code reduziert hätte, spielte keine Rolle. Wer sauberen, wartbaren Code schätzt, wird hier wohl enttäuscht – wenn jeder fünfzeilige Schnipsel zwanghaft in eine eigene Dependency ausgelagert wird, führt das direkt in die absolute Code-Sackgasse. Aber Hauptsache, das Entwurfsmuster wurde stur nach Lehrbuch durchgezogen.
Genauso "relevant" für den Programmieralltag waren die spezifischen Git-Fragen (als ob der Unterschied zwischen Git Merge und Rebase im Daily Business die größte Sorge wäre) oder das Abfragen von Protokollnamen bei HTTPS. Wenn man zwar das mathematische Prinzip (Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch zur symmetrischen Verschlüsselung) fehlerfrei erklären kann, aber Punktabzug erhält, weil einem die Abkürzungen SSL/TLS nicht wie aus der Pistole geschossen einfallen, weiß man, worauf hier Wert gelegt wird.
Fazit: Für eine Fullstack-Stelle, die explizit mit Angular und NestJS ausgeschrieben ist, wurde keine einzige Frage zu genau diesen Frameworks oder deren Architektur gestellt. Man sollte sich dringend überlegen, ob man mit solchem Auswendiglernen von Begriffen und dem Abfragen von IT-Trivia tatsächlich geeignete Senior-Kandidaten findet. Für mich war dieses Interview eine reine Zeitverschwendung.
Ich habe mich Anfang Februar als Werkstudent beworben und heute, Ende März, ehrlich gesagt sehr überrascht, eine Standard-Absage per Mail erhalten. Ich hatte die Bewerbung nicht mehr auf dem Schirm, umso verwunderter war ich ein bisschen über die Art und Weise, die Mail dann noch als Standard-Absage wegen dem Anforderungsprofil zu formulieren und nicht auch darauf einzugehen, dass der Bewerbungsprozess wirklich nicht optimal gelaufen ist. Glücklicherweise, habe ich bereits einen Arbeitgeber gefunden, finde aber, dass man so nicht mit der Hoffnung und auch Unsicherheit von Studenten umgehen sollte, die hier vielleicht auch ihre ersten Erfahrungen in Bewerbungsprozessen sammeln. Das geht besser :)
Ein respektvoller Umgangston sollte fester in der Unternehmenskultur verankert werden.
Oberflächlich wurden Themen die man aus dem Studium kennen sollte abgefragt.
Einen Bewerber einzuladen, weil der Lebenslauf "sehr gut aussieht", ist fantastisch. Einen Bewerber danach wieder auszuladen, weil Sarkasmus im Lebenslauf plötzlich doch keine so gute Idee ist...
... fühlt sich an wie eine Ausrede, um sich nicht mit einem autistischen Bewerber auseinander setzen zu müssen.
Kleiner Tipp: Kaum ein ITler "mag" Jira, Conluence, onCall, sich wiederholende Aufgaben oder den Umgang mit Kunden. Nur zugeben würde es niemand.
Technische Fragen und Coding Aufgaben
Auch wenn es von der Arbeitgeberseite kein Interesse gibt, sollte man sich zumindest Bemühen dem Bewerber zeitnah eine Rückmeldung zu geben. Zumal sich sogar per Mail erneut über den aktuellen Stand erkundigt wurde..
So verdient kununu Geld.