Potenzial vorhanden, Kultur im Rückwärtsgang
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die flexible Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, familienfreundliche Angebote sowie Benefits wie der EGYM Wellpass. Zudem erlebe ich viele engagierte Kolleginnen und Kollegen, die Zusammenhalt schaffen und im Projektalltag eine starke Zusammenarbeit ermöglichen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu wenig Wertschätzung, eine überwiegend top-down geprägte Kommunikations- und Entscheidungskultur sowie eingeschränkte Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Mangelnde Transparenz und Verbindlichkeit bei Themen wie Gleichberechtigung und Mitarbeiterzufriedenheit.
Verbesserungsvorschläge
Die Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Mehr Transparenz bei Entscheidungen, eine offenere Feedbackkultur und konsequent gelebte Wertschätzung würden Vertrauen und Bindung fördern. Zudem wünsche ich mir klare Entwicklungswege, verbindliche Ziele bei soften Themen wie Kultur/Chancengleicheit/etc. sowie einen stärkeren Fokus auf Führungskultur.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Immer häufiger beobachte ich Kolleginnen und Kollegen, die sich innerlich zurückziehen, aushalten oder nur noch abwarten. Manche verlassen das Unternehmen, andere wirken sichtbar erschöpft und überlastet.
Wertschätzung für geleistete Arbeit ist nur selten erkennbar. Gleichzeitig geht zunehmend das zwischenmenschliche Miteinander verloren. Der Fokus liegt oft auf Prozessen, Kennzahlen und Vorgaben, während die Menschen dahinter aus dem Blick geraten.
Kommunikation
Es gibt zwar Möglichkeiten, Anliegen und Feedback einzubringen, viele Mitarbeitende nutzen diese jedoch nur eingeschränkt. Die Sorge vor Benachteiligung oder negativen Konsequenzen ist spürbar. Entscheidungen werden überwiegend klassisch top-down getroffen und häufig erst kommuniziert, wenn sie bereits feststehen. Dabei entsteht der Eindruck, dass vor allem wirtschaftliche Kennzahlen und das EBIT im Fokus stehen, während die Perspektiven der Mitarbeitenden zu wenig berücksichtigt werden. Vertrauen und echter Dialog bleiben dadurch auf der Strecke.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen wird vor allem durch engagierte Teams und Eigeninitiative getragen. Besonders im Projektalltag unterstützt man sich gegenseitig und kann die Herausforderungen im Unternehmen zeitweise ausblenden. Highlights sind die Zusammenarbeit vor Ort beim Kunden sowie gemeinsame Events, die den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Work-Life-Balance
Für mich persönlich funktioniert die Work-Life-Balance sehr gut. Ich weiß, wie ich meine Ressourcen stärken und auf meine Gesundheit achten kann. Angebote wie der EGYM Wellpass nutze ich regelmäßig und die Unterstützung für Familien empfinde ich als passend. Arbeit und Privatleben lassen sich gut miteinander vereinbaren. Tatsächlich ist dies einer der Gründe, warum ich weiterhin gerne hier arbeite.
Vorgesetztenverhalten
Meine direkten Vorgesetzten erlebe ich als wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe. Deshalb würde ich diese mit 5/5 Sternen bewerten. Im weiteren Umfeld beobachte ich jedoch, dass Druck teilweise an Mitarbeitende weitergegeben wird. Mangelnde Wertschätzung oder unangemessene und emotiongeladene Wortwahl halte ich für unprofessionell. Wer von Mitarbeitenden Compliance und regelkonformes Verhalten erwartet, sollte diese Standards als Führungskraft auch selbst vorleben.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben hängen stark vom jeweiligen Projekt ab. Gleichzeitig nehme ich die Perspektiven zur fachlichen oder persönlichen Weiterentwicklung als begrenzt wahr. Interne Bewerbungen und Entwicklungsschritte empfinde ich als schwierig und nicht aktiv gefördert. Dadurch fehlt mir langfristig die Aussicht, mich im Unternehmen gezielt weiterzuentwickeln.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung und Chancengleichheit wirken auf mich nicht ausreichend strategisch verankert. Mir fehlen klare, messbare Ziele sowie sichtbare Maßnahmen und Governance/Transparenz, an denen Fortschritte und Herausforderung erkennbar werden. Hier besteht aus meiner Sicht noch deutliches Entwicklungspotenzial.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich nehme keine bewusste Diskriminierung älterer Kolleginnen und Kollegen wahr. Gleichzeitig fehlen Transparenz und aussagekräftige Kennzahlen, um Chancengleichheit und Altersdiversität bewerten zu können. Hier sehe ich Verbesserungspotenzial.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mindestanforderungen werden erfüllt, ist keine Kernkompetenz oder strategisches Ziel
Gehalt/Benefits
Teilweise über dem Branchendurschnitt - kommt auf die Position an, würde ich sagen.
Image
Kann ich nicht viel zu sagen, Bekanntheitsgrad noch nicht sehr hoch - Image der ehemaligen Tochtergesellschaften ist oft von Vorteil.
Karriere/Weiterbildung
LinkedIn Learning ist super, Schulungen die angeboten werden sind in der Regel sehr gut ausgewählt - es sind derzeit recht wenige und für mich nichts passendes dabei. Einzelanfragen werden oft nicht genehmigt. Ich würde mir eine engmaschigere Karriereplanung wünschen, Transparenz wo stehe ich und wie komme ich weiter, sowie ein Gesamtüberblick im Unternehmen fehlt mir.


