Vom Hersteller zum Dienstleister: Chinas Einfluss wächst – und es wird kaum besser werden
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich möchte aber auch die positiven Dinge nicht unerwähnt lassen: Gleitzeit für Angestellte, die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten (wenn auch eingeschränkt), neue Büros, gute IT-Ausstattung und ein wirklich tolles Produkt. Außerdem ein großes Lob an das Reinigungspersonal – es ist immer alles sauber, die Sanitäranlagen sind vorbildlich gepflegt!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich leider besonders negativ empfinde, ist die hohe Zahl an inkompetenten Führungskräften. Es gibt keine vertraulichen Ansprechpartner, keinen Betriebsrat, keine Gewerkschaft und keine echte Anerkennung für gute Leistungen.
Und: Einmal pro Woche gibt es zwar Obst – aber selbst darum muss man sich "prügeln". Das sagt irgendwie schon viel aus.
Verbesserungsvorschläge
Urlaubs- und Weihnachtsgeld für alle. Zeitgemäße Benefits statt Lippenbekenntnisse. Das Produkt in den Mittelpunkt stellen – und konsequent in alle Richtungen verbessern. Den Einfluss Chinas differenzierter analysieren – und endlich auch den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Glauben schenken.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Meinung nach ist die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen schwach. Oft habe ich das Gefühl, dass manche Abteilungen eher gegeneinander als miteinander arbeiten und sich gegenseitig auszustechen versuchen. Hier sehe ich noch sehr viel Verbesserungspotenzial.
Image
Das Image des Unternehmens ist aus meiner Sicht derzeit angeschlagen – was sicherlich auch auf die Entscheidungen der früheren Geschäftsführung zurückzuführen ist. Die neue Leitung bemüht sich erkennbar um einen Kurswechsel, doch solche Prozesse brauchen Zeit. Bislang sind die Fortschritte eher gering. Im Gegenteil: Es zeichnen sich bereits neue Probleme ab, die zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.
Work-Life-Balance
Das ist stark abteilungsabhängig. Ich persönlich habe mit dem Gleitzeitkonto gute Erfahrungen gemacht. Auch früheres Gehen, Urlaub oder das Abbauen von Überstunden wurde bei mir in der Regel problemlos genehmigt.
Negativ empfinde ich allerdings die Regelung, dass mobiles Arbeiten nur einmal pro Woche erlaubt ist. Und auch die 40-Stunden-Woche halte ich nicht mehr für zeitgemäß.
Karriere/Weiterbildung
Schulungen kann man anfragen, und sie werden auch oft genehmigt – das finde ich gut. Aber was Karriereentwicklung angeht: Ich persönlich habe das Gefühl, dass man hier keinen echten Aufstieg machen kann. Es wird eher signalisiert: "Du hast deinen Platz – und der bleibt auch so."
Gehalt/Benefits
Gehalt: Insgesamt empfinde ich das Angebot als durchschnittlich – nicht besser, aber auch nicht schlechter als bei vielen anderen Unternehmen in der Region.
Was ich mir wünschen würde: Weihnachts- und Urlaubsgeld für alle Mitarbeitenden sowie modernere Benefits. Und vor allem: ein echtes offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeitenden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In meinen Augen wird hier kaum etwas aktiv unternommen. Klar – Energie wie Strom oder Gas wird aus Kostengründen gespart. Aber ich sehe keine Schulungen, kein Informationsmaterial, keine Kampagnen, um Mitarbeitende für das Thema zu sensibilisieren.
Kollegenzusammenhalt
Aus meiner Sicht hängt der Erfolg der Zusammenarbeit sehr stark davon ab, mit welchen Personen oder Abteilungen man zu tun hat. Es gibt wirklich gute, konstruktive Zusammenarbeit mit einigen Kolleginnen und Kollegen – leider wird diese aber oft durch andere Beteiligte behindert oder sogar zunichtegemacht.
Umgang mit älteren Kollegen
Sie werden grundsätzlich respektiert, allerdings nicht spürbar anders oder besonders wertschätzend behandelt als jüngere. Ein bewussterer Umgang mit ihrer Erfahrung und ihrem Beitrag würde dem Team insgesamt guttun.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Meinung nach fehlt vielen Vorgesetzten sowohl die Erfahrung als auch die Eignung, um ihre Rolle angemessen auszufüllen. Viele Ideen werden mit nicht nachvollziehbaren Argumenten einfach abgewürgt. Mitarbeitergespräche habe ich nie erlebt. Was ich besonders schlimm finde: Es kommt nicht selten vor, dass Mitarbeitende knallhart belogen werden – und von der Unternehmensleitung wird nichts dagegen unternommen.
Arbeitsbedingungen
Bei den Angestellten sehe ich gute Bedingungen: neue, klimatisierte Büros, moderne IT-Ausstattung. Das finde ich sehr positiv. In der Produktion sieht das leider ganz anders aus. Dort gibt es teils brandgefährliche Arbeitsbedingungen, die meines Erachtens nicht den Anforderungen der Berufsgenossenschaft entsprechen. Das gilt aber nicht für alle Produktionsabteilungen.
Kommunikation
Ich finde den internen Informationsfluss katastrophal. Aus meiner Sicht ist das die größte Schwachstelle im Unternehmen. Wichtige Informationen kommen entweder gar nicht oder viel zu spät bei den Mitarbeitenden an. Oft werden nur einige wenige informiert, obwohl bestimmte Themen für viele andere ebenfalls relevant wären. Betriebsversammlungen oder offizielle betriebliche Informationsveranstaltungen sind quasi nicht vorhanden. Stattdessen wird vieles einfach per E-Mail verteilt – mit der Aufforderung, es an Mitarbeitende ohne Mailzugang weiterzugeben.
Fairerweise möchte ich aber sagen, dass der informelle Austausch unter einzelnen Mitarbeitenden sehr gut funktioniert. Viele Kolleginnen und Kollegen geben sich wirklich Mühe, andere auf dem Laufenden zu halten.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht werden Mitarbeitende nicht gleichbehandelt. Manche genießen deutliche Vorteile gegenüber anderen – warum das so ist, bleibt oft unklar.
Andererseits habe ich in einigen Bereichen auch den Eindruck, dass dort wirklich fair und ohne Unterschiede gehandelt wird. Das möchte ich positiv hervorheben.
Interessante Aufgaben
Vor Corona waren die Aufgaben abwechslungsreich, spannend und lehrreich. Es wurde nie langweilig. Nach der SAP-Einführung hat sich das komplett verändert. Die Einführung war schlecht organisiert, die Datenmigration chaotisch, Hilferufe wurden ignoriert – und seitdem ist die Arbeit eintönig und wenig fordernd. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass das Unternehmen nichts dafür tut, neue Kunden zu gewinnen und sich zunehmend wie ein Dienstleister verhält. Sehr schade!