Nach 8 Jahren Wenglor mit großartigen Kollegen fällt mir der Abschied nicht leicht. Vielen Dank für die wunderbare Zeit.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollege
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umgang nach der Kündigung.
Verbesserungsvorschläge
Eines vorab:
Ich habe stets gerne bei Wenglor gearbeitet. Die über acht Jahre im Vertrieb sprechen für sich – es war eine Zeit, die mir Freude bereitet hat. Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen war hervorragend, und auch die Geschäftsführung habe ich als durchweg angenehm bodenständig und Mitarbeiternah erlebt.
Was ich mir jedoch von den Führungskräften zum Schluss mehr gewünscht hätte, ist Rückhalt in kritischen Situationen. (Wenn es darauf ankommt, steht hier leider oft jeder für sich allein.)
Arbeitsbedingungen & Work-Life-Balance:
Die Workflows sind in Ordnung, man hat genug Freiraum, um sich zu organisieren. Die Work-Life-Balance war für mich jederzeit gegeben.
Gehalt & Sozialleistungen:
Wer im Vertrieb Wert auf ein sehr gutes Gehalt legt, sollte sich vermutlich anderweitig umsehen. Das Gehaltsniveau liegt eher im unteren Durchschnitt.
Es wird mit Benefits wie Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie betrieblicher Altersvorsorge geworben. Allerdings sind diese Bestandteile im Fixgehalt enthalten – sie kommen also nicht on top. (Stichwort: 12 vs. 13 Gehälter – das sollte man vorher genau erfragen.)
Zudem werden jährlich ca. 1.800 € vom Bruttogehalt für die betriebliche Altersvorsorge einbehalten – eine Summe(enthalten im Fixgehalt), die man sich später nicht auszahlen lassen kann und die nun über Jahrzehnte vor sich hin „ruht“.
Das Zielgehalt ist nur schwer zu erreichen. Die Variable liegt bei etwa 15 % und teilt sich 50/50: Die eine Hälfte hängt von der eigenen Leistung ab, die andere von der Teamleistung (in meinem Fall: 10 Personen). Heißt konkret: Nur wenn alle im Team ihre Ziele erreichen, erhält man den vollen Bonusanteil – was in der Praxis selten vorkommt. Fairness sieht für mich anders aus.
Dienstwagenregelung:
Grundsätzlich okay, aber auch hier wird genau gerechnet. Details bleiben im Vorfeld oft unklar und sind später schwer nachvollziehbar.
Wer ein höherwertiges Fahrzeug als z.B einen VW Passat fahren möchte, muss in der Regel privat zu zahlen.(bis zu 250€ im Monat) Wer über 100€ Zuzahlung kommt muss eine Zusatzvereinbarung unterzeichnen, wonach bei Kündigung die Differenz der Leasingkosten privat übernommen werden müssen – eine Regelung, die rechtlich fragwürdig ist. Trotzdem zieht einem Wenglor nach Kündigung ohne Transparenz oder Vorankündigung einen erheblichen Betrag X von Gehalt ab.
Erst nach anwaltlicher Androhung und Bitte um Nennung der Rechtsgrundlage erhält man dann 8 Wochen später kommentarlos den Betrag erstattet. Der Eindruck: Man versucht es einfach mal.
Das ist schade und wirft im Nachhinein ein anderes Licht auf das zuvor gute Verhältnis.
Nach der Kündigung:
Leider war die Zeit nach meiner Kündigung von Kleingeistigkeit geprägt. Auf Mails wurde plötzlich nicht mehr reagiert, wichtige Informationen zur Abwicklung (z. B. Rückgabe, Reifeneinlagerung etc.) blieben unbeantwortet.
Fazit:
Ich blicke auf viele positive Jahre zurück, mit tollen Kolleginnen und Kollegen und einer angenehmen Arbeitsatmosphäre. Aber beim Thema Gehalt, Transparenz und Umgang nach dem Ausscheiden gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf.
„Mein Erfolgstipp für Wenglor: Wer erfolgreich sein will, sollte nicht nur seine Rechte kennen, sondern auch seine Pflichten.“
Work-Life-Balance
Ist gegeben
Gehalt/Benefits
Könnte besser sein. Viele sind deswegen leider schon gegangen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine E-Autos oder Hybride zur Auswahl
Kollegenzusammenhalt
Tolle Kollegen mit den man Spaß haben kann