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XERVON 
GmbH
Bewertung

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Arbeitsumfeld problematisch für Menschen mit Migrationshintergrund – Erfahrung mit Diskriminierung und mangelnder Sicher

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Produktion bei XERVON Instandhaltung GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist, dass flexible Stempelzeiten angeboten wurden, wodurch man gelegentlich früher oder später anfangen konnte. Abgesehen davon gab es aus meiner Sicht keine nennenswerten Benefits oder Angebote, die den Arbeitsalltag unterstützt hätten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitsatmosphäre war stark von Diskriminierung und herablassender Kommunikation geprägt. Insbesondere Kolleg:innen und Altgesellen haben Mitarbeiter:innen mit Migrationshintergrund systematisch herabgesetzt und rassistische Kommentare gemacht. Die Unternehmensführung und Vorgesetzten haben auf solche Vorfälle nicht angemessen reagiert, teilweise wurden Beschwerden ignoriert oder sogar durch Kündigungen sanktioniert. Die Kommunikation war durchweg herablassend, respektlos und teilweise beleidigend, wodurch ein professionelles Arbeiten erschwert wurde.

Der Kollegenzusammenhalt bestand hauptsächlich darin, dass bestimmte Gruppen gezielt ausgegrenzt und schikaniert wurden, während die Betroffenen nur noch untereinander Schutz und Austausch fanden. Vorgesetzte haben bei Konflikten nicht vermittelt und Schutzmaßnahmen für die Betroffenen nicht umgesetzt.

Die Gleichberechtigung wurde nicht gewährleistet, Entscheidungen und Bewertungen wurden teilweise willkürlich oder diskriminierend getroffen. Arbeitsunfälle und gesundheitliche Risiken wurden nicht ausreichend berücksichtigt. Die berufliche Entwicklung, Weiterbildung und Karrierechancen für jüngere oder migrantische Mitarbeiter:innen waren stark eingeschränkt.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass junge oder motivierte Mitarbeiter:innen, die sich engagieren, systematisch blockiert werden, während problematisches Verhalten toleriert oder sogar begünstigt wird.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte seine Personalstruktur kritisch prüfen, insbesondere den Umgang mit langjährigen Mitarbeitern, die durch ihr Verhalten Konflikte und Diskriminierungen verursachen. Es wäre sinnvoll, problematische Altgesellen zu ersetzen und den Arbeitsplatz für motivierte, jüngere Gesellen offen zu halten, die zwar weniger Berufserfahrung mitbringen, aber lernbereit, engagiert und teamfähig sind. Dadurch könnten sowohl das Arbeitsklima als auch die Produktivität verbessert und die Chancengleichheit für alle Mitarbeiter gewährleistet werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre bei Servon Instandhaltung empfand ich als problematisch. Es kam wiederholt zu herablassender Kommunikation und respektlosem Umgang, insbesondere gegenüber Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund. Dabei spielte die Sprachkompetenz keine Rolle – sowohl Kollegen, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen, als auch ich als deutscher Muttersprachler wurden herabgesetzt. Die Diskriminierung schien stark am Aussehen und der Herkunft orientiert zu sein. Insgesamt herrschte ein Klima, in dem Respekt, Wertschätzung und Teamzusammenhalt nur begrenzt vorhanden waren, was die tägliche Arbeit stark belastete.

Image

Das Image der Firma ist leider nicht gut. Bereits vor meinem Einstieg habe ich von mehreren Personal- und Dienstleistungsfirmen gehört, dass Servon Instandhaltung in Köln-Merkenich als Arbeitgeber kritisch gesehen wird. Ich habe die Stelle trotzdem ausprobiert, musste jedoch feststellen, dass sich diese Berichte in meinem Fall bestätigt haben.

Work-Life-Balance

Grundsätzlich gab es flexible Einstempelzeiten von 6 bis 7 Uhr und die Möglichkeit, bei Mehrarbeit an vorherigen Tagen früher zu gehen. Allerdings war die Work-Life-Balance stark eingeschränkt durch die belastende Arbeitsatmosphäre und das Verhalten einiger Kollegen, sodass das Arbeitsumfeld die eigentliche Balance zwischen Arbeit und Freizeit deutlich beeinträchtigte.

Karriere/Weiterbildung

Aufgrund der Erfahrungen, die ich während meiner kurzen Beschäftigungszeit gemacht habe, war weder eine Karriereentwicklung noch eine Weiterbildung realistisch möglich. Nach meiner Einschätzung wäre mir bei längerer Beschäftigung wahrscheinlich der Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten verwehrt oder Steine in den Weg gelegt worden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war angemessen und im Vergleich zur Branche in Ordnung. Allerdings relativiert sich dieser positive Aspekt deutlich durch die negativen Erfahrungen am Arbeitsplatz. Wenn die Arbeitsatmosphäre so belastend ist, wie ich sie erlebt habe, wird das Gehalt schnell nebensächlich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mir liegen keine konkreten Informationen oder Erfahrungen zum Umwelt- und Sozialbewusstsein des Unternehmens vor. Während meiner kurzen Beschäftigungszeit konnte ich weder besondere Maßnahmen noch Initiativen in diesen Bereichen wahrnehmen oder beurteilen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Altgesellen war stark ausgeprägt, allerdings diente dieser Zusammenhalt überwiegend dazu, Mitarbeitende mit Migrationshintergrund zu diskriminieren und zu isolieren. Betroffene Kolleg:innen fühlten sich gezwungen, ihre Pausen untereinander zu verbringen und den Kontakt zu den anderen Kollegen zu vermeiden, um rassistischen Kommentaren und herablassendem Verhalten aus dem Weg zu gehen.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang mit älteren Kollegen:
Während meiner Zeit im Unternehmen hatte ich ausschließlich ältere Kollegen. Diese wurden von der Unternehmensführung und dem Vorarbeiter generell mit Samthandschuhen behandelt und erhielten Unterstützung. Gleichzeitig wurde ich von denselben Kollegen wiederholt schlecht behandelt, unter anderem durch verletzende und diskriminierende Äußerungen. Daher kann ich nicht sagen, dass ein respektvoller Umgang mit älteren Kollegen gewährleistet war.

Vorgesetztenverhalten

Die Chefin hat mich ursprünglich eingestellt und meine Arbeit zu Beginn akzeptiert. Allerdings wurde in der Folge auf meine berechtigten Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit mir durch die Altgesellen nicht eingegangen. Statt Maßnahmen zu ergreifen, um ein respektvolles Arbeitsumfeld zu gewährleisten, wurde mir schließlich gekündigt, nachdem zunächst behauptet wurde, mir würden Kompetenzen fehlen – ein Argument, das ich widerlegen konnte. Der Werkstattleiter war nett und versuchte mich einzubinden, war jedoch während seiner Abwesenheit nicht verfügbar, sodass ich ohne Unterstützung war. Insgesamt hat die Chefin nicht dazu beigetragen, ein sicheres und respektvolles Arbeitsumfeld zu schaffen, und die Kündigung erfolgte aus meiner Sicht ungerechtfertigt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen im Unternehmen waren insgesamt herausfordernd. Es gab keine ausreichende Unterstützung bei der Einarbeitung, insbesondere in Konfliktsituationen oder bei sicherheitsrelevanten Aufgaben. Wiederholte diskriminierende und herabsetzende Kommentare von älteren Kollegen sowie widersprüchliche Anweisungen seitens der Vorgesetzten führten zu einem Arbeitsumfeld, das psychisch belastend und teils unsicher war. Maßnahmen zur Gewährleistung von Sicherheit, Teamzusammenhalt und respektvoller Kommunikation wurden nicht umgesetzt.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen war überwiegend herablassend und respektlos. Besonders auffällig war die häufige Verwendung diskriminierender und rassistischer Bemerkungen gegenüber Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund. Ein konstruktiver und wertschätzender Umgang miteinander war nur selten gegeben.

Gleichberechtigung

Während meiner Beschäftigung habe ich keine Gleichberechtigung erfahren. Eine faire Behandlung beginnt für mich mit respektvoller Kommunikation auf Augenhöhe, unabhängig vom Alter, Migrationshintergrund oder der persönlichen Lebensgeschichte. Obwohl ich als 24-jähriger Mitarbeiter dieselbe abgeschlossene Berufsausbildung wie die älteren Gesellen hatte, wurden mir regelmäßig Kompetenzen abgesprochen und ich wurde nicht gleichberechtigt behandelt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren vielfältig und deckten verschiedene Bereiche der Rohrleitungs- und Chemiebranche ab. Ich habe alle mir zugewiesenen Tätigkeiten vollständig und ordnungsgemäß ausgeführt, wie von den Altgesellen und dem Werkstattleiter erwartet

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.