Nicht die Wahrnehmung ist das Problem, sondern die entstandene Wirkung
Verbesserungsvorschläge
Ich kann die Kritik an der Hire-and-Fire-Mentalität des vorherigen Bewerters aus eigener Erfahrung ausdrücklich nachvollziehen und möchte hiermit beipflichten.
Zum Arbeitgeber-Kommentar möchte ich Folgendes entgegnen:
Statt die Wahrnehmung ehemaliger oder noch aktiver Mitarbeitender zu korrigieren oder umzudeuten, sollte sich das Unternehmen eher die Frage stellen, warum dieser Eindruck in der Belegschaft überhaupt entsteht. Wenn mehrere Menschen zu ähnlichen Einschätzungen kommen, liegt das Problem nicht automatisch in deren Wahrnehmung, sondern in der Wirkung, die das Unternehmen ausstrahlt.
Ja, es stimmt: Trennungen lassen sich nicht immer vermeiden. Genau darum geht es hier aber nicht. Problematisch ist die Art und Weise, wie Personalentscheidungen getroffen und vermittelt werden. Ich habe selbst Einblicke in solche Entscheidungen gehabt und halte den Eindruck einer entsprechenden Hire-and-Fire-Mentalität daher nicht für unbegründet.
Besonders unglaubwürdig wirkt auf mich die Aussage, man hätte sich solches Feedback früher gewünscht, um Missverständnisse aufzuklären. Solches Feedback wurde gegeben. Es wurde aus meiner Sicht jedoch nicht ernsthaft aufgegriffen, während Entscheidungen bereits feststanden und anschließend durchgezogen wurden.
Auch der Verweis darauf, man könne sich heute noch einmal „vertraulich“ melden, überzeugt mich nicht. Wer seine Erfahrungen bereits frühzeitig und wiederholt eingebracht hat, braucht im Nachgang kein symbolisches Gesprächsangebot mehr.
Hinzu kommt, dass die auffällig positiven Bewertungen für mich kein überzeugendes Gegengewicht darstellen. Wenn mehrfach sehr ähnliche positive Stimmen auftauchen, wirft das zusätzliche Fragen zur Glaubwürdigkeit des Gesamtbildes auf. Ich selbst habe zudem die Erfahrung gemacht, dass man um positive Bewertungen gebeten wurde.