Hire & Fire Mentalität ohne strategischen Weitblick
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexibles Arbeitsumfeld, junge Kultur
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es mangelt spürbar an Weitblick und einer klaren, langfristigen Strategie. Zwar werden ambitionierte Wachstumsziele definiert, doch das "Wie" bleibt dabei häufig unbeachtet.
Mit der Zeit entstand zunehmend der Eindruck, dass die Geschäftsführung in einer eigenen Realität agiert und Entscheidungen trifft, die wenig mit den tatsächlichen Gegebenheiten zu tun haben. Klassische Top-Down-Methoden aus den 90ern werden weiterhin angewendet, obwohl sie längst nicht mehr zeitgemäß sind und sich nicht einfach aus der Gründerhistorie in die moderne Arbeitswelt übertragen lassen.
Unternehmerisch wird selten vorausschauend gehandelt. Ad-hoc-Entscheidungen führen regelmäßig zu impulsiven Maßnahmen: In den vergangenen Jahren wurden mehrfach ganze Teams entlassen, nur um kurz darauf neue Mitarbeitende für nahezu identische Rollen einzustellen. Alle 3-6 Monate finden Umstrukturierungen statt, verbunden mit neuen Rollen, die als „Game-Changer“ angekündigt werden, aber meist nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Diese Veränderungen ziehen fast immer personelle Konsequenzen nach sich, häufig ohne Rücksicht auf individuelle Lebenssituationen und deren Auswirkungen. Mitarbeitende wirken dabei eher wie austauschbare Zahlen.
Auch wenn sich People & Culture sichtbar bemüht, ein positives Miteinander zu schaffen, bleibt dieser Eindruck in der Praxis oft mehr Schein als Sein.
Würde jedem empfehlen, genau abzuwägen, bevor man hier einen Arbeitsvertrag unterschreibt. Stabilität bekommt man hier eher nicht.
Work-Life-Balance
Überwiegend herrscht eher eine Work-Work-Balance. Gerade in intensiven Projektphasen arbeiten viele Kolleg*innen sogar während ihres Erholungsurlaubs weiter, da wichtige Deadlines anstehen. Eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ist daher häufig schwierig.
Zudem wird seitens der Geschäftsführung und Führungskräfte erwartet, dass ad-hoc Kampagnen oder Projekte innerhalb weniger Tage umgesetzt werden. Arbeit bis spät abends oder am Wochenende ist dabei keine Ausnahme, sondern eher die Regel.
Gleichberechtigung
Die Geschäftsführung sowie die VP- und Senior-Management-Ebene sind deutlich männerdominiert. Führungspositionen werden mehr oder weniger von Personen besetzt, deren fachliche Erfahrung teils überschaubar ist, was viel über die Unternehmenskultur aussagt. Gleichberechtigung scheint hier bislang keine wesentliche Rolle zu spielen. Mehr weibliche Führungskräfte und vielfältigere Perspektiven wären dringend wünschenswert.
Arbeitsbedingungen
Wenig Ressourcen, eher unstrukturiert, die Basis für stabiles Wachtum wurde noch nicht geschaffen
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Man sagt, die Außenwirkung sei der Spiegel der inneren Struktur und genau das lässt sich auch auf yoummday übertragen. Intern wird häufig sehr kurzfristig und unter hohem Tempo gearbeitet, während langfristige Planung zu kurz kommt. Nach rund 10 Jahren Unternehmensbestehen zeigt sich diese Arbeitsweise mittlerweile deutlich in der Außenwirkung. Im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld überzeugt yoummday nach außen oft hauptsächlich durch das günstige Angebot.

