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WolkenKratzer 
GmbH
Bewertung

Luft nach Oben

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Bremen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Das Kollegium
- flache Hierarchien bis zu einem Gewissen Punkt

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kritikpunkte sie Benotungsanmerkungen

Verbesserungsvorschläge

- mehr Transparenz auch in der interne Kommunikation
- mehr Kommunikation und Austausch mit den Mitarbeitenden
- Gleichbehandlung und Transparenz beim Gehalt (Erfahrungsstufen nicht nach belieben setzen)
- Rückkehr zur Wahl von Fortbildungen von Seiten des Mitarbeitenden nach dessen Interessen und Stärken
- Gezieltes Wissensmanagement und geführte Einarbeitungssteuerung
- mehr Wertschätzung
- Weniger ChatGbt-Arbeit oder wenigstens der Versuch dies nicht zu offensichtlich zu machen gerade in höheren Positionen (Konzepte/Tabellen/Grafiken = oft erkennbare ChatGbT-Ausgaben)
- Einführung eines trägerinternen Qualitätsmanagements
- Mehr Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitenden
- Anpassung der Zuschläge, u.a. bei Wochenarbeit auch den Samstag mit 25% Zuschlag berechnen
- Ausbau des internen und externen Netzwerkes

Arbeitsatmosphäre

Das größte Plus bei der Arbeitsatmosphäre ist sicherlich das Betreuenden-Team. Hier kann man sowohl ernste aber auch lustige Momente teilen. Gleichzeitig stärkt man sich im Regelfall den Rücken. Auch mit den Klienten kann man im Rahmen der Bezugsbetreuung größtenteils gut arbeiten. Die Büros sind relativ modern und mit zufriedenstellender Technik ausgestattet. Innerhalb der Einrichtung gibt es relativ flache Hierarchien, das kann man sowohl positiv als auch negativ für sich einordnen.

Negativ fallen dagegen Dinge wie Unterbesetzung, die sich gerade in Urlaubs- und Krankheitsphase bemerkbar macht, zum Teil unausgewogene Schichtplanung (als Teilzeitstelle kann es schon mal eine Sechstage-Woche bekommen) und Themen wie das Fehlen von Wertschätzung und dem Gefühl mit seinen Bedürfnissen (z.B. gezielte FB-Themen) gesehen zu werden. Letzteres ist vor allem etwas was sich in dem Punkt "Kommunikation" widerspiegelt. Man merkt Teilen des Kollegiums phasenweise an, dass sie ausgelaugt sind und deren Gesamtmotivation sich eher daran speist, weil man auf das Gehalt angewiesen ist. Es gibt keinen Rückzugsort für Mitarbeitende, sowie kein Wissens- und kein Qualitätsmanagement.

Image

Das Image ist bei den Behörden soweit des Hören nach größtenteils zufriedenstellend. Innerhalb des Trägers gibt es aber eine eher kritische Sicht auf den Träger (siehe oben genannte Punkte), der auch auf die Motivation der Mitarbeitenden stark auswirkt. So hört man aus dem Kollegium öfter, dass man sich wegbewerben möchte. Da der Arbeitsmarkt aber zurzeit nicht einfach ist, passiert das nicht schnell. Das führt zu einer meiner Einschätzung nach gefährlichen Wechselwirkung auf die Qualität des Trägers.

Work-Life-Balance

Grundsätzlich arbeitet man immer im Schichtdienst. Es gibt Früh- und Spätschichten in einer Länge von 8 Stunden Kernarbeitszeit. Wochenend- und Feiertagsarbeit kommt hinzu. Zuschläge gibt es lediglich für Sonntage (25%) und Feiertage (zwischen 50-125%). Bei der Schichtplanung kann man zwei Priofrei-Tage (99% genehmigt) und zwei Wunschfrei-Tage (75% genehmigt) pro Monate angeben. Meistens wird das berücksichtigt. Dennoch muss man sich drauf einstellen, meistens zwei ganze Wochenenden pro Monat arbeiten zu müssen (da gibt es NUR einen Sonntagszuschlag).
Es gibt Tage an denen wenig los ist und es gibt Tage, die können sehr stressig werden. Hierbei sei aber betont, dass dies individuell je nach Motivation und Fachwissen des Betreuenden und dem Bedarf der Bezugsklienten sehr unterschiedlich ausgestaltet sein kann. Aus persönlicher Perspektive kann ich nur sagen, dass die Arbeitslast an sich im Falle eines motivierten Betreuenden zeitweise so hoch ist, dass dies Auswirkungen auf das Privatleben hat. Eine Belastungssteuerung oder proaktive Unterstützung von Seiten des Arbeitgebers gibt es nicht, da man gefühlt nicht nah genug an seinen Mitarbeitenden ist, um diese Probleme zu erkennen

Karriere/Weiterbildung

Positiv: Es gibt interne als auch externe Fortbildungen. FBs werden seit diesem Jahr einfach nach Schichtplan zugewiesen, keine aktiver Austausch darüber, welche Schwerpunkte die Mitarbeitenden für seine Fortbildungen gerne legen möchte. Langfristige Perspektiven werden einem leider nicht so wirklich aufgezeigt.

Gehalt/Benefits

Der Träger zahlt Gehalt in dem es "sich an einem Tarifvertrag" orientiert. D.h. es gibt hier keine rechtliche Bindung. Dementsprechend gibt es aber auch keine transparent nachvollziehbare Gehaltsaufschlüsselung und Eingruppierung. Beispielsweise wurde die Erfahrungsstufe erst angepasst nachdem es einen über Monate langen Prozess gab mit Nachhaken von Seiten des Mitarbeitenden. Nach Tarifregelungen war quasi bereits alles erfüllt. Der Träger widersprach der Anpassung zunächst und erst nach einem Wechsel in der Personalabteilung und erneutem Nachfragen kam auf Druck (entsprechenden der Qualifikationen zahlen andere Träger besser und das man sich wegbewerben wird) erst das Zugeständnis mit der Anpassung der Erfahrungsstufe.
Positiv ist, dass man sowohl in Teil- als auch in Vollzeit arbeiten kann, wenn man dies im Vertrag vorab verhandelt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Eine Nachhaltigkeitsstrategie im Sinne des Umweltbewusstseins ist mir nicht bekannt. Man könnte den Hinweis möglichst nur wichtige Dinge zu drucken bzw. farbig zu drucken als umweltschonend interpretieren, wirkte aber in der internen Kommunikation eher nach einer weitern Sparmaßnahme.
Sozialbewusstsein. Schwer einzuschätzen, inwiefern man das bei einem Unternehmen, das betriebswirtschaftlich Leben muss im Kontext der Jugendhilfe beurteilen kann. Sicherlich spielt auch der politische Druck zur Zeit eine Rolle. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, dass in den Klienten mehr das Geld gesehen wird, als die "soziale Berufung" Menschen zu helfen. Das Gefühl speist sich einerseits aus der Tatsache, wie schnell Zimmer neu belegt werden müssen und anderseits an dem (Qualitäts-)Anspruch bei Personaleinstellungen und Entscheidungen.

Kollegenzusammenhalt

Wie bereits erwähnt lebt die Arbeit in den Einrichtungen vor allem von den Klienten als auch von dem Zusammenhalt innerhalb des Betreuenden-Teams. "Geteiltes Leid, ist halbes Leid". Manche Kolleg:innen haben sich auch außerhalb der Arbeitszeit angefreundet. Jeder berufsperspektivische Abgang aus dem Kollegium wiegt daher umso schwerer, da es zum Teil dem Träger auch sehr schwer fällt offene Stellen (qualitativ) nach zu besetzen.

Umgang mit älteren Kollegen

In der Einrichtung gibt es mehrere Kolleg:innen Ü50, die größtenteils als Hilfs- und Empfangskräfte arbeiten. Inwiefern die Kolleg:innen in ihrer Weiterentwicklung (z.B. WB zur Fachkraft) noch gefördert werden, kann ich nicht beurteilen. Meinem Eindruck nach werden manchmal die älteren Kolleg:innen etwas möglicherweise unbewusst übersehen, da diese nicht so präsent und laut sind wie zum Teil die jüngeren Kolleg:innen.

Vorgesetztenverhalten

Innerhalb der Einrichtung ist die Hausleitung gut erreichbar. Bei Gesprächsbedarf und Rückfragen kann meistens problemlos das Gespräch suchen. Diese finden auf Augenhöhe und sachlich statt. Man merkt meinem Gefühl nach aber auch, dass hier in der Position erst Berufserfahrung gesammelt wird. So fehlt es manchmal in Momenten wo Entscheidungen gebraucht werden, das Feingefühl diese auch einfach mal zu treffen ohne immer das Team zu berücksichtigen. Beispiel: Da die Arbeitslast im Team teils hoch ist, ziehen sich einzelne auch aus Entscheidungsprozessen und Partizipationsangeboten (z.B. Arbeitsgruppen) aktiv zurück, da dies weitere Arbeit neben der Hauptaufgaben bedeutet. Vieles ist gut gemeint, aber verläuft sich dann im Sand. Eine Ursache dafür ist sicherlich auch, dass das proaktiv auf seine Mitarbeitende zu gehen manchmal schwer fällt - es gibt z.B. keine regelmäßigen Mitarbeitendengespräche (dieses Jahr noch keins), sodass man als Mitarbeitende gar nicht die Möglichkeit hat zu wissen, wo man steht, wie man eingeschätzt wird und wo Förderbedarf besteht. Leitung bedeutet auch Beziehungsarbeit, hier sehe ich potential mehr zu tun.

Kommunikation

Vom Geschäftsführer sieht und hört man meistens nichts. Es sei denn, es gibt neue Bekanntmachungen via Teams. Die Personalabteilung braucht im Regelfall leider oftmals mehrere Wochen zu antworten (u.a. arbeitet die Personalleiterin mehrere Monate lang in einem anderen Land als Auslandsaufenthalt) und vermittelt einem auch eher das Gefühl nur die Interessen des Arbeitgebers zu vertreten. Es gibt keine Mitarbeitenden-Befragungen und somit fehlt die Möglichkeit auszuloten, worin sich der Träger von Seiten der Arbeitnehmer verbessern könnte. Einzige Beschwerdestelle ist der Betriebsrat, der sich erst einfinden muss. Bei vielen Themen gibt es eine gelebte Intransparenz (z.B. strategische Ausrichtung für die Zukunft, Gehälter). Wertschätzung ist nur selten zu erkennen, wenn diese überhaupt geäußert wird. Zudem sind bereits verbale Auffälligkeiten vorgekommen - Beispiel: Die pädagogische Leitung sprach einzelnen Mitarbeitenden das Recht ab sich dazu zu äußern, nachdem diese im Rahmen des Relaunches der Webseite sie auf veraltete/rass*** Begriffe hingewiesen haben.

Die Kommunikation innerhalb der Einrichtung ist besser, da Leitung vor Ort. Probleme, Wünsche kann man meistens offen äußern

Gleichberechtigung

Das kann ich nicht beurteilen in Bezug auf Aufstiegschancen. Fakt ist aber, dass beim Thema Gehalt nicht zwangsläufig eine Gleichheit besteht, da hier der Träger das "wir-sind-nur-am-Tarif-angelehnt" und somit hast du keine rechtlichen Ansprüche für sich auslegt, wie er möchte.

Interessante Aufgaben

Jugendhilfe ist Kernarbeit. D.h. die übliche Arbeit fällt an: Beziehungsarbeit zum Klienten, Dokumentation, Aktenführung, Schnittstelle zu Behörden wie Migrationsamt und Sozialamt, Nachhilfe und Schulunterstützung, Arzttermine begleiten, sowie Freizeitgestaltung, um nur ein paar Aufgabenfelder zu nennen. Grundsätzlich ist kein Tag wie jeder andere. Dennoch hat man schnell eine Gewisse Routine drin.


Arbeitsbedingungen

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Arbeitgeber-Kommentar

BiekerGeschäftsführer

Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung und die Zeit, die Du Dir für diese Bewertung genommen hast.

Es freut uns, dass Du den Zusammenhalt im Team, die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen, die Ausstattung der Einrichtung sowie die Erreichbarkeit der Hausleitung positiv hervorhebst. Gerade in der Jugendhilfe sind engagierte Teams und eine verlässliche Zusammenarbeit zentrale Erfolgsfaktoren.

Gleichzeitig enthält Deine Bewertung eine Reihe von Anregungen und Kritikpunkten, die wir ernst nehmen. Themen wie Kommunikation, Einarbeitung, Fortbildung, Wissensmanagement und Qualitätsentwicklung beschäftigen uns fortlaufend und werden von uns kontinuierlich weiterentwickelt, auch wenn wir im Ergebnis nicht alle zufrieden stellen können.

Einige der angesprochenen Punkte stellen persönliche Wahrnehmungen dar, die wir zwar respektieren, jedoch in dieser Form nicht teilen. Zum Beispiel bei Fragen der Personalentwicklung, Vergütung, Organisationsentwicklung und internen Kommunikation sind Entscheidungen häufig komplexer, als sie aus der Perspektive einzelner Mitarbeitender erscheinen mögen.

Als freier Träger der Jugendhilfe bewegen wir uns in einem Umfeld, das von Fachkräftemangel, steigenden gesetzlichen Anforderungen und gleichzeitig hohem Qualitätsanspruch geprägt ist. Unser Ziel bleibt dabei, wirtschaftliche Stabilität, fachliche Qualität und gute Arbeitsbedingungen miteinander zu verbinden.

Besonders wichtig ist uns auch der direkte Dialog. Viele der angesprochenen Themen lassen sich im persönlichen Austausch deutlich besser besprechen und einordnen als auf einer Bewertungsplattform.

Wir danken Dir für Deine Hinweise, wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns, wenn Du die Entwicklung unseres Trägers auch künftig konstruktiv begleitest.

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.