Mondflug gestrichen, bitte anschnallen für die Bruchlandung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Guter Kollegenzusammenhalt innerhalb der Abteilungen: Im direkten Team herrscht ein starker Zusammenhalt, auf den man sich verlassen kann.
Schönes Gebäude und sehr leckere Kantine: Das Bürogebäude ist optisch ansprechend, und das Essensangebot in der Cafeteria ist wirklich gut. Die Küchenfee macht hier einen tollen Job, ein großes Lob dafür!
Gleitzeitregelung: Auch wenn sie in der Praxis kaum genutzt werden kann, ist die Möglichkeit, zwischen 7 und 9 Uhr zu starten, grundsätzlich positiv zu bewerten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schwache Bezahlung: Das Gehalt ist deutlich unter dem, was in vergleichbaren Unternehmen gezahlt wird, und steht in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand.
Kaum Entwicklungsmöglichkeiten: Es gibt praktisch keine Karrierepfade man bleibt, wo man ist.
Fehlende Transparenz: Entscheidungen werden oft über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg getroffen. Häufig erfährt man von Veränderungen erst im Nachhinein.
Veraltete Technik & mangelhafte Arbeitsmittel: Laptops stürzen ab, Software funktioniert schlecht was die Arbeit unnötig erschwert.
Zunehmend schlechte Stimmung: Die allgemeine Atmosphäre ist angespannt, viele fühlen sich übergangen oder nicht ernst genommen.
Verbesserungsvorschläge
Ehrliche Kommunikation: Versprechen wie „Niemand wird entlassen“ oder „Wir fliegen gemeinsam zum Mond“ wirken unglaubwürdig, wenn gleichzeitig Stellen abgebaut werden. Eine offene, realistische und transparente Kommunikation wäre deutlich hilfreicher und würde Vertrauen schaffen.
Faire Bezahlung: Die aktuelle Vergütung steht in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit. Eine marktgerechte Anpassung ist notwendig, damit Mitarbeitende langfristig motiviert und finanziell abgesichert bleiben.
Bessere technische Ausstattung: Veraltete und instabile Geräte sowie fehlerhafte interne Programme behindern die tägliche Arbeit. Moderne Arbeitsmittel und funktionierende Software sollten Standard sein.
Klare Karrierewege schaffen: Aktuell gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten. Eine strukturierte Personalentwicklung mit gezielter Förderung wäre ein wichtiger Schritt, um Mitarbeitende langfristig zu binden.
Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördern: Der Zusammenhalt in den einzelnen Teams ist gut, aber es fehlt an einem Wir-Gefühl im gesamten Unternehmen. Hier könnten gemeinsame Projekte oder regelmäßige teamübergreifende Treffen helfen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist derzeit leider sehr angespannt. Viele Kolleg:innen haben spürbar die Motivation verloren, da Entscheidungen oft über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Informationen kommen meist erst, wenn es zu spät ist, was das Vertrauen in die Unternehmensführung stark belastet.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen solide und strukturiert. Intern zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität wird immer deutlicher, was langfristig auch das Image nach außen gefährden kann.
Work-Life-Balance
Gleitzeit ist theoretisch vorhanden (zwischen 7 - 9 Uhr Startzeit), jedoch bringt sie wenig Flexibilität, da man selten vor 16 Uhr Feierabend machen kann. Dadurch bleibt das Konzept der Work-Life-Balance eher auf dem Papier bestehen.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind praktisch nicht vorhanden. Die Hierarchie ist flach: Mitarbeiter → Vorgesetzte → Geschäftsführung. Dazwischen gibt es nichts. Weiterbildungen werden nicht aktiv gefördert, sondern müssen individuell eingefordert werden, mit ungewissem Ausgang.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der eigenen Abteilung ist der Zusammenhalt sehr gut. Man unterstützt sich und hält zusammen. Abteilungsübergreifend hingegen herrscht kaum Austausch. Man kennt nur einen Bruchteil der Mitarbeitenden, was in einem Unternehmen dieser Größe eher untypisch ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg:innen werden gleichbehandelt und sind fest ins Team integriert. Es gibt keine erkennbare Benachteiligung oder Ausgrenzung.
Vorgesetztenverhalten
Zwar wird vieles offen angesprochen, aber das Vertrauen leidet, wenn man bei Problemen im Stich gelassen oder sogar „ins offene Messer“ laufen gelassen wird. Die Kommunikation wirkt dadurch häufig nur oberflächlich, nicht unterstützend. Das stärkt den Flurfunk mehr als das Vertrauen.
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude ist schön und modern, die Cafeteria bietet solides Essen. Die technische Ausstattung lässt allerdings zu wünschen übrig.
Die Lampen sind unpraktisch platziert und blenden beim Arbeiten.
Die bereitgestellten Laptops sind instabil und häufig überfordert. Das interne Programm ist veraltet und fehleranfällig, was die tägliche Arbeit erheblich erschwert.
Kommunikation
Intern wird oft das Bild bemüht, dass „wir alle gemeinsam zum Mond fliegen“ – ein motivierender Leitsatz, der bei vielen mittlerweile nur noch für ironisches Kopfschütteln sorgt. Denn statt kollektiv zum Mond zu starten, hat man eher das Gefühl, dass Kolleg:innen aus dem Unternehmen fliegen. Aussagen wie „keine Zeitarbeit, keine Entlassungen“ wurden gemacht. Die Realität sieht enttäuschenderweise anders aus. Die Kommunikation wirkt dadurch unglaubwürdig und untergräbt das Vertrauen in die Führungsebene nachhaltig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist im Vergleich zur geleisteten Arbeit absolut unangemessen. Es reicht kaum aus, um sich privat etwas aufzubauen. Sozialleistungen sind minimal und nicht vergleichbar mit dem, was andere Unternehmen bieten, das wirkt eher wie ein Taschengeld als eine faire Bezahlung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bieten leider wenig Abwechslung und Entwicklungspotenzial. Vieles wirkt routiniert und wiederholt sich stark. Eigeninitiative oder kreative Lösungen sind selten gefragt, was langfristig dem Anspruch auf eine fachliche Weiterentwicklung entgegensteht.


