Erster Eindruck war gut, aber damit hatte sich es dann auch...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bestimmte Kollegen. Nicht viele, aber die wenigen, die die Arbeit erträglich gemacht haben, waren goldwert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Rückblickend betrachtet kann ich wenig Gutes erkennen. Vieles war viel Manipulation und falsche Hoffnungen machen. Man wird hingehalten und Klärungen gab es eigentlich nie. Gehaltserhöhungen waren so gut wie gar nicht drin. Damit hat man einem sehr wohl gezeigt, wie viel wert man ihnen wirklich ist.
Verbesserungsvorschläge
Den Mitarbeitern zuhören. Die Arbeit sehen, die man wirklich macht und nicht alles abwinken, was einem erzählt wird. Mehr Vertrauen in die Mitarbeiter.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn wirkte alles recht entspannt und auch fürsorglich. Hier und da gab es mal Anerkennung und Lob, aber das verging schnell. Man merkte mit der Zeit, dass viel einfach nur Schein ist. Man wurde bei Fehlern bloßgestellt, Fehler wurden immer bei den anderen gesucht und nicht etwa bei höher gestellten Kollegen. Mit anderen Kollegen im Team war das zusammenarbeiten angenehm, allerdings gab es auch hier Probleme, die nicht ernst genommen wurden.
Kommunikation
Die Kommunikation war semi gut. Man wurde zwar über einen vierteljährigen Reporter informiert, aber nicht über die wesentlichen Dinge. Am Ende wurde man vor vollendeten Tatsachen gestellt, meistens ein paar Tage vor den großen Änderungen.
Kollegenzusammenhalt
Es kam auf die Kollegen an. Auf die meisten im Team konnte man sich verlassen. Allerdings gab es auch hier genug Leute, die einen einfach vor den Bus geworfen haben, um ihren eigenen Vorteil herauszubekommen.
Work-Life-Balance
Bei anderen Kollegen stimmte das sicherlich nicht. Pausen wurden teilweise auch fürs Arbeiten genutzt, anstatt ein ordentliches Meeting. Teilweise waren Arbeiten nach der Arbeit zu verrichten, die auch nur so lala ausgeglichen wurden. Dinge wie Homeoffice wurden teilweise komplett verteufelt und selbst in Notsituationen, musste man ewig diskutieren, dass man von Zuhause arbeiten darf. Es wirkte ständig so, als ob einem nicht vertraut wird, wirklich zu arbeiten, wenn man von Zuhause aus arbeitet.
Vorgesetztenverhalten
An diesem Punkt hatte ich mich ungemein getäuscht. Zuerst wirkte alles sehr offen und kommunikativ. Auch das man mit seinen Sorgen immer zu ihnen gehen kann. Stimmte leider nicht. Am Ende wurden wieder nur die Fehler bei einem selbst gesehen und man bemühte sich nicht, die Probleme wirklich anzupacken. Hier standen auch unfaires Verhalten im Raum. Da ich selber weiblich und ungelernt war, fühlten sich einige Kommentare und „Lösungen“ nicht wirklich fair und gerecht an. Für mich persönlich wirkte es wie unfaires Verhalten mir gegenüber.
Gleichberechtigung
Kann ich nicht behaupten. Führungsebene war zwar auch von Frauen besetzt, aber man wurde dennoch nicht für Ernst genommen.
Arbeitsbedingungen
Hatten teilweise ältere Technik als die Kunden. Auch nach mehrmaligen Beschwerden, dass wir neue PCs bräuchten, blieb dies immer wieder aus. Technik für Homeoffice wurde gar nicht oder nur absolut veraltet zur Verfügung gestellt.
Gehalt/Benefits
Gehaltserhöhung gab es nie. Selbst nach einer Verhandlung wurde man weiterhin hingehalten. Komplette Unterbezahlung für den Beruf.
Image
Einzig und allein die Führungskraft und die, die mit denen befreundet sind hatten ein gutes Wort zu verlieren.
Karriere/Weiterbildung
Hier werden nur Weiterbildungen gefördert, um bestimmte Stati zu bekommen. Weiterbildungen mussten teilweise parallel, neben den eigentlichen Arbeiten gemacht werden. Aber die nützlichen Weiterbildungen kann man an weniger als einer Hand abzählen.