Die Atmosphäre ist nett, aber die Bezahlung ist schlecht.
Verbesserungsvorschläge
- Schulung von Führungskräften in Umgang mit Zielgespräche
- Anpassung des Gehaltes für die Mitarbeiter, da sonst viele gute Leute einfach gehen.
- Aktive Schulungen für Innendienstes
- Überarbeitung der Arbeitszeiten
Arbeitsatmosphäre
Die Geschäftsführung zeigt regelmäßig ihre Anerkennung gegenüber allen Kollegen über das hauseigene Portal. Die Atmosphäre am Standort Siek ist sehr freundlich und familiär. Auch innerhalb der Abteilungen ist die Zusammenarbeit hervorragend vernetzt.
Work-Life-Balance
Es gibt die Möglichkeit, an zwei festen Tagen pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Je nach Teamleiter können diese Tage inoffiziell variabel sein und müssen nur mit dem Team abgestimmt werden. In einigen Abteilungen und bei bestimmten Teamleitern werden jedoch bestimmte Konstellationen (z. B. Montag und Freitag) nicht gerne gesehen oder sind nicht erlaubt. Ansonsten gilt eine 40-Stunden Woche, die im Hinblick auf das Gehalt nicht mehr zeitgemäß ist. Überstunden können je nach Abteilung häufiger anfallen, wobei im Vertrieb hauptsächlich der offene Auftrag zu Ende geschrieben werden muss. In einigen Abteilungen gibt es auch eine Spätschichtregelung, sodass man in bestimmten Wochen z.B. von 9 bis 18 Uhr arbeiten muss, anstatt von 7 bis 16:30 Uhr.
Karriere/Weiterbildung
Bisher sehe ich keine Möglichkeit zur Weiterbildung an meinen Standort, außer mehr Geld bei Gehaltsverhandlungen zu fordern. Weiterbildungen, wie der Fachwirt etc., führen nicht automatisch zu einer höheren Entlohnung oder Verantwortung.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt leider unter dem Durchschnitt, für Mitarbeiter und Azubis. Wenn man hier nicht aktiv verhandelt und jährlich das Gespräch mit seinem Vorgesetzten sucht, verändert sich das Gehalt nur mit etwas Glück durch den Betriebsrat, der alle paar Jahre mehrere Prozente an Lohnsteigerungen fordert. Diese Lohnsteigerungen gelten jedoch nur für Mitarbeiter, die im gleichen Jahr noch keine Erhöhung erhalten haben.
Es gibt es freiwillige Festbeträge als Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Viele Kollegen schätzen die Atmosphäre im Betrieb, werden jedoch durch das geringe Gehalt demotiviert, wodurch viele junge Leute und Azubis nicht im Unternehmen bleiben wollen.
Kollegenzusammenhalt
In den Abteilungen selbst ist der Zusammenhalt sehr gut. Zu anderen Abteilungen besteht jedoch oft wenig Bezug, außer wenn spezifische Fachfragen aufkommen.
Vorgesetztenverhalten
In einigen Abteilungen haben Mitarbeiter oft mehr Glück, ich leider etwas weniger. Mit meinem Vorgesetzten gab es wenige bis keine Gespräche über meine Ziele, Motivation oder aktuelle Probleme. (Halb-)jahresgespräche fanden ebenfalls nicht statt. Bei jedem Anliegen musste ich selbst auf meinen Vorgesetzten zugehen, da er sich sonst nicht von alleine gekümmert hätte. Bei Kündigungen in der Abteilung wird häufig nicht versucht, die Mitarbeiter zu halten, da es oft nur um die finanzielle Frage geht. Wenn man bereits ein Angebot von einem anderen Arbeitgeber hat und "nur" mehr Geld verlangt (und dabei keine utopischen Vorstellungen hat), wird vom Vorgesetzten häufig nur gesagt, dass die Entscheidung bereits getroffen wurde und kein weiteres Interesse an der Firma besteht. Leider waren auch die Rückmeldungen immer mit langen Wartezeiten verbunden, wodurch sich wichtige Themen unnötig verzögert haben.
Kommunikation
Jährlich haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, in einem Meeting die wichtigsten Ergebnisse und Kennzahlen der Gruppe zu erfahren. Je nach Abteilung variiert es jedoch stark, ob und in welchem Umfang Zahlen genannt werden oder ob überhaupt Gespräche mit Teamleitern stattfinden. Während in einigen Abteilungen wöchentliche Besprechungen üblich sind, finden in anderen nur jährliche Meetings statt. Hier besteht Verbesserungspotential, da ohne regelmäßige Gespräche eine mangelnde Transparenz herrscht und Mitarbeiter weder motiviert noch mit klaren Zielen ausgestattet werden, abgesehen von vordefinierten Umsatz- und Deckungsbeitragszielen.