Gute Produkte und tolle Kollegen, aber Führung ohne Strategie und Vision
Verbesserungsvorschläge
Es gibt so viel zu verbessern, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll. An erster Stelle steht die dringende Notwendigkeit, eine klare Strategie zu entwickeln. Wir brauchen einen Plan, Ziele und messbare Zahlen.Mitarbeitervorschläge sollten ernst genommen und diskutiert werden, anstatt sie pauschal abzulehnen. Es braucht regelmäßige Meetings, in denen Ideen ausgetauscht und Strategien besprochen werden können. Die Geschäftsführung muss deutlich präsenter sein, kommunizieren und Verantwortung übernehmen. Es reicht nicht, sich im Hintergrund zu halten und zu hoffen, dass alles irgendwie läuft.
Die große Hoffnung liegt jetzt auf dem neuen CEO. Er muss das Ruder herumreißen, endlich mit einem klaren Plan agieren und dem Unternehmen eine Richtung geben. Wenn er es schafft, strukturierte Prozesse zu etablieren und die Führungsebene zu professionalisieren, könnte die Windhof Group wieder auf Kurs kommen. Aber es braucht schnelle und konsequente Maßnahmen, sonst werden immer mehr gute Leute das Unternehmen verlassen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat in den letzten Monaten leider stark gelitten. Während die Kollegen untereinander ein gutes Verhältnis pflegen, wird die Stimmung durch die fehlende Führung und strategische Ausrichtung massiv getrübt. Man kommt morgens zur Arbeit und weiß oft nicht, in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Besonders bei uns im Vertrieb herrscht eine gewisse Orientierungslosigkeit, die sich auf die gesamte Atmosphäre auswirkt. Man fühlt sich nicht ernst genommen und hat das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen. Es fehlt die motivierende Energie, die ein Unternehmen braucht, um erfolgreich zu sein.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist überdurchschnittlich. Es gibt keine extremen Überstunden und besonders fortschrittlichen Modelle für flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice-Regelungen. Das geht nicht besser.
Kollegenzusammenhalt
Das ist definitiv der Lichtblick in der aktuellen Situation. Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist hervorragend. Man hilft sich gegenseitig aus, unterstützt sich bei Problemen und hält zusammen, wenn es schwierig wird. In dieser Phase des Unternehmens ist dieser Zusammenhalt besonders wichtig und vielleicht das Einzige, was viele Mitarbeiter noch hält. Die Teams funktionieren gut, wenn man sie lässt. Es ist schade, dass diese Energie nicht durch eigene Ermessensspielraum kanalisiert und verstärkt wird.
Vorgesetztenverhalten
Hier liegt das Hauptproblem. Einige Führungskräfte handeln völlig kopflos und ohne erkennbare Strategie oder Planung. Es fehlt an grundlegender Führungskompetenz. Mitarbeitervorschläge werden nicht ernst genommen oder direkt abgeblockt, ohne dass eine sachliche Diskussion stattfindet. Man hat das Gefühl, dass manche Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen werden, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Besonders frustrierend ist, dass konstruktive Vorschläge für Verbesserungen systematisch ignoriert werden. Die Geschäftsführung lässt das laufen und ist praktisch unsichtbar und schafft es nicht, die Mitarbeiter zu motivieren oder eine klare Vision zu vermitteln. Es fehlt an Präsenz, an Führung und an der Fähigkeit Mitarbeiter mitzunehmen.
Kommunikation
Die Kommunikation von oben nach unten ist mangelhaft. Die Geschäftsführung lässt sich kaum noch blicken und wenn, dann ohne klare Botschaften oder motivierende Worte. Informationen tröpfeln nur sporadisch durch, und oft erfährt man wichtige Dinge eher durch Zufall als durch offizielle Kanäle. Wir haben keine regelmäßigen Strategiemeetings oder klare Zielvorgaben. Igendwie Auslastung erhöhen wird dann gesagt. Vorschläge und Ideen der Mitarbeiter werden selten aufgegriffen oder diskutiert, was frustrierend ist.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist angemessen und marktüblich, aber es motiviert nicht. Seitdem wir das neu Modell haben, sinkt die Motivation kontinuierlich. Nicht weil das Modell grundsätzlich schlecht wäre, aber durch die unklaren Ziele, ist es schwer. Neukunden oder Bestandskunden? SAP oder Microsoft? Kopfvertrieb oder projekte? Jede Woche was anderes. Die Sozialleistungen sind Standard, nichts Besonderes. Was ist unser Ansatz an den Markt zu gehen? Ich habe es bis heute nicht verstanden.
Interessante Aufgaben
Die Dienstleistungen , die wir verkaufen, sind tatsächlich gut und hätten Potenzial. Aber ohne eine klare Strategie und ohne Plan, wie wir diese am Markt positionieren sollen, wird auch die beste Produktpalette langweilig. Es fehlt die Perspektive, die Vision, wohin die Reise gehen soll. Was hilft dann die Ansage, dass wir mehr telefonieren sollen. Neue Projekte oder innovative Ansätze sind Mangelware. Man arbeitet den Alltag ab, ohne dass es wirklich interessante Herausforderungen oder Entwicklungsmöglichkeiten gibt.


