Nicht zu empfehlen – Schlechte Führung und wenig Wertschätzung
Arbeitsatmosphäre
Sehr angespannt und von Misstrauen geprägt. Offenheit und Ehrlichkeit wurden kaum gelebt. Sobald es Konflikte gab, wurde nicht auf Lösungen hingearbeitet, sondern es wurde intern gegen Einzelpersonen gearbeitet.
Image
Intern deutlich schlechter als das, was nach außen vermittelt wird. Während der Bewerbungsphase wurde viel versprochen, was später nicht eingehalten wurde. Viele Mitarbeitende wirken nach außen loyal, aus Angst oder Anpassung,nicht aus Überzeugung.
Work-Life-Balance
War prinzipiell möglich, aber durch die schlechte Atmosphäre und den Druck war man oft auch außerhalb der Arbeitszeit gedanklich mit dem Job beschäftigt. Das hat die Lebensqualität stark beeinträchtigt.
Karriere/Weiterbildung
In meiner Zeit nicht erkennbar gefördert. Es gab keine konkrete Perspektive, keine Gespräche zu Weiterentwicklung und auch keine Angebote zur Weiterbildung. Wer sich entwickeln möchte, ist hier leider am falschen Ort.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wurde mir bei der Bewerbung mit bestimmten Zusatzleistungen „verkauft“, wie etwa der europaweiten Nutzung des Firmenwagens. Dass diese später eingeschränkt wurden, hat das Gesamtpaket unattraktiv gemacht und zu großem Vertrauensverlust geführt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kein erkennbarer Fokus. Themen wie Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung wurden nicht offen kommuniziert oder gelebt. Das schien im Unternehmen keine Priorität zu haben.
Kollegenzusammenhalt
Zu Beginn wirkte das Team vertraut und kollegial, privat hatte man sogar guten Kontakt. Leider kippte das Ganze, als Druck aufgebaut wurde. Viele Kolleg:innen haben sich zurückgezogen oder sogar bewusst gegen einen gestellt. Aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz wurde gelogen, anstatt füreinander einzustehen.
Umgang mit älteren Kollegen
In meinem Team waren einige ältere Kolleg:innen, die leider oft wenig fachliche Erfahrung in ihren eigenen Aufgabenbereichen mitgebracht haben. Viele wirkten überfordert oder hatten schlicht kein Interesse daran, sich wirklich mit den Themen auseinanderzusetzen. Statt Verantwortung zu übernehmen, wurde die Arbeit häufig auf andere abgewälzt oder versucht, sich irgendwie herauszuziehen. Das hat die Zusammenarbeit deutlich erschwert.
Vorgesetztenverhalten
In meinem Fall extrem negativ. Entscheidungen wurden autoritär durchgedrückt, oft ohne sachliche Grundlage. Feedback oder kritische Nachfragen wurden nicht ernst genommen. Ich habe keinerlei Rückhalt erlebt, im Gegenteil: Vorgesetzte haben aktiv gegen Mitarbeitende gearbeitet. Auch der Business Unit Manager hat sich nicht schützend vor das Team gestellt, sondern sich angepasst. Es wurden leere Versprechungen gemacht.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung war in Ordnung, aber nicht überdurchschnittlich. Problematisch war eher die willkürliche Handhabung von Vereinbarungen, wie etwa die Einschränkungen bei der Nutzung des Dienstwagens entgegen dem Arbeitsvertrag.
Kommunikation
Kommunikation war einseitig und oftmals intransparent. Entscheidungen wurden über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg getroffen, auch wenn vertragliche Regelungen betroffen waren. Gespräche auf Augenhöhe, besonders mit der Geschäftsführung, waren kaum möglich.
Gleichberechtigung
Konnte ich in meiner Zeit nicht aktiv beobachten, positiv wie negativ. Es gab keine offensichtliche Benachteiligung, allerdings auch keine echte Förderung oder Offenheit im Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven.
Interessante Aufgaben
Es gab durchaus interessante Aufgaben im Tagesgeschäft, aber die Möglichkeit, sich wirklich einzubringen oder eigene Ideen umzusetzen, war kaum gegeben. Die Priorität lag oft nicht auf sinnvoller Projektarbeit, sondern auf Kontrolle und Durchsetzung von Eigeninteressen.