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WEGU
Bewertung

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Tolles Potential, aber unnötig beunruhigende Signale werden an die Belegschaft gesendet

3,2
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2024 im Bereich Finanzen / Controlling bei WEGU Holding GmbH in Kassel gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Innovation. Was WEGU auf dem Kautschuk- / Silikonsektor so alles erfindet und erfunden hat, das ist schon Weltklasse. Da kann man durchaus ein bisschen stolz sein.
Der kollegiale Zusammenhalt. Kollegen besprechen Sachverhalte am liebesten Face to Face. Dementsprechend auch sehr schnell Ergebnisse und Erfolge.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Man könnte hier Ressentiments gegen meine chinesischen Kollegen vermuten. Tatsächlich mag ich den Großteil meiner chinesischen Kollegen und hatte eine sehr produktive und harmonische Zusammenarbeit mit ihnen.
Die "andere" Klientel ist die, die plötzlich und ohne große Erläuterung auf - z.T. neu geschaffene - verantwortungsvolle Posten gesetzt werden und wie schweigsame Geheimnisträger sich in ihren Büros abschotten. Hier wird auch von der Geschäftsführung nicht oder nur unzureichend kommuniziert, was diese neue Kollegen eigentlich machen.
Bisweilen scheinen die falschen Entscheider auf Schlüsselpositionen zu sitzen, die ihren Job nicht verstehen oder nicht ernstnehmen.

Verbesserungsvorschläge

Haut den chinesischen Kollegen mal auf die Finger! Die zerdeppern gerade viel kostbares Porzellan, was wirklich leicht hätte vermieden werden könnte. Die Mitarbeiter müssen auf Augenhöhe stehen, egal welcher Herkunft sie sind und wie sie privat zur Eigentümerfamilie stehen.
Macht ihnen klar, dass sie gesehen werden.

WEGU hat das Potential, ein attraktiver Arbeitgeber zu werden. Alle Grundvoraussetzungen sind dafür da.

Arbeitsatmosphäre

Betrachtet man das Kerngeschäft, kann man von einer guten Atmosphäre und moderaten Arbeitsbedingungen sprechen. Leider bringen die chinesischen Vorgesetzten unnötig Unruhe rein.
Gepaart mit einer aktuell angespannten Wirtschaftslage ist das nicht förderlich.

Image

WEGU gilt als rückwärtsgewandt und verstaubt. Man muss den Laden von innen gesehen haben, um zu erkennen, dass er sehr viel moderner und enthusiastischer ist.
Leider wird das Image durch jüngere Managemententwicklungen unnötig geschädigt.

Work-Life-Balance

Aufgabenbedingt. In anderen Bereichen vielleicht anders. In Finanzen fehlt es einfach an Fachkräften, die aufgrund des stiefmütterlichen Images des Unternehmens hier nicht gerade die Türen einrennen. Die Geschäftsführung ist aufrichtig bemüht, Abhilfe zu schaffen, kann aber nicht einfach den Arbeitsmarkt ändern.

Karriere/Weiterbildung

Die Karriere entwickelt sich bestenfalls langfristig und zäh linear. Es sei denn, man hat die richtige Nationalität. Dann kann man von jetzt auf sofort Leiter eines Ressorts werden, welches notfalls neu eingerichtet wird.
Zu Weiterbildungen kommt es betrieblich bedingt selten, auch wenn die ehrliche Absicht des Arbeitgebers da ist.

Gehalt/Benefits

Chemie, KVI. Außertarifliche Bezahlung kann bei entsprechender Qualifikation und Erfahrung vereinbart werden.
HR und GF machen sich mit Unterstützung des Betriebsrates ständig Gedanken, wie man die Qualität des Arbeitsplatzes verbessern kann (Rabattmodelle, IT-Leasing, Wasserspender...)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Entsprechende Standards und Reporte werden regelmäßig eingehalten. Ständige Verbesserung in Stromverbrauch und Abwasserbelastung.

Kollegenzusammenhalt

Muss man differenziert betrachten. Unter der gewachsenen Belegschaft ist der Zusammenhalt und das herzliche Miteinander enorm. In jüngerer Vergangenheit bekommt man zunehmend chinesische Kollegen und Führungspersonal vor die Nase gesetzt. Und diese sind... von einer anderen Welt. Sie interagieren praktisch garnicht mit den hiesigen Kollegen und wollen das auch scheinbar garnicht. Es existieren zwei Bubbles, die europäische und die chinesische. Und ein Austausch unter diesen ist bestenfalls nur geschäftsbezogen und selbst da nicht sehr austauschfreudig. Man spürt die Abgrenzung aus dem chinesischen Block sehr deutlich.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Wissens- und Erfahrungsvorrat der älteren Kollegen wird geschätzt und honoriert. Eigentlich kommt man zum Schluss: Der Laden würde ohne die "Graurücken" nicht funktionieren, bzw. würde auch ausschließlich nur mit den Älteren noch laufen.

Vorgesetztenverhalten

Auch sehr durchwachsen. Es gibt sehr ambitionierte Vorgesetzten, die den Laden vorwärts bringen wollen und auch Innovationen sehr aufgeschlossen sind.
Dann gibt es wiederum eine Klientel (aus Fernost kommend), wo man sich fragt, was deren Hauptmotivation ist - der Erfolg des Unternehmens ist es sicherlich nicht.
Von den höheren chinesischen Führungskräften schlägt auch ein Wind des Misstrauens entgegen und der latente Vorwurf der Unfähigkeit und Faulheit. Das zeigt sich auch in einem gewissen herablassenden Umgangston. Die Angaben oder Zusagen aus China sind unverbindlich und zunehmend unzuverlässig. Was in einer Email beiläufig zugesagt wird - und einen ganzen neu zu schaffenden Arbeitsprozess nach sich zieht, gilt nach einem halben Jahr schon nicht mehr und muss komplett zurückgedreht werden. Es wird viel hinter verschlossenen Türen über die Europäischen Kollegen gelästert, die sich tagtäglich den Hintern aufreißen, um WEGU am Markt zu halten.

Arbeitsbedingungen

Büros großzügig und modern. Die IT ist moderat ok, schwächelt noch ein wenig in der Leistungsfähigkeit.
Die IT-Abteilung hält mit unermüdlichen Einsatz die IT am Laufen. Ohne deren sehr aktiven Arbeitsweise und Einstellung hätten wir ganz andere Probleme.
Das neue Technikum ist ein Paradebeispiel an moderner Arbeitsplatzarchitektur.
Hervorzuheben ist der riesige Parkplatz, der für die Kasseler Innenstadt ungewöhnlich ist. Dass man hier keinen Parkplatz findet, ist äußerst selten.
Zudem ein eigener abgesperrter Bereich für Fahrräder mit Zugangskontrolle.
Es gibt auch Mitarbeiterduschen. Diese sind zwar Baujahr 1960, aber es kommt heißes, sauberes Wasser raus - was will man mehr?

Kommunikation

Die Kommunikationskultur hat deutlich nachgelassen. Es gibt vermehrt "Informationsveranstaltungen", in denen sich das Management selbstbeweihräuchert, ohne echte Sachinformationen zu liefern.

Gleichberechtigung

Es kommen in letzter Zeit vermehrt Kollegen in gutbezahlte, verantwortungsvolle Führungspositionen, deren einzige Einstellungsqualifikation ihre Nationalität zu sein scheint.
Kommt dann noch eine gewisse Nähe zur Inhaberfamilie ins Spiel, ist man quasi unantastbar und hat Narrenfreiheit.
Innerhalb dieser Kaste besteht eine Selbstbedienungsmentalität und ein System an Boni und Vorteilen, die man gegenüber der übrigen Belegschaft nur mit hochroten Ohren vertreten könnte.
Das allein ist schon ein Problem. Aber dann noch die Chuzpe haben, anzunehmen, dass die übrige Belegschaft dies nicht bemerkt oder nicht interessiert... das vergiftet unnötig das Betriebsklima.

Interessante Aufgaben

Hier hast du wirklich ein buntes Aufgabenfeld und kannst dich so richtig austoben und neue Prozesse entwickeln. Die Geschäftsführung unterstützt das auch und belohnt dies - zumindest im Produktionsbereich.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.