Junior-Projektleiter Sicherheitstechnik (Augsburg) – Erwartungen und Realität
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und fachlich interessant. Ich konnte in kurzer Zeit viele praktische Erfahrungen sammeln und mein technisches Wissen erweitern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Bewerbungsprozess entsprach aus meiner Sicht nicht der späteren Realität. Im Vorstellungsgespräch wurden mir unter anderem umfangreiche Schulungen, eine strukturierte Einarbeitung und bestimmte Rahmenbedingungen in Aussicht gestellt, die sich während meiner Beschäftigung aus meiner Sicht nicht in der angekündigten Form wiederfanden. Darüber hinaus empfand ich die internen Abläufe und die Organisation als wenig strukturiert. Teilweise fehlten aus meiner Sicht die personellen Ressourcen, um Projekte und Service nachhaltig zu unterstützen. Auch die IT und die bereitgestellten Arbeitsmittel hätten meiner Meinung nach moderner und zuverlässiger sein können.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass der Bewerbungsprozess und die Einarbeitung transparenter gestaltet werden. Aus meiner Sicht sollten nur Zusagen gemacht werden, die auch tatsächlich umgesetzt werden können. Eine realistische Darstellung der späteren Aufgaben, der Einarbeitung, der Weiterbildungsmöglichkeiten und der Rahmenbedingungen würde neuen Mitarbeitern helfen, eine fundierte Entscheidung für oder gegen das Unternehmen zu treffen.
Arbeitsatmosphäre
Ich war häufig allein im Büro und hatte nur wenig Austausch mit Kollegen. Dadurch empfand ich die Arbeitsatmosphäre insgesamt als wenig unterstützend und wenig motivierend.
Kommunikation
Da mein Ansprechpartner überwiegend im Homeoffice war, erfolgte die Kommunikation fast ausschließlich telefonisch oder per E-Mail. Insbesondere während der Einarbeitung empfand ich das als nachteilig, da eine direkte Unterstützung vor Ort fehlte.
Kollegenzusammenhalt
Mein direkter Kollege war während meiner Beschäftigung bei Fragen gut erreichbar und hat mich nach Möglichkeit unterstützt. Die Zusammenarbeit war insgesamt freundlich und hilfsbereit, auch wenn der persönliche Austausch aufgrund des überwiegenden Homeoffice begrenzt war.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich als sehr schlecht empfunden. In arbeitsintensiven Projektphasen kam es aus meiner Sicht regelmäßig zu sehr langen Arbeitstagen. Hinzu kamen häufige Dienstreisen mit Hotelübernachtungen sowie teilweise Abstimmungen mit Subunternehmern außerhalb der regulären Arbeitszeit. Eine ausgewogene Trennung zwischen Beruf und Freizeit habe ich nicht erlebt.
Vorgesetztenverhalten
Den Führungsstil habe ich als eher autoritär empfunden. Die Kommunikation war aus meiner Sicht stark auf Aufgaben und Ergebnisse fokussiert, während ein wertschätzender und kollegialer Umgang für mich teilweise zu kurz kam. Zudem hatte ich den Eindruck, dass im Bewerbungsprozess gegebene Zusagen – insbesondere zur Einarbeitung und zu Weiterbildungsmaßnahmen – während meiner Beschäftigung nicht umgesetzt wurden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren fachlich sehr abwechslungsreich und ich konnte in kurzer Zeit viel lernen. Neben meinen Projektleitungsaufgaben habe ich regelmäßig auch operative Aufgaben übernommen, wodurch ich Einblicke in verschiedene Bereiche der Sicherheitstechnik erhalten habe. Aus meiner Sicht fehlte dabei jedoch eine klare Abgrenzung der Aufgabenbereiche, sodass der Arbeitsalltag häufig sehr vielfältig, aber auch wenig strukturiert war.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen entsprachen aus meiner Sicht nicht meinen Erwartungen. Die Einrichtung des Arbeitsplatzes und die Bereitstellung einzelner Arbeitsmittel verliefen teilweise nur verzögert. Auch die IT-Prozesse empfand ich als umständlich und zeitaufwendig, was die tägliche Arbeit zusätzlich erschwerte. Insgesamt hätte ich mir eine bessere organisatorische Vorbereitung und modernere Arbeitsbedingungen gewünscht.
Gehalt/Benefits
Für eine Junior-Projektleiterposition wäre die Vergütung aus meiner Sicht grundsätzlich fair gewesen. Da die tatsächlichen Aufgaben und die Arbeitsbelastung nach meinem Eindruck deutlich darüber hinausgingen, stand die Vergütung für mich letztlich nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zur Tätigkeit.
Image
Mein persönlicher Eindruck vom Unternehmen war insgesamt eher negativ. Ich konnte mich mit der Unternehmenskultur und der Arbeitsweise nicht identifizieren.
Karriere/Weiterbildung
Ein wesentlicher Grund für meinen Einstieg war die Aussicht auf umfangreiche Schulungen und eine strukturierte Einarbeitung. Während meiner Beschäftigung konnte ich jedoch an keiner der angekündigten Weiterbildungen teilnehmen. Aus meiner Sicht lag der Fokus nahezu ausschließlich auf der Projektarbeit, sodass die zugesagte fachliche Entwicklung nicht stattgefunden hat.

