Zwei Welten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kantine. Das Auto kostenlos laden – angeblich bald nicht mehr, aber doch wer weiß wie lange noch geht. Auch die Tiefgarage, gerade für E-Autos gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man kann vieles kritisieren. Nichts ist perfekt – vieles ist aber bei Webasto besser als bei anderen Firmen. Wo ist eigentlich perfekt? Nur die Vertrauensarbeitszeit empfinde ich als massiven Nachteil – aber auch als großen Vorteil für die Statisten.
Verbesserungsvorschläge
Lobenswert ist, dass die Restrukturierung die richtige Richtung einschlägt. Aber solange in einem Team von vier bis fünf Leuten nur ein Bruchteil echte Wertschöpfung leistet, wird sich nichts grundlegend ändern. Das Thema ist in der Automobilbranche bekannt und wurde bereits mehrfach von Fachleuten beschrieben. Viele Beteiligte sind hauptsächlich in Besprechungen miteinander beschäftigt und jonglieren mit Themen, von denen sie keine fachlichen Kenntnisse haben. Am Ende wird eine schwerwiegende Entscheidung getroffen – und die Fachkundigen müssen die Konsequenzen ausbaden.
Das sollte jedoch kein spezifisches Merkmal von Webasto sein. Es tut mir nur leid, dass Unternehmen, die diesen Wandel nicht rechtzeitig erkennen, früher oder später von selbst verschwinden werden. Früher gab es keine internationale Konkurrenz, das Geld floss reichlich – und die Ergebnisse sieht man heute. Die Krise bringt Chancen, auch wenn sie unangenehm sind. Diejenigen, die etwas draufhaben, sich weiterentwickelt und hart gearbeitet haben, finden ihren Platz in der Welt – selbst wenn sie jetzt gekündigt wurden. Die anderen, die die guten Zeiten einfach nur genossen haben, stehen nun vor einem echten Problem. Und auch die Ausnahme bestätigt die Regel.
Arbeitsatmosphäre
Die Athmospfäre ist gut.
Image
Eigentlich ganz gut – wer die Firma überhaupt kennt, bringt sie mit etwas Positivem in Verbindung.
Work-Life-Balance
Jetzt kommt der Knackpunkt: als Statist, fühlt es sich an wie Himmel auf Erden(geleich 10 von 5 Sterne). Wird man jedoch auf einer Stelle mit Wertschöpfung eingesetzt, bleibt einem höchstens die Toilette fürs kleine Geschäft und nur ganz kurz.
Karriere/Weiterbildung
Wer einmal gute Ergebnisse bringt, wird dafür lebenslang verpflichtet. Statisten dagegen scheinen direkt in diese Rolle hineingeboren – ganz ohne Zwischenstopp bei echter Arbeit.
Gehalt/Benefits
Ganz ehrlich – ich kann das Gejammer nicht mehr hören. Das eigentliche Problem ist, dass die Gehälter viel zu hoch angesetzt sind und viel zu viele Leute Verantwortung für Dinge tragen, die sie weder im Leben noch darüber hinaus jemals verstehen werden - praktisch mit 0,0 Mehrwert
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Sozialplan ist fair, wird aber oft von den Kollegen abgelehnt - wegen dubiose Klauseln und fehlendes Vertrauen. Ich würde auch nicht unterschrieben. Sozialwahl wird aber regelrecht ignoriert - schließlich wollen sie die Firma retten . Was das Thema Umwelt betrifft: Der frühere CEO war politisch stark geprägt und ein typischer Mitläufer – wenn auch persönlich ein äußerst sympathischer Mensch. Dieses Mitlaufen hat viele der heutigen Probleme überhaupt erst verursacht. Die politische Haltung offen zur Schau zu stellen und mit Demobesuchen zu prahlen, war unprofessionell.
Kollegenzusammenhalt
Generell sind es nette Kollegen
Umgang mit älteren Kollegen
Ganz ok.
Vorgesetztenverhalten
Ich glaube, es ist eher zufällig und sehr unterschiedlich. Meist aber nette bis sehr nette Leute
Arbeitsbedingungen
Laut ist es allemal: Als Statist kann man zwischen seinen Besprechungen, in denen man selbst immer nur den Status abfragt, ohne wirklich Ahnung zu haben, wunderbar seine Witze zum Besten geben und laut lachen – während andere versuchen, komplexe mathematische Zusammenhänge zu verstehen und effiziente Lösungen zu erstellen. Bedauerlicherweise überwiegt immer noch die Filmbranche, also die Statisten (trotz Abbau).
Kommunikation
Ich glaube, sie wissen selbst nicht, wohin die Reihe führt – deshalb ist es akzeptabel.
Gleichberechtigung
Immer positives gehört.
Interessante Aufgaben
Interessant und innovativ