17 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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17 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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17 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Positiv hervorzuheben ist der HR-Ansprechpartner, der im persönlichen Austausch durchweg sehr angenehm, wertschätzend und menschlich interessiert wirkte. Die sonstige Candidate Experience verlief leider sehr durchwachsen:
1. Erstgespräche & Organisation
• Im Prozess gab es mehrfach Verwirrung bezüglich der tatsächlichen Ansprechpartner in den Terminen.
• Bei einem gebuchten Termin erschien niemand; mir wurde zunächst schriftlich vorgehalten, ich hätte mich mit der Uhrzeit vertan. Erst im Ersatztermin Tage später wurde eingeräumt, dass der Fehler auf Unternehmensseite lag.
• In den Fachgesprächen wurde von einem Interviewer wiederholt betont, wie „schwierig“ die eigene Sales-Abteilung sei. Das ständige Nachfragen, wie ich mit diesen konkreten Personen umgehen würde, hinterließ einen befremdlichen Eindruck bezüglich des internen Teamgefüges und des Schutzes eigener Mitarbeiter.
2. Die Case Study (3,5-Stunden-Block)
• Neben insgesamt vier Gesprächsterminen wurde eine umfangreiche Case Study verlangt, die an einem Stück innerhalb eines festen 3,5-Stunden-Zeitfensters bearbeitet und abgegeben werden musste.
• Der Aufgabenumfang war so hoch angesetzt, dass er in der kurzen Zeit ohne den gezielten Einsatz von KI kaum machbar gewesen wäre.
• Einzelne Aufgabenstellungen waren so konkret auf operative Fragestellungen zugeschnitten, dass der Eindruck entstand, die Ergebnisse könnten direkt intern weiterverwendet werden – was bei diesem zeitlichen Investment ein mulmiges Gefühl hinterlässt.
• Ich habe nur beiläufig erfahren, dass eine Bearbeitung am Wochenende prinzipiell möglich gewesen wäre - so hat es unnötig Urlaub gekostet.
• Organisatorische Rückfragen zur Präsentation (z. B. zur gewünschten Präsentationssprache) wurden im Vorfeld schlichtweg ignoriert.
3. Abschluss & Feedback
• Nach insgesamt über 6 Stunden investierter Zeit (Gespräche, 3,5h Case Study und Präsentation) folgte nach zwei Wochen des Wartens eine Standard-Absage ohne ein einziges Wort individuellen Feedbacks.
Obwohl der menschliche Kontakt zu HR positiv war, lässt die allgemeine Candidate Experience die nötige Professionalität und Transparenz vermissen. Ein Unternehmen, das so viel unbezahlte Arbeit unter hohem Zeitdruck von Bewerbern verlangt, sollte intern klarer strukturiert sein und zumindest die Wertschätzung aufbringen, im Anschluss ein kurzes, persönliches Feedback zu geben.
Positiv hervorheben möchte ich die Transparenz im Bewerbungsprozess. Über beide Gespräche hinweg haben die Gesprächspartner aus meiner Sicht nichts beschönigt. Gerade dadurch konnte ich mir ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag machen und hatte nicht das Gefühl, dass kritische Punkte bewusst ausgeklammert wurden. Wer dort anfängt, dürfte vermutlich keine bösen Überraschungen erleben, weil die aktuellen Herausforderungen sehr offen angesprochen wurden.
Was mich allerdings überrascht hat: Selbst für ein Scale-up wirkte die beschriebene Arbeitsweise auf mich außergewöhnlich unruhig. Ich habe selbst mehrere Jahre in schnell wachsenden Unternehmen gearbeitet und weiß, dass Dynamik zum Alltag gehört. Die Schilderungen gingen für mich jedoch deutlich darüber hinaus und vermittelten eher den Eindruck eines reaktiven Arbeitsumfelds mit dauerhaft hoher Belastung.
Unter anderem wurden in den Gesprächen folgende Punkte angesprochen:
- viele und schnelle Prioritätenwechsel
- Priorisierung von Anfragen aus zahlreichen Abteilungen in eigener Verantwortung
- mehr als 50% Ad-hoc-Anfragen und kurzfristige Aufgaben
- Stakeholder Alignment als wesentlicher Bestandteil der Rolle
- hohe Arbeitslast
- kaum Prozesse und Dokumentationen
- keine typische Arbeitswoche
- eine gute Resilienz notwendig
- bestimmte Teams mit „Land-unter-Ressourcen“
Dieser Eindruck deckt sich für mich auch mit dem Bild auf LinkedIn, wo auffällt, dass viele Mitarbeitende nur für kurze Zeit im Unternehmen tätig sind. Insgesamt wurde mir eine Arbeitsumgebung vermittelt, die ich persönlich nicht als attraktiv empfinde. Für mich wäre das kein Arbeitsumfeld, in dem ich gerne arbeiten würde.
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Wie muss dein Arbeitgeber sein, damit du dich wohl fühlst. Wie würdest du dich selbst beschreiben. Auf welche Erfolge schaust du gern zurück.
Studienwahl, letzte Erfahrungen und Grund für Wechsel
Erwartungsmanagement hinsichtlich Rückmeldungen, Arbeitsmodell und Gehalt hat einen kleinen Ticken Luft nach oben.
Ansonsten: Bleibt so menschlich und an eurer Mission orientiert, wie ihr es bereits seid.
Einfach eine faire Absage formulieren anstatt die Bewerbenden Monate lang warten zu lassen.
Auch bei einer Einteilung von 3 Gesprächen kann man Aussagen konkreter fassen.
Einige Stellen sind zu oberflächlich ausgeschrieben.
Die Einladung zum Interview mit fehlenden Informationen.
Das erste Gespräch enthält keine auf die Person bezogenen konkreten Fragen, fast ausschließlich zum Job und etwas zum Unternehmen. Das allerdings auch nicht konkret und meiner Meinung nach zu unpersönlich.
Tut mir leid, aber da fehlt einiges an zwischenmenschlicher Kompetenz.
Das Produkt ist gut und aufgrund der Zeit sowie der Vereinbarungen ist klar, dass die Web Inclusion wachsen wird.
Vielleicht wird sie mit der Zeit professioneller, wenn sie sehen, wie im internationalen Bereich gearbeitet wird.
Ich glaube mit Überzeugung an den Wert von inklusiver Kommunikation, barrierefreiem Recruiting (insbesondere zu diesem Thema hatte ich große Erwartungen, aber es spielte leider absolut keine Rolle) und Employer Branding mit Substanz. Gerade deshalb hat mich die Diskrepanz zwischen der kommunizierten Vision von Eye-Able und meinem Erleben im Auswahlprozess irritiert. Es gab keinerlei Informationen zu Benefits, kein authentisches Interesse am Cultural Fit – eher ein ständiges Gefühl, sich beweisen zu müssen, statt auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen.
Ein Bewerbungsprozess ist ein wechselseitiges Kennenlernen. Er darf herausfordernd sein – aber nicht von oben herab. Wer Vielfalt und Inklusion als Unternehmenswert kommuniziert, sollte das im Umgang mit Bewerbenden auch leben. Employer Branding beginnt nicht erst in Marketing Kampagnen.
So verdient kununu Geld.