Kolleginnen und Kollegen gut, Personalentwicklung eher enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleginnen und Kollegen sind zwar ein wichtiger positiver Faktor, aber auch diese Dynamik ist vergänglich. In den letzten Jahren haben sich sowohl After-Work-Aktivitäten als auch der Zusammenhalt im Team leider deutlich negativ entwickelt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zusammenfassend spiegeln die genannten Punkte meine Erfahrungen im Unternehmen wider. Aufgrund dieser Aspekte kann ich den Arbeitgeber leider nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.
Verbesserungsvorschläge
In einigen Bereichen wäre es möglicherweise sinnvoll, Führungsverantwortung neu zu besetzen. Die hohe Fluktuation der letzten Jahre im zweistelligen Bereich deutet darauf hin, dass Mitarbeitende oft nicht ausreichend gehört werden und Perspektiven fehlen. Es wäre wünschenswert, die Mitarbeitenden stärker zu unterstützen, auf ihre Anliegen einzugehen und ihre Leistungen wahrzunehmen. Gleichzeitig sollten Eitelkeit, Egoismus und Launenhaftigkeit im Führungsverhalten vermieden werden.
Arbeitsatmosphäre
Das Miteinander im Team war anfangs wirklich angenehm und kollegial. Leider hat sich das in letzter Zeit deutlich verschlechtert. Entscheidungen aus der Führungsebene und der wachsende Druck wirken sich stark auf die Stimmung aus, sodass die Atmosphäre von Woche zu Woche angespannter wurde. Inzwischen kommt es leider immer wieder vor, dass Mitarbeitende emotional überfordert sind – Situationen, in denen Kolleginnen oder Kollegen auf der Fläche weinen, sind leider keine Ausnahme mehr.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt positiv hervorzuheben und wird im Unternehmen in der Regel gut ermöglicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Obwohl das Unternehmen sich Umweltbewusstsein auf die Fahne schreibt, wird für Workshops und Schulungen nach wie vor sehr viel gedruckt. An einigen Stellen, auch auf Führungsebene, fehlt offenbar ein konsequentes Bewusstsein für nachhaltige Praktiken. Hier besteht definitiv Potenzial für Verbesserungen.
Karriere/Weiterbildung
Für ein Unternehmen im Bereich Personalentwicklung fällt die Weiterbildung der Mitarbeitenden leider enttäuschend aus. Auch die Karriereentwicklung ist stark eingeschränkt und eher für Personen geeignet, die viel Zeit und Geduld mitbringen. Ein offizieller Karriereplan existiert zwar, ist jedoch sehr starr und berücksichtigt kaum die persönliche Leistung oder die individuellen Vorkenntnisse der Mitarbeitenden. Übliche Karrierepfade folgen starren Zeitvorgaben, während „Lieblinge“ der Führungskraft häufig deutlich schneller aufsteigen können. Eigeninitiative und persönliche Weiterentwicklung werden kaum honoriert oder gefördert.
Kollegenzusammenhalt
Das war lange Zeit einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Leider hat auch dieser Aspekt durch verschiedene Dynamiken im Team etwas gelitten. Wenn man jedoch seine Gruppe an Kolleginnen und Kollegen gefunden hat, kann man sich auf sie verlassen und nimmt oft auch Freundschaften über die Arbeit hinaus mit.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Team ist altersmäßig gut durchmischt, sodass Jung und Alt gut zusammenarbeiten. Auch ältere Kolleginnen und Kollegen finden hier einen wertgeschätzten Platz im Team.
Vorgesetztenverhalten
Im Bewerbungsgespräch wurde vieles sehr positiv dargestellt, was sich im Arbeitsalltag leider nicht bestätigt hat. Teilweise fehlt es den Führungskräften an einem realistischen Blick auf die Qualifikationen und Stärken ihrer Mitarbeitenden. Zudem ist die Kommunikation von einigen Führungskräften sehr schwach ausgeprägt – selbst bei besonderen Lebensereignissen der Mitarbeitenden bleibt häufig jede Rückmeldung aus. Ob das auf mangelndes Interesse oder einfach fehlende Empathie zurückzuführen ist, bleibt offen. Gerade von Führungskräften im Bereich Personalentwicklung würde man hier deutlich mehr Menschlichkeit erwarten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung. Allerdings ist der alte Gebäudeteil, in dem wir sitzen, teilweise renovierungsbedürftig – die Toiletten sind hier zum Beispiel stark abgewohnt. Zudem ist der Straßenlärm recht hoch, was regelmäßiges Lüften erschwert. Die Arbeitsplatzausstattung ist solide: Es gibt höhenverstellbare Tische, allerdings sind Dockingstationen häufig defekt oder weisen Probleme auf. Bei hoher Belegung des Büros ist es zudem sehr laut, sodass konzentriertes Arbeiten oft erschwert wird. Auch die sogenannten Fokusräume sind nur begrenzt verfügbar, wodurch fokussiertes Arbeiten nicht immer möglich ist.
Kommunikation
Die Kommunikation ist sehr wechselhaft und hängt stark von verschiedenen Faktoren ab. Teilweise erfolgt sie offen und transparent, dann wiederum gibt es über Wochen hinweg kaum oder keine Informationen, was zu Unsicherheit im Team führt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist aus meiner Sicht eher niedrig. Wer damit zufrieden ist, kann damit leben, ansonsten muss man sich bewusst sein, dass man hier um jede Gehaltserhöhung aktiv kämpfen muss.
Interessante Aufgaben
Bei den Aufgaben ist der Gestaltungsspielraum leider sehr eingeschränkt. Obwohl im Bewerbungsgespräch vermittelt wurde, dass man Einblicke in die gesamte Personalentwicklung erhält, beschränken sich die Tätigkeiten letztlich auf den engen Aufgabenbereich, für den man eingestellt wurde. Eine Weiterentwicklung hin zu neuen oder interessanteren Aufgaben gestaltet sich äußerst schwierig – selbst bei Eigeninitiative und klar geäußertem Interesse. Viele Aufgaben sind zudem eher monoton und bieten nur begrenzte fachliche Herausforderung.
