Nicht schlecht, aber längst nicht ausgeschöpft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehaltszahlung, Edenred-Gutscheine als Zusatzleistung und eine angebotene betriebliche Altersvorsorge. Gute technische Ausstattung und flexible Homeoffice-Möglichkeiten (bis zu zwei Tage pro Woche, in Ausnahmen mehr).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führung war oft nicht greifbar und Briefings blieben häufig aus. Der Arbeitsalltag bestand viel aus Routine, spannendere Projekte waren eher den langjährigen Kollegen vorbehalten. Im Homeoffice litt die Kommunikation spürbar, und Vorgesetzte waren schwer zu erreichen. Kritik wurde nicht immer gut aufgenommen.
Verbesserungsvorschläge
Klarere Briefings und strukturierte Projektübergaben würden viel helfen – „mach mal” reicht oft nicht. Mehr Führungspräsenz, auch im Homeoffice und für erreichbare Ansprechpartner. Spannendere Aufgaben fairer verteilen statt nur nach Betriebszugehörigkeit. Und mehr Außenpräsenz: gepflegte Website und Social Media würden die Sichtbarkeit deutlich verbessern. Sich Zeit für seine Mitarbeiter:innen nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt in Ordnung. Das Miteinander war grundsätzlich okay, allerdings gibt es – wie an vielen Orten – die eine Person, bei der man aufpassen muss, was man sagt.
Image
Der Bekanntheitsgrad ist gering – lange gab es nicht mal eine richtige Website, und Social Media wurde mangels Zeit kaum gepflegt. Auch das Team wurde nach außen nicht vorgestellt, aus Sorge, jemand könnte kündigen. Nach außen wird dadurch wenig Präsenz gezeigt.
Work-Life-Balance
Bei akuten Projekten bleibt man auch mal länger. Gleitzeit gibt es nicht. Homeoffice ist an zwei Tagen pro Woche möglich nach der Probezeit.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung: nach der Arbeit.
Kollegenzusammenhalt
Sehr abhängig davon, mit wem man zusammengearbeitet hat. Mit manchen lief es richtig gut, mit anderen eher mittelmäßig.
Umgang mit älteren Kollegen
Hierarchien wurden teils spürbar ausgespielt. Von einer erfahreneren Kollegin kamen bei der Zusammenarbeit regelmäßig abwertende Kommentare in Richtung „die Junior”. Ein Umgang auf Augenhöhe sieht anders aus.
Vorgesetztenverhalten
Führung war nicht immer spürbar. Häufig wurde man in Projekte geworfen, ohne ein richtiges Briefing zu bekommen – nach dem Motto „mach mal”.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist gut. Die Räumlichkeiten sind allerdings etwas beengt.
Kommunikation
Mittelmäßig. Sobald man im Homeoffice war, fand kaum Austausch statt. Die Vorgesetzten/Projektleiter:innen waren schlecht erreichbar, weil sie ständig in Meetings steckten unter sich selbst.
Gehalt/Benefits
Gehalt kommt pünktlich, als Zusatzleistungen gibt es Edenred-Gutscheine und eine betriebliche Altersvorsorge. Unterschiedliche Gehälter je nach Person sind für mich nachvollziehbar. Die Gehaltsverhandlungen selbst waren allerdings stressig, da man alles belegen und begründen musste.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft war überwiegend weiblich und größtenteils deutsch – Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund gab es kaum. Diskriminierung habe ich nicht direkt erlebt, als eine der wenigen Personen mit Migrationshintergrund.
Interessante Aufgaben
Viel Massenproduktion – es fühlt sich teilweise an wie am Fließband, oft die gleichen Aufgaben. Spannendere Projekte kamen selten und gingen dann meist an die Mitarbeiter, die schon länger dabei sind.