47 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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47 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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47 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Die Vision des Unternehmens ist inspirierend und die Produkte leisten einen echten Beitrag. Es ist motivierend zu sehen, wie sie bedeutenden Organisationen bei ihrer wichtigen Arbeit helfen. Die Gründer erlebe ich – ungeachtet mancher schwieriger Entscheidungen – zusammen mit bestimmten Mitarbeitern als die aufrichtigsten und respektvollsten Personen im Unternehmen.
Sowohl Gründer und OE als auch Circle Leads/Projekt Manager betonen ständig Werte, Prinzipien und verbreiten Motivationssprüche. Themen wie psychologische Sicherheit, Kritikfähigkeit und echte Teambildung werden in Workshops und Meetings als "enorm wichtig" hervorgehoben, ebenso das Etablieren von "echtem" Socializing.
In der Praxis bleiben diese jedoch leere Worte: Unaufrichtiges und dominantes Verhalten einiger Mitarbeiter sowie mangelnde Inklusion stehen im klaren Gegensatz dazu. Die Initiativen wirken halbherzig seitens derer, die für die Umsetzung verantwortlich sind – wie ein Drehbuch, das abgespult wird, ohne gelebt zu werden.
Mitarbeiter in verantwortungsvollen Positionen müssen die propagierten Werte selbst vorleben. Unaufrichtiges und dominantes Verhalten und Wertschätzung, die sich aufgesetzt und taktisch motiviert anfühlt statt ehrlich gemeint, führen dazu, dass engagierte und sehr gute Kollegen das Unternehmen verlassen oder Quiet Quitting betreiben.
Zwei Entlassungswellen in diesem Jahr haben deutliche Spuren in der Belegschaft hinterlassen. Trotz regelmäßiger Motivationsversuche bestimmter Personen ist eine zunehmend angespannte Stimmung spürbar, die sich negativ auf das allgemeine Arbeitsklima auswirkt.
In diesem Bereich gibt es wenig zu beanstanden. Das vollständig remote-basierte Arbeitsmodell bietet hohe Flexibilität und ermöglicht sogar das Arbeiten aus dem Ausland.
Klassische Aufstiegsmöglichkeiten existieren aufgrund der Holakratie nicht. Trotz formaler Gleichberechtigung strukturieren sich die Teams aber doch informell nach Rollen und Erfahrung. Weiterbildung erfolgt in Eigenregie – ob das als Freiheit oder fehlende Unterstützung empfunden wird, hängt von der persönlichen Einstellung ab.
Die Teams sind gemischt: Es gibt engagierte und verlässliche Kollegen, die für ein positives Miteinander sorgen. Gleichzeitig führt die angespannte Unternehmenssituation bei anderen zu verstärktem Einzelkämpfertum, negativem Verhalten gegenüber Kollegen und weniger Kooperationsbereitschaft.
Dieses Jahr hat leider gezeigt, dass Ziele über allem stehen. Die Ziele werden sehr schnell angepasst, je nachdem wie es gerade passt. Das führt dazu, dass es an langfristiger, durchdachter Planung fehlt. Mitarbeiter werden wie Schachfiguren bewegt und notfalls auch geopfert. Das erweckt den Eindruck, dass die Verantwortlichen hauptsächlich reaktiv agieren und trotz aller wohlmeinenden Worte und motivierenden Slogans keine echte emotionale Verbindung zu ihren Kollegen/Mitarbeitern aufbauen möchten.
Die interne Kommunikation weist Verbesserungspotenzial auf. Wie in vielen Unternehmen erschweren Informationssilos und abteilungsübergreifende Barrieren einen effektiven und transparenten Austausch, hier hat die Holakratie nichts verbessert.
Die Aufgaben sind interessant und vielseitig. Mit Projekten wie dem Donor Portal, dem Donor Portal Configurator und den neuen Formularen entstehen kontinuierlich innovative Produkte, die neue Impulse für Gespräche mit Leads und Bestandskunden setzen.
Das Produkt und die Non-Profit Kund*innen sind toll und erfüllend.
- Keine Jobsicherheit
- Keine Benefits
- Fehlende Kommunikation zwischen den Teams
- Wenig Vertrauen in die Entscheidungen der Vorgesetzten
- Niemand übernimmt Verantwortung
Gerade in der schwierigen Lage in der sich das Unternehmen aktuell befindet sollte sich um die Mitarbeiter*innen gekümmert werden. Stattdessen gibt es keiner Jobsicherheit und keine Benefits.
Die Atmosphäre ist durch die vielen Kündigungen, ökonomischer Schieflage und Fehlentscheidungen aktuell sehr angespannt. Es herrscht keinerlei Jobsicherheit.
Das Unternehmen hat generell ein gutes Image nach außen, aber ist seinen Werten intern immer weniger treu, was mir Sorgen bereitet.
Full Remote gibt einem viele Freiheiten inklusive Arbeiten aus dem Ausland.
Es wird eine Co2 Bilanz aufgestellt und kompensiert. Viele Reduktionsmaßnahmen gibt es nicht und der Bereich bekommt wenig Aufmerksamkeit. Corporate Volunteering Day wird immer wieder abgelehnt.
Durch holakratische Aufstellung (gleicht in Echt jedoch sehr einer Hierarchie) gibt es fast keine Aufstiegsmöglichkeiten. Um Weiterbildung muss sich komplett selbst gekümmert werden, gibt auch fast kein Budget dafür, obwohl viele nun Aufgaben übernehmen für die sie überhaupt nicht ausgebildet sind.
Grundsätzlich ist der Zusammenhalt zwischen den meisten Kolleg*innen sehr gut. Im Vergleich zu Beginn meiner Anstellung wird das Zusammenhaltsgefühl unternehmensweit jedoch immer weniger, da es auch fast keine Formate zur Förderung des sozialen Austausches gibt, was für ein Full Remote Unternehmen schwierig ist.
Die Vorgesetzten haben viele Fehlentscheidungen getroffen durch welche das Unternehmen in diese ökonomische und menschliche Schieflage gekommen ist. In diesem Jahr wurden 17 von 73 Mitarbeiter*innen gekündigt und die Kündigungen liefen sehr unmenschlich ab. Die Vorgesetzten übernehmen keine Verantwortung für Fehlentscheidungen und die damit verknüpften menschlichen Schicksale.
Man ist durch Full Remote selbst verantwortlich für seine Arbeitsumgebung.
In meinem direkten Team lief die Kommunikation bis zu den Kündigungswellen sehr freundlich und kompetent ab. Unternehmensweit gibt es seit Beginn meiner Anstellung immer wieder Missverständnisse und Unklarheiten aufgrund von fehlender Kommunikation zwischen den Teams.
Gehalt ist okay, aber es gibt durch die finanzielle Lage, wenn nur minimale Gehaltserhöhungen seit längerer Zeit.
Ich durfte immer mehr Aufgaben übernehmen und habe daher viel Abwechslung und persönliche Weiterentwicklung. Man muss jedoch aufpassen, dass man nicht zu viele Aufgaben außerhalb seines eigentlichen Arbeitsvertrages übernimmt.
Die Arbeitsatmosphäre ist meist freundlich, wird aber durch häufige Änderungen, langsame Prozesse und unklare Prioritäten teilweise herausfordernd, was die Zusammenarbeit zwischen den Teams erschwert.
Nach außen wirkt das Unternehmen sehr positiv, die interne Realität erschien mir jedoch anders.
Die Work-Life-Balance ist großzügig gestaltet. Es gibt viel Flexibilität, zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit, Workations, Teilzeitmodelle, Homeoffice und die Möglichkeit, private Termine während der Arbeitszeit wahrzunehmen. Auch die Teilnahme an Meetings ist meist optional.
Das Sozialbewusstsein des Unternehmens wirkte auf mich teilweise begrenzt. Neue Kolleg:innen wurden schnell eingestellt, ohne dass mir klar war, welche Aufgaben sie übernehmen oder welche Prioritäten gelten. Einige Monate später folgten überraschende Entlassungen, meist ohne vorherige Gespräche oder erkennbare Alternativen. Dabei entstand der Eindruck, dass die langfristige Absicherung der Mitarbeitenden offenbar nicht auf einer stabilen finanziellen Planung basierte und die Mitarbeitenden nicht im Vordergrund standen.
Klassische Weiterbildungen oder Zertifizierungen wurden nicht angeboten. Individuelle Entwicklung schien meist nur möglich, wenn sie zur Holokratie passte. Karriereentwicklung wirkte insgesamt eher eingeschränkt.
Offiziell gibt es in der Holokratie keine klassischen Vorgesetzten, praktisch existieren sie jedoch. Ich empfinde die Führung häufig als unstrukturiert und improvisiert. Strategien ändern sich regelmäßig und erscheinen eher reaktiv als langfristig geplant. Ich habe oft den Eindruck, dass klare Entscheidungskompetenz und notwendige Expertise fehlen, um Herausforderungen effizient zu bewältigen. Verantwortung wird dabei oft auf äußere Umstände abgeschoben, anstatt aktiv übernommen.
Die vorhandene Work-Life-Integration ermöglicht es, die eigene Arbeit flexibel zu gestalten, zum Beispiel um Kinder abzuholen oder private Termine wahrzunehmen. Gleichzeitig sind die Arbeitsprozesse teilweise langwierig, und Entscheidungen dauern oft länger als nötig. Hohe Abwesenheitsquoten in mehreren Teams erschweren mitunter die zügige Umsetzung von Projekten.
Die Kommunikation erinnerte oft an ein Stille-Post-Spiel. Niemand wusste genau, wer welche Informationen weitergegeben hat oder woher sie stammen. Viel Kommunikation läuft über interne Chats.
Die Gehälter wirkten auf mich eher niedrig, was in der NGO-Branche häufiger vorkommt. Gelegentlich kam es zu verspäteten Gehaltszahlungen. Ein Bonussystem für bestimmte Abteilungen, wie zum Beispiel den Vertrieb, gibt es nicht.
Nach außen wird Gleichberechtigung aktiv betont, unter anderem durch eine Gender-Policy in der Kommunikation. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass im Rahmen einer Kündigungswelle fast ausschließlich Frauen betroffen waren. Solche Entscheidungen werfen aus meiner Sicht Fragen zur tatsächlichen Umsetzung und zum ernsten Interesse des Unternehmens an Gleichstellungsprinzipien auf.
Die Aufgaben könnten spannend und abwechslungsreich sein, ihre Umsetzung wird jedoch oft durch lange Prozesse und Verzögerungen erschwert. Die Strukturen wirken teilweise sehr bürokratisch und stark geregelt, fast wie in einer Behörde, was Abläufe zäh und langwierig erscheinen lässt. Wer ein Arbeitsumfeld wie in einem modernen Tech-Unternehmen erwartet – mit Tempo und Agilität – wird hier enttäuscht.
- Flexibles Arbeiten
- Tolle Menschen mit viel Persönlichkeit und Empathie
Siehe unten
- Zähe Prozesse optimieren
- Langfristige und vorausschauende Planung und Handlungsweisen etablieren
- Die Entwicklung vom Start-up zu einem soliden Unternehmen vorantreiben
Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind offen, freundlich und empathisch. Allerdings empfand ich, dass nicht alle offen für Neues und Veränderungen sind, was die Zusammenarbeit manchmal etwas mühsam gestaltet. Die Arbeitslast schien mir ungleich verteilt zu sein, so dass auf machen Teams mehr Druck lastet als auf anderen. Prinzipiell ist die Stimmung aber positiv.
Image stimmt nicht mit der Realität überein.
Hier gibt es nichts zu beanstanden. Es wird viel Wert auf Work-Life-Integration gelegt. Private Termine können während der Arbeitszeit wahrgenommen werden, man kann sich um Familie und Kinder kümmern und muss nicht an allen Meetings teilnehmen. Es gibt Vertrauensarbeitszeit, Workations, flexibles Arbeiten, Teilzeit – kurz gesagt: alle Modelle, die man sich vorstellen kann. Nachteil ist jedoch, dass es durch viel Abwesenheit zu Projektverzögerungen kommt. Dafür ein Punkt Abzug.
Wie bereits erwähnt, gibt es keine Zielvereinbarungen oder Aufgaben, die die persönliche Karriereentwicklung unterstützen würden. Möglicherweise mag dies für Berufsanfänger*innen zutreffen, jedoch ist es unvorteilhaft für Personen mit einer gefestigten Karriere, die ihre nächsten Karriereschritte planen.
Durch die Arbeit in der Non-Profit-Branche kann man hier natürlich nicht viel erwarten, jedoch arbeitet man sich auch nicht müde. Es gibt jedoch keine Zielvereinbarungen. Sozialleistungen sind ebenfalls vorhanden. Gehalt kann unpünktlich sein.
Sozialbewusstsein gering wenn es um die Zukunft der Mitarbeitenden geht. Es wird massenhaft eingestellt, große Ziele werden angepriesen, Druck aufgebaut ohne Strategien und Prioritäten anzupassen, nur um dann wenige Monate eine ganze Reihe an Mitarbeitenden spontan zu kündigen. Ohne Vorgespräche, ohne Alternativen, ohne Plan.
Mühsam wird es, wenn nicht alle am gleichen Strang ziehen und zu viel Druck auf einzelnen Teams oder Personen liegt.
Generell ein Unternehmen mit vielen jungen Mitarbeitenden, daher kann ich dazu nicht viel sagen.
Holakratie führt dazu, dass es keine klassischen "Vorgesetzten" gibt. Dies vereinfacht einiges, bringt aber auch Nachteile mit sich. Nicht jeder ist in der Lage oder bereit, Entscheidungen zu treffen. Im Allgemeinen orientiert sich vieles an der aktuellen Unternehmensstrategie, die sich jedoch rasch ändern kann. Was als Agilität verkauft wird ist jedoch eher Planlosigkeit. Die hohe Flexibilität geht mitunter mit einem gewissen Chaos einher (wenn alles Priorität hat, hat nichts Priorität). Obwohl die Gründer generell sehr nett und offen sind, mangelt es im Unternehmen an Führungsqualitäten, Entscheidungskompetenzen und einer langfristigen, strategischen Planung und Umsetzung. Hier habe ich mehr erwartet von einem Unternehmen, das bereits 15 Jahre etabliert ist.
Durch die vorhandene Work-Life-Integration ist es möglich, sich seine Arbeit selbst einzuteilen, wie man möchte. Dafür 5 Punkte. 1 Punkt Abzug für die Zähigkeit und langen Entscheidungsfindungen. Ein weiterer Punkt Abzug für den hohen Krankenstand, der sich durch alle Teams zieht. Hier scheint wenig proaktiv getan zu werden, damit es den Mitarbeitenden gesundheitlich gut geht und man den Krankenstand generell reduziert.
Viele verschiedene Tools sind im Einsatz und eröffnen kurze Kommunikationswege. Obwohl viel kommuniziert wird, bleibt oft etwas auf der Strecke. Vor allem bei wichtigen Entscheidungen herrscht hier Verbesserungsbedarf. Meistens ist der Ton freundlich.
Kununu fragt hier, ob Frauen die gleichen Chancen haben, daher beantworte ich nur diese Frage. In der vergangenen betrieblichen Kündigungswelle wurden fast ausschließlich Frauen entlassen. Hier kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.
Aufgrund der genannten Probleme und holakratischen Strukturen kommt es häufig zu Verzögerungen, wodurch alles recht zäh wirkt. So stelle ich mir Arbeiten auf einem Amt vor. Zudem sind die Produkte wenig ansprechend. Bedauerlicherweise konnte ich meine beruflichen Fähigkeiten während meiner Anstellung nur geringfügig ausbauen.
Das Onboarding ist gut strukturiert und vermittelt einen positiven Einstieg.
Kontrolle im Gewand der Freiheit. Wer hinter die Kulissen blickt, erkennt: Selbstorganisation ist hier vor allem ein gut gepflegtes Narrativ.
Man wird mit einem freundlichen Lächeln empfangen – solange man mit dem Strom schwimmt.
Strahlend, sauber, werteorientiert und gleichzeitig schwer durchschaubar.
Insgesamt gut. Die Flexibilität ermöglicht eine gesunde Balance zwischen Berufs- und Privatleben.
Nach außen hin stark positioniert.
Intern werden Begriffe wie Holokratie verwendet, dienen in der Praxis jedoch als Instrument zur Steuerung und Kontrolle.
Der Umgang mit Personal wirkt instabil, unprofessionell und respektlos:
Große Recruitings + Spontane Kündigungen.
Eine Rechtsschutzversicherung ist sehr zu empfehlen.
Viele großartige Menschen – leider oft gefangen im System. In schwierigen Situationen verläuft Solidarität eher im Kreis als nach vorne.
Die Führung gibt sich demokratisch und zugänglich, agiert in der Praxis autoritär – oft charmant verpackt mit Smileys.
Prioritäten ändern sich schneller als Slack-Kanäle – was als Agilität verkauft wird, wirkt oft planlos.
Transparenz wird großgeschrieben, verschleiert aber oft mehr, als sie offenlegt. Entscheidungen scheinen wie aus dem Nebel zu kommen – unklar, woher sie stammen und wer sie getroffen hat.
Kurzfristig angemessen. Langfristige Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden.
Onboarding, liebenswürdige Mitarbeitende
Siehe unten und zu viele Mit-Entscheider ohne Fachwissen
Mehr in Weiterbildung investieren, Wissen über ideologische Ideen stellen, mehr Verantwortungsübernahme, weniger Traumdenken, Entscheidungen über Kleinigkeiten schneller treffen, mehr echte Zusammenarbeit
Mit den meisten Mitarbeitenden ist das Arbeiten sehr angenehm, fast jeder und jede ist hilfsbereit. Es herrscht eine warme Atmosphäre. Es gibt aber einen Unternehmensteil, der sehr um sich kreist, und ideologisch agiert. Das macht es schier unmöglich, Dinge gemeinsam anzupacken.
Wer hier etwas auszusetzen hat, erstaunt mich.
Ok für die Branche
Auf dem Papier groß.
Freundlichkeit wird vorgelebt
Fünf Sterne für Flexibilität, Abzüge für Zähigkeit.
Es gilt schon Gesagtes. Ein Teil des Unternehmens erschwert Kommunikation durch ideologische Vorgaben oder Verhaltensweisen bisweilen sehr. Es herrscht ein krasser Dogmatismus, nichts fließt. Ein bisschen Orwell. Daneben viel Freundlichkeit.
Manche sind scheinbar berechtigt, Dinge zu tun, die man in anderen Unternehmen nicht täte. Das ist kulturbedingt, und eine hohe Anpassung an die Kultur erlaubt mehr Berechtigung und Raum, egal, wie falsch das ein oder andere nach objektiven Kriterien ist.
Man versteht es schnell, es ist nicht komplex
Atmosphäre, Mission, die Produkte und Projekte, Transparenz, Wertschätzung, Fehlerkultur, Qualitätsbewusstsein gepaart mit Pragmatismus, alle ziehen an einem Strang – und vor allem: Hier fühlt man sich einfach wohl
Schlechte Weiterbildungsmöglichkeiten, (wenn man nicht aufpasst) hoher Workload, Arbeitsmittel (vor allem Software und bestimmte Prozesse)
Es herrscht eine sehr freundliche und angenehme Arbeitsatmosphäre.
Mitarbeiter reden auch privat gut über das Unternehmen – und das zurecht.
Es gibt einfach sehr viel zu tun. An vielen Tagen hat man keine Zeit für Verschnaufpausen und selbst wenn man darauf achtet, dass man nicht zu viele Überstunden macht, ist man am Endes des Tages müde. Hier muss man wohl aber selbst lernen "Nein" zu sagen.
Weiterbildungsmäßig sieht es hier leider Mau aus. Es gibt kein Weiterbildungsbudget und auf Konferenzen kann auch nicht jeder gehen. Dafür hat man viele sehr erfahrene Kollegen von denen man einiges lernen kann.
An anderer Stelle würde man mehr verdienen, aber soweit ich weiß sind die Gehälter für diese Branche durchaus solide.
Ideologisch muss sich dieser Arbeitgeber nirgendwo verstecken – und das ganze Team steht hinter den Idealen.
Kollegen unterstützen sich gegenseitig und Politik am Arbeitsplatz gibt es erfreulich wenig. Ich habe das Gefühl, dass ich mich voll und ganz auf mein Team verlassen kann.
Es gibt in diesem Sinne zumindest theoretisch keine Vorgesetzten in der Holokratie. Praktisch gibt es sie dann doch – aber man fühlt sich immer respektiert und ernst genommen.
Bei Software, Hardware, und Prozessen gibt es durchaus Nachbesserungsbedarf.
Die Kommunikation hier ist sehr offen und man hat nie das Gefühl, ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen.
Wahrscheinlich bin ich in keiner guten Lage das zu beurteilen, aber zumindest aus meiner Sicht wird hier jedem die gleiche Wertschätzung zuteil.
Es gibt spannende Produkte, die anderen Menschen wirklich weiterhelfen. Natürlich gibt es auch hier und da Fleißarbeit oder Nerviges, aber insgesamt sind die Aufgaben und Projekte abwechslungsreich und interessant.
Die HR-Leute machen einen tollen Job und haben hier viele liebe, engagierte, tolle Menschen zusammen gesucht.
Kleine Anekdote dazu: Im Tagungshotel, in 2023 zum Teammeeting waren, haben mehrer Leute vom Personal gefragt, ob wir wohl im kommenden Jahr wieder kommen. Sie sind es nicht gewohnt, dass Gäste so lieb und offen sind und hätten uns gerne wieder als Gäste. Das finde ich, trifft es schon ganz gut.
Viele herzliche Menschis
Mir ist schwer gefallen, dass die FundraisingBox zwar ein seit mehr als einem Jahrzehnt etabliertes Unternehmen ist, sich aber gleichzeitig viel so anfühlt, als würde es gerade erst wirklich losgehen.
Einerseits ist aktuell starkes Mitarbeiter-Wachstum, andererseits müssen viele Strukturen gerade erst entstehen, endlich mal angegangen werden oder ganz neu sortiert werden.
Mein Offboarding war grauenhaft.
In meinem Fall war ein Teil davon Timing - im HR ist eine neue Person gekommen und Aufgaben mussten neu verteilt werden.
Aber nach dem was ich von Kollegen gehört und auf Kununu gelesen habe, liegt der größere Teil einfach daran, dass die FundraisingBox da bisher nix drauf gibt.
Für ein Unternehmen, dass so sehr mit seinem Onboarding angibt, ist das ernüchternd.
Simpler und billiger Vorschlag: Lasst die Leute nicht auf eigene Kosten ihre Laptops zurück schicken, sondern schickt ne Versandmarke.
Als Metapher sehe ich die FundraisingBox als herzliche Pizzaria mit Stumpfen Messern. Man ist sehr um die Kunden bemüht, und so gibt es inzwischen auch Döner und Pad Thai auf der Karte, weil man mag, dass sich die Kunden wohl fühlen. Seit der Gründung sind schon einige Jahre ins Land gezogen, und so blättert hier und da der Putz und man wundert sich schon irgendwie, wieso es an manchen Tagen arg mühsam ist alles Essen auf die Tische zu bringen.
Dem Küchenpersonal ist an sich klar: Die Messer sind stumpf. Wie könnte man das nur lösen?
Ja ok, inzwischen werden hin und wieder neue Messer gekauft - aber es fehlt der Geistesblitz, dass man Messer regelmäßig schleifen muss, damit die Arbeit leicht von der Hand geht.
Früher war man das einzige Restaurant im Stadtteil, war seinen Kunden sehr treu und die Kunden sind den guten Service gewohnt und haben immer gerne ihre Familien mit her gebracht. Aber - oh Schreck - plötzlich machen neue, innovative Restaurants und Imbisse in der Nähe auf. Was jetzt?
Ein bisschen alles beim alten, ein bisschen Laden vergrößern und Filialen eröffnen, ein bisschen alles neu - alles gleichzeitig.
Und weiterhin ohne Schleifstab.
Die Kollegis sind sehr lieb und sowohl professioneller Umgang als auch persönlicher Austausch sind möglich.
Die FundraisingBox verfolgt seit langer Zeit ein sehr nobles Ziel.
Wie andernorts angemerkt gibt es so manches Wunsch-Denken, dass für Frust sorgt.
Durch Remote-Work und relativ freier Zeiteinteilung können viele unkonventionellen Entwürfe gelebt werden.
Ich weiß von Kollegis die weite Reisen realisieren konnten, Mittags ne ausgiebige Runde mit dem Hund gehen, den Winter in der Sonne verbringen oder nebenher studieren.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass Weiterbildung und Weiterentwicklung ein bedeutsamer Schwerpunkt bei Wikando ist.
Neues Wissen kommt durch Neuanstellungen ins Unternehmen.
Aber ich glaube es gibt eine holakratische Rolle mit dem Auftrag ... (Stichwort: Wunsch-Denken)
Dadurch, dass zuletzt nicht klar ist, wer "Vorgesetzter" ist, ist auch eine Mitarbeiter-Entwicklung nicht so einfach - mit wem spricht man über sowas? Wer ermutigt? Da scheint was in der Mache zu sein.
Ich war mit meinem Gehalt zufrieden.
Wenn ich dann noch mit einbeziehe, dass die FundraisingBox ausschließlich Kunden im gemeinnützigen/wohltätigen Sektor hat - also selbst auch bewusst mit Geld umgehen sollte - finde ich das Gehalt super.
Weiß nicht, wie es abseits der IT ist.
Es gäbe noch ein paar Möglichkeiten für Benefits mit guter Kosten-Nutzen-Kalkulation die bisher nicht ausgeschöpft werden. Die Bereitschaft dazu ist aber grundsätzlich vorhanden.
Die FundraisingBox ist inhaltlich darauf ausgerichtet Organisationen darin zu unterstützen der Welt gutes zu tun.
Also remote-only Unternehmen müsste der Umwelt-Impact recht sanft sein und es werden auch Maßnahmen wie CO2-Kompensation wahrgenommen.
Das Essen bei den halbjährlichen Teamevents ist vegetarisch/vegan (mit der Freiheit sich Fleisch zu bestellen, wers braucht), Zug und gemeinsames Anreisen wird positiv unterstützt (ohne dass Leuten Nachteile entstehen würden, für die das nicht möglich/sinnvoll wäre).
Die Fundraisingbox hätte hier vermutlich 6 - 7 Sterne verdient.
Es gibt nur vereinzelt Kollegis über 50, von daher ist das schwer zu bewerten.
Die FundraisingBox ist nach Holakratie organisiert. Das bedeutet im Grunde, dass es keine klassische Pyramiden-Hierarchie gibt, es viel Selbstbestimmung gibt und Entscheidungen von den Leuten getroffen werden können, die es am meisten betrifft.
Ich hab bei mir und vielen anderen wahrgenommen, dass die FundraisingBox damit noch nicht an einem gesunden Stand angekommen ist.
Die Frage "wer ist mein Vorgesetzter" ist ein Inside-Joke - weil es ja eigentlich keine klassischen Vorgesetzten gibt, irgendwie. Dennoch ist sowas wie Feedback, Begleitung, Mitarbeiterentwicklung usw. ja nicht das schlechte, was man mit der Hierarchie hinter sich lassen will.
Und das mit der Selbstbestimmung endet dann offenbar doch noch das ein oder andere Mal, wo die beiden Gründer:innen was anderes wollen.
Holakratie ist meiner Ansicht damit eines von einigen Wunschdenken bei der FundraisingBox. Also in der Theorie ne super Sache, was das voll zum Selbstbild passt, aber teils wird zu wenig Energie investiert, um es wirklich wirklich mit Leben zu erwecken oder es werden dann doch Abkürzungen gemacht.
Das gute ist, dass es keine Hürden gibt auch mit den Gründer:innen zu sprechen.
Die FundraisingBox stellt neue Rechner und alles, was für das gute Arbeiten von zuhause nötig ist.
Allerdings hab ich von langjährigen Mitarbeitern den Eindruck bekommen, dass es kein routinemäßiges Angebot gibt, die Rechner zu erneuern.
Gerade in der IT finde ich es sinnvoll nach spätenstens 3 Jahren zu gucken, ob Maschinen erneuert werden sollte. Auf Eigenintitiative scheint eine Erneuerung aber möglich zu sein.
Mein Impuls, einen Kurs zu ergonomischem Arbeiten am Schreibtisch, war bisher noch nicht erfolgreich. Auch mit dem Wunsch nach ergonomischen Tastaturen/Mäusen war ich scheinbar Vorreiter - der Wunsch wurde aber gerne umgesetzt und stehen jetzt auch für alle zur Verfügung.
Bei einer Remote-only-Firma finde ich es wichtig da besonders drauf zu achten.
Grundsätzlich ist die Kommunikation bei der FundraisingBox wertschätzend und es fällt nicht schwer offene Ohren zu finden.
Allerdings gibt es einige Themen über die regelmäßig gesprochen wird, ohne, dass was voran zu gehen scheint.
Auch die interne Organisation nach Holakratie führt bei der FundraisingBox zu so manchen langwirigen Gesprächen, die vermutlich auch sehr viel knapper und zielführender sein könnten - ob das an der FundraisingBox oder an Holakratie liegt, kann ich nicht sagen.
Ich denke, dass bei der FundraisingBox Gleichberechtigung zu den Grundwerten gehört und sich viele Menschen sozial aufgehoben fühlen werden.
Als Mann in der IT, kann ich das aber nur unvollständig bewerten.
Die FundraisingBox hat einen super Zweck und es gibt viel zu tun.
Respektvoller, freundlicher und wertschätzender Umgangston im Team und auch mit den "Chefs". Erfahrene und kompetente Entwickler*innen, das macht Spaß! Es gibt fachlichen Austausch, Pair-Programming, Reviews. Auf Tests und Code-Qualität wird Wert gelegt.
Viel Dynamik. Holokratie hat viele Chancen gebracht aber auch einiges schwieriger gemacht.
Herzlich, offen und respektvoll.
Dass Benefits auch gelebt werden! Flexible Arbeitszeiten sind auch flexibel und kein du darfst zwischen 8 und 8.30 auf der Arbeit erscheinen.
Was ich ansonsten am meisten bemerke: Wie nett miteinander gesprochen wird! Nach vielen Jahren in Agenturen und viel "agenturtypischen Konkurrenzkampf" habe ich das Gefühl, dass man hier einfach die Arbeit des anderen wertschätzt ohne zu urteilen.
Auch das Onboarding hat mich wahnsinnig gut ankommen lassen und ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich das Unternehmen und Produkt erstmal kennen lernen darf, bevor ich mich um meine Tasks kümmern kann.
Bisher kann ich hierzu keine Aussagen treffen, da ich dafür noch zu frisch im Unternehmen bin. Bisher bin ich sehr zufrieden und bereue meinen Wechsel keineswegs.
Durch Holakratie hat man wahnsinnig viel Verantwortung und Entscheidungsfreiheit - teilweise fehlt aber etwas die Rückmeldung, da jeder hauptsächlich für sich selbst verantwortlich ist da man hier als Experte agiert. Dennoch eröffnet diese Struktur ganz neue Möglichkeiten und Chancen, um sich selbst weiter zu entwickeln.
So verdient kununu Geld.