Gut am Arbeitgeber finde ich
Schöne Villa als Arbeitsort
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Unternehmen werden am laufenden Band Praktikanten eingestellt, welche sich gegenseitig anlernen. Es gibt keinen festen Mitarbeiter als Ansprechpartner. Die Führung ist fast nie da, lernt einen kaum an und hat sehr hohe Erwartungen an einen alles sofort zu verstehen und umzusetzen. Sobald man was falsch verstanden hat oder sobald man sogar extra nachfragt, ob man ihre Anweisung richtig verstanden hat (um keinen Fehler zu machen), wird man angemotzt "Das habe ich doch gerade gesagt!".
Feedback-Kultur und Wertschätzung: Fehlanzeige.
Es wird einem das Gefühl gegeben dumm zu sein.
Weinen nach der Arbeit nicht unüblich. Den Vertrag früher kündigen (sodass es fürs Studium noch passt) und Versuche sich während des Praktikums wo anders zu bewerben sind auch nicht unüblich.
Wenn die Vorgesetzte einen nicht mag, dann wird man aus Projekten ausgeschlossen, aber sobald man anspricht, dass es offensichtlich ein Problem gibt, wird einem Honig um den Mund geschmiert. Keine konstruktive Kritik/Verbesserungsvorschläge.
Am Ende wird man (nicht alle, muss ich hier zugeben) mit einem schlechten Arbeitszeugnis belohnt, was man keinem anderen Vorgesetzten zeigen kann, wenn man keinen schlechten Eindruck machen will. Das hätte man verhindern können, wenn die Führung einem sagen würde, was man besser machen kann. Oder, wenn sie einen einfach kündigen würde, wenn man solch angeblich schlechte Arbeit macht. SCHADE !
Verbesserungsvorschläge
Ich verstehe, dass man kurzfristig Geld spart, wenn man junge Leute für ca. 5 Euro die Stunde arbeiten lässt, aber sinnvoller und langfristig billiger wäre es feste Mitarbeiter einzustellen, anstatt sich alle 6 Monate einen Praktikanten zu holen, dem man immer alles neu erklären muss und der verständlicherweise auch Fehler macht.
Zudem müsste man sich als Führungskraft den ganzen Stress auch nicht geben, wenn die Praktikanten einen festen Ansprechpartner hätten, der schon alle Abläufe kennt.
Image
Image sehr gut, hinter den Kulissen - naja. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Die Kunden haben ein komplett anderes Bild von dem Unternehmen als Interne. Auch das Verhalten der Führungskraft ändert sich schlagartig gegenüber den Kunden.
Work-Life-Balance
Es gab die Möglichkeit in Absprache später zu kommen oder früher zu gehen und an anderer Stelle dann nachzuarbeiten, das ist praktisch. HomeOffice wird auch angeboten.
Leider wird manchmal außerhalb der Arbeitszeiten auf dem privaten Handy angerufen.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind das Beste am Unternehmen. Angst vor der Führungskraft schweißt zusammen. Man unterstützt sich gegenseitig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okey, wenn man bedenkt, dass Unternehmen Pflichtpraktikanten gar nichts an Lohn zahlen müssen. Aber bei dem ganzen Stress mit der Führungskraft und den Überstunden kommt das Wort "ausbeuterisch" ganz gelegen.
Gleichberechtigung
Soweit ich weiß, werden fast nur junge Frauen eingestellt. Oft solche, die sich eher nicht trauen der Führung die Stirn zu bieten. Ein Schelm, wer Böses denkt.
Interessante Aufgaben
Man arbeitet mit verschiedenen Unternehmen zusammen und betreut diese. Das ist spannend, vor allem, wenn man in den Workshops/Trainings dabei sein kann.